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Ärger im Äuli

Die zweite Woche des FDTs startete für die Wehrleute des Geb Inf Bat 29 turbulent. Es herrschten Temperaturen um den Gefrierpunkt, als das komplette Bataillon mitsamt Stab für drei Tage ins Übungsdorf Äuli des GAZ Ost zog.

23.03.2018 | Oblt Lukas Bachmann

Ärger im Äuli 0

Die U SHELTER ging in die sechste Runde. Seit mehreren Jahren zieht sich die Übung zum Bereitstellungsraum und Objektschutz als Konstante durch die Wiederholungskurse des Gotthardbataillons. Auch dieses Jahr galt es, die heimtückischen Angriffe der Gegenseite abzuwehren. Bereits in der ersten Nacht konnten sich einige Figuranten Zutritt zum Dorf verschaffen, bezahlten dies aber mit der kompletten Neutralisierung des Trupps. Vom Bataillon wurde niemand verletzt.

Einen Höhepunkt markierte der Einsatz eines Superpumas mit Forward Looking Infrared, kurz FLIR. Es wird auch zur Lokalisierung und Bergung im Gebirge eingesetzt. Im Falle SHELTER wurden die FLIR-Bilder ins Lageverfolgungszentrum (LVZ) gesendet, um dem Nachrichtenoffizier zusätzliche Augen im Gelände zu geben. Zusätzlich, da in der Umgebung mehrere Beobachtungsposten betrieben wurden, gedeckt und getarnt versteht sich.

Am dritten Tag galt ab der Tagwache ABC Bereitschaftsgrad 2. Ein willkommener Befehl, denn nach drei Tagen in der Kälte waren viele für die zusätzliche Wärmeisolation dankbar. Nach drei Stunden ertönte dann ein C-Alarm. ABC Of Hptm Adrian Kocher hatte Informationen über einen möglichen Chlorgasangriff erhalten. Während rund einer Stunde trug das gesamte Bataillon Schutzmasken ehe die Dekontaminationsstrasse in Betrieb genommen wurde. Gegen Mittag dann war die Übung beendet und das Äuli wurde schnellstmöglich geräumt, da bereits am Nachmittag die nächste Formation das Gelände nutzte.

Obwohl die Wetterbedingungen nicht sehr förderlich waren haben die 29er eine gute Leistung gezeigt und einmal mehr bewiesen, dass sie auch für widrige Einsätze bestens gewappnet sind.