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Geschichtsträchtige Brevetierung zu Küchenchefs

Im Rahmen einer würdigen Beförderung wurden die Küchenchefanwärter der Unteroffiziersschule 48-2 in Thun zu Wachtmeistern befördert. Gut ausgebildet, mit einem reichen Erfahrungsschatz aus der eigenen Dienstzeit in der ausserordentlichen Lage, werden die jungen Chefs mit kulinarischem Geschick für eine gute, gesunde und in der Menge genügende Verpflegung der kommenden Generation Rekruten sorgen.

17.06.2020 | Kommunikation Ausbildungszentrum Verpflegung

Der Kommandant des Ausbildungszenrums Verpflegung, Oberst Michael Graf, beförderte die Anwärter zu Wachtmeistern und Küchenchefs.
Der Kommandant des Ausbildungszenrums Verpflegung, Oberst Michael Graf, beförderte die Anwärter zu Wachtmeistern und Küchenchefs.

 

(Videos untenstehend / Les vidéos se trouve ci-dessous)

Das Gradabzeichen auf den Batten, so schlicht dieses auch daherkommen mag, sagt vieles über die Tragenden aus. Zum einen helfen diese Insignien zumindest teilweise zur Identifikation der militärischen Funktion, zum anderen sagen sie einiges über die Kompetenzen und zum Engagement der Person in der Uniform aus. Der Wille mehr zu leisten als das Minimum, durchbeissen zu können und auch grössere Herausforderungen erfolgreich zu meistern sowie die individuellen Bedürfnisse zugunsten eines grösseren Zieles zurückzustecken dokumentieren diese Insignien ebenfalls. «Sie haben die Wachtmeisterabzeichen nicht geschenkt bekommen, sondern verdient», unterstrich daher auch der Kommandant des Ausbildungszentrums Verpflegung, Oberst Michael Graf, während der Brevetierung der neuen Küchenchefs.

Teamplayer ist gefragt
Sechs Wochen wurden die Küchenchefanwärter auf ihre zukünftige Funktion vorbereitet. Dabei konnten die Klassen- und Fachlehrer auf die Kenntnisse der Anwärter von der zivilen Ausbildung sowie die Erfahrung aus der Rekrutenschule aufbauen. Immer mit dem Wissen im Hinterkopf, dass die Verpflegung als einer der wichtigen Pfeiler der Armee gilt, kommt dem Küchenchef seit jeher eine grosse Relevanz zu. Zusammen mit seinem Küchenteam, bestehend aus Truppenköchen und Küchenlogistikern, muss er seinen Auftrag erfüllen, dreimal täglich eine gute, gesunde und in der Menge genügende Mahlzeit sicherstellen. Dabei sollen gleichzeitig verschiedene Bedürfnisse von verschiedenen Seiten abgedeckt werden. Nicht der Individualist, sondern der Teamplayer ist daher gefragt. Zu einem Team gehört aber immer auch der Teamchef und genau auf diese Rolle wurden die Küchenchefanwärter am Ausbildungszentrum Verpflegung vorbereitet. Von den Klassen- und Fachlehrern angeleitet wurden aus guten Teammitgliedern kompetente Chefs, die wiederum mit den ihnen anvertrauten Küchenbrigaden Leistung erbringen können.

Führungserfahrung sammeln
In seiner Ansprache während der Beförderungsfeier verglich Oberst Michael Graf diese Entwicklung mit einem Aufstieg auf einen Gipfel. Dabei stellte er die kreierten Seilschaften in den Fokus. Zu Beginn grösstenteils angeleitet durch die Klassenlehrer, übernahmen diese während der Unteroffiziersschule immer mehr die Rolle des Coaches und liessen damit die Anwärter vermehrt auch selbst Führungserfahrung sammeln. Der bildhafte Vergleich gipfelte sodann mit der Beförderung zum Wachtmeister. «Sie sind auf dem Gipfel angekommen», verkündete Graf, «geniessen Sie den Ausblick und diesen Augenblick, sie haben es sich verdient, denn diese Momente sind rar.»

Guter Korpsgeist ist wichtig
Speziell war diese Beförderung jedoch aus vielerlei Hinsicht. Die Brevetierung der jungen Frauen und Männer zur neuen Funktion in der Schweizer Armee stand ganz im Zeichen der verordneten Schutzmassnahmen bezüglich dem Coronavirus. Entsprechend durften die Angehörigen diesem Anlass nicht beiwohnen. Lediglich der Gastreferent und Gemeinderat der Stadt Thun, Konrad Hädener, sowie der Aremeeseelsorger, Hauptmann Noël Pedreira und der Stabschef des Lehrverbandes Logistik als Vertreter des Kommandanten, Oberst im Generalstab Cyrille Roux, beehrten die Zeremonie als schulexterne Gäste. Doch nicht nur die Beförderung, der gesamte Militärdienst der neuen Küchenchefs war geprägt durch die ausserordentliche Lage. Diese erforderte auch während der Ausbildung eine erhöhte persönliche Disziplin und von den Verantwortlichen beim Ausbildungszentrum Verpflegung pragmatische Flexibilität bezüglich der Programmgestaltung. Von diesen Erfahrungen können die frischgebackenen Küchenchefs nun im praktischen Dienst profitieren und für ihre Rekruten beste Voraussetzungen schaffen. «Die Auswirkungen des Coronavirus hatten einen grossen Einfluss auf die Ausbildung und das Zusammenleben. Doch nicht auf Ihren Korpsgeist!», lobte der Kommandant, «nehmen Sie diesen Korpsgeist mit und lassen Sie diesen zusammen mit ihrem neuen Team wieder aufleben, geprägt von Ihren Ideen und Ihrer Persönlichkeit.» Denn eines ist gewiss, nur mit einem gesunden Korpsgeist kann sich die Freude und die Leidenschaft an der Funktion erst entfalten und sich so auch in den kulinarischen Resultaten aus der Militärküche manifestieren – zugunsten der Kameradinnen und Kameraden, die mit dem nächsten RS-Start ihre Dienstzeit beginnen werden. Ausbildungszentrum Verpflegung – Wir kochen immer!

 

 

Ansprache Kommandant UOS 48-2: Oberst Michael Graf

Beförderungszeremonie UOS 48-2

Ansprache Gastreferent und Armeeseelsorger