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Volltruppenübung «Polemos»: Allzeit im Bild

Während des diesjährigen Wiederholungskurses hat das Aufklärungsbataillon 5 die dreitägige Volltruppenübung «Polemos» absolviert. Die Mechanisierte Brigade 4 beübte dabei neben dem Aufklärungsbataillon 5 auch die Artillerieabteilung 49.

30.04.2019 | PIO Aufkl Bat 5, Philipp Imhof / Komm V

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Aufmerksam wird das Geschehen beim Zielobjekt beobachtet. (Fotos: Philipp Imhof)

Die taktische Ausgangslage der Übung gestaltete sich wie folgt: Eine gegnerische mechanisierte Division steht kurz vor dem Angriff aus dem Raum Kreuzlingen-Neuwilen in Richtung Westen nach Diessenhofen. Der vorgesetzte Verband, die Mechanisierte Brigade 4, beabsichtigt, diesen Durchbruch kraft zweier Infanteriebataillone aufzuhalten und sie durch Artilleriebeschuss zu unterstützen. Die Aufklärer sollen mittels Raumüberwachung in verschiedenen Nachrichtenbeschaffungsräumen den Gegner erkennen und anhand laufender Meldungen der Brigade stets ein aktuelles Lagebild vermitteln.

Die Übung gliederte sich in drei Phasen: In der ersten Phase stellte sich das Aufklärungsbataillon 5 südlich der Thur bereit und setzte die Aufklärer in den Nachrichtenbeschaffungsräumen um Müllheim-Hüttwilen ein. Dabei konnte beobachtet werden, wie vom Gegner verschiedene (Übungs-)Sprengkörper deponiert wurden, worauf das EOD-Team (Bombenentschärfungsteam, engl. Explosive Ordnance Disposal) aufgeboten wurde und unter anderem eine Sprengkörperattrappe unter einem Bahnwagon am Bahnhof Juch entschärfte.

In der zweiten Phase erfolgte der Angriff des Gegners. Mit entsprechend markierten Militärfahrzeugen wurden gegnerische Panzer und Fahrzeuge simuliert, die von den Aufklärerpatrouillen gesichtet und deren Standorte umgehend ans Bataillon gemeldet wurden. Der Gegner lief in der Folge auf eine fiktive Sperre auf und musste starke Verluste hinnehmen.

Die dritte und letzte Phase zeichnete sich durch den Rückzug des Gegners in den Raum Kreuzlingen aus. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag folgten die Aufklärer dem zurückweichenden Gegner in Richtung Osten, um ständig aktuelle Nachrichten über die Rückzugsbewegungen zu beschaffen.

Der übergeordnete Nachrichtenverbund lieferte zudem Informationen über Munitions- und Materiallager sowie Ausbildungsplätze im Rückzugsraum des Gegners. Die verdächtigen Objekte wurden dann mittels Zielaufklärung verifiziert. Zur Unterstützung hat man dabei Helikopter mit FLIR (Forward Looking Infrared) der Luftwaffe aufgeboten. Die spezielle Kamera unter dem Helikopter lieferte Livebilder direkt in die Führungszentrale.

Artillerie, Aufklärung und zuletzt auch die Luftwaffe arbeiteten zielführend im Verbund und konnten die Übung mit Erfolg abschliessen.

 

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