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Das erste Jahr erfolgreich gemeistert

Am 30. November 2018 rief Divisionär Lucas Caduff die Kader seiner Division zum Jahresrapport nach Schwyz, um Rückschau auf das erste Dienstjahr der Territorialdivision 3 zu halten. Er blickte aber auch nach vorne und gab seinen Kadern seine Jahresziele mit auf den Weg. Einen vertieften Einblick auf die aktuellen Bedrohungen und die Antworten der Schweizer Armee vermittelten Korpskommandant Philippe Rebord, Chef der Armee, und Divisionär Claude Meier, Chef Armeestab.

30.11.2018 | Komm Ter Div 3

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Einleitend macht Divisionär Lucas Caduff einen kurzen Abriss über die globale Sicherheitslage. „Sicherheit aufrecht zu erhalten, wird immer komplexer. Daher braucht die Schweiz ihre Armee als Sicherheitsreserve“, war die Schlussfolgerung aus der Gesamtschau. Die weltweiten Ereignisse zeigen, dass die klassische Landesverteidigung wieder an Bedeutung gewinnt.

Die Anzahl Einsätze war im Vergleich zum Vorjahr etwas geringer, doch meisterten die Eingeteilten der Ter Div 3 die Herausforderungen wie immer professionell. Gut 7‘500 Diensttage wurden als Unterstützungs- und Katastrophenhilfen-Einsätze geleistet. Solche Einsätze ermöglichen es, die geforderte regionale Verankerung und die Sichtbarkeit der Armee in der Bevölkerung zu erreichen, auch wenn die Ausbildungsdienste aus Infrastrukturgründen mehrheitlich in Kasernen stattfinden müssen. Immerhin werden rund die Hälfte der Logiernächte in Infrastrukturen ausserhalb der armeeeigenen Räumlichkeiten gebucht.

Die Lehren aus den geleisteten Diensten werden in die Arbeit im kommenden Jahr einfliessen. Eine besondere Herausforderung bildet der teilweise herrschende Personalmangel, insbesondere an Spezialisten, in den Bataillonen. „Der Handlungsbedarf wurde auf Stufe Armee erkannt, denn so kann es nicht weitergehen“, hält Div Lucas Caduff fest. Erfreulich hingegen ist, dass eine grosse Zahl Kader der Ter Div 3 für eine weitere Karriere in der Armee bereit ist.

Wechsel im Kommando zweiter Bataillone

Oberstlt i Gst Marc Bonjour gibt nach vier Jahren das Geb Inf Bat 29 an Maj i Gst Noclas-Jean Disch ab, der damit nach einer Abwesenheit wieder in das Bat zurückkehrt, in dem seine Offizierskarriere begonnen hat.

Das Komando des Geb Inf Bat 48 geht von Oberstlt i Gst Peter Kistler zu Maj i Gst Gregor Hänggi über, der zuletzt als Chef Triage im Stab der Ter Div 3 eingeteilt war.

Die beiden neuen Kommandanten übernehmen ihre Funktion per 01.01.2019. Div Lucas Caduff dankte den beiden scheidenden Kommandanten von Herzen und freut sich auf die Zusammenarbeit mit den beiden frisch gebackenen Bataillonskommandanten.

Grussworte

Regierungsrat André Rüegsegger, Vorsteher des Sicherheitsdepartements, betonte die traditionell grosse Unterstützung der Armee in der Schwyzer Bevölkerung. Die Armee ihrerseits hat mit einer grossen Truppenbelegung und dem einzigen noch vorhandenen Militärspital auch heute noch einen engen Bezug zum Kanton Schwyz. Er schloss das Grusswort der Schwyzer Regierung mit einem Aufruf zu einem klaren und einigen Bekenntnis zur Armee.

Korpskommandant Philippe Rebord, Chef der Armee, bedankte sich bei den Anwesenden für deren Engagement zugunsten der Armee. Dass eine sich verändernde Sicherheitslage auch Massnahmen bei der Armee auslösen muss, zeigte er am Beispiel von Schweden auf. Das Land hat die Wehrpflicht wieder eingeführt, um die Armee vergrössern zu können, doch der Aufwuchs geht nur sehr langsam von statten, da es an der Infrastruktur und an Instruktoren fehlt. Das Beispiel Schweden zeigt klar auf, dass die Bedrohungen vielfältig und real sind. Die Schweizer Armee hat im Vergleich zu Schweden einen sehr guten Stand und hat mit der Weiterentwicklung der Armee viele Verbesserungsmassnahmen eingeleitet, um für die aktuellen Bedrohungsformen gerüstet zu sein: „Es geht nicht um Worte, sondern um die Freiheit und Sicherheit unseres Landes.“

Referat zum Thema Rüstung

Divisionär Claude Meier, Chef des Armeestabs, sprach über die Herausforderungen in der Rüstungsbeschaffung in den Jahren 2020 bis 2030. Die Armee muss sich heute fähigkeitsorientiert und nicht mehr bedrohungsorientiert entwickeln, dies im Gegensatz zur Vergangenheit. Eine besondere Herausforderung in der Rüstung ist, dass ab 2025 viele teure Systeme das Ende ihrer Nutzungsdauer erreichen. Mit der Erneuerung des Materials muss auch eine Reduktion der Kosten im Betrieb erfolgen. Eine Anpassung in den Rüstungsgütern hat immer auch Auswirkungen auf andere Systeme, was es stets zu beachten gilt.