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Der Appell von Mountainbike-Olympiasiegerin Jolanda Neff an die Politik

Im Bernerhof hat Bundesrätin Viola Amherd am Dienstag, 28 September 2021. Parlamentarierinnen und Parlamentarier zum Frühstück geladen. Im Zentrum stand das Thema Sport, der Breiten- und der Spitzensport. Zugegen waren angeführt von Mountainbike-Olympiasiegerin und Sportsoldatin Jolanda Neff vier Medaillengewinnerinnen von Tokio 2021.

28.09.2021 | Kurt Henauer, Kommunikation Komp Zen Sport A

FrühstuckBernmitOlympia
Die drei Olympia Heldinnen mit Bundesrätin Viola Amherd, Kkdt Walser (C Kdo Ausb) und Oberst i Gst Mudry (Kdt Komp Zen Sport A)

Schon vor dem offiziellen Beginn und ihrer kurzen Begrüssungsansprache hatte Sportministerin Viola Amherd einen regen Austausch mit den drei Mountainbikerinnen Jolanda Neff, Sina Frei und Linda Indergand, die in dieser Reihenfolge in Tokio die Olympiamedaillen gewannen, sowie mit Marlen Reusser, der Olympia-Zweiten im Einzelzeitfahren auf der Strasse. Die zwei Sportsoldatinnen Jolanda Neff und Sina Frei sowie Zeitmilitär Spitzensportlerin Linda Indergand sprachen auch mit Korpskommandant Hans-Peter Walser, Chef Kommando Ausbildung, und mit Oberst i Gst Marco Mudry, dem Kommandanten des Kompetenzzentrum Sport Armee in Magglingen, ihrem direkten Vorgesetzten.

Mountainbike-Training wird immer schwieriger

Swiss-Olympic-Präsident Jürg Stahl berichtete über seine Eindrücke an den Olympischen Spielen und strich heraus, wie wichtig in der Schweiz die Vereine und Verbände mit den Ehrenamtlichen seien, damit der Sport, insbesondere auch der Breitensport lebe, der die Basis für den Spitzensport und eben auch Olympia-Medaillengewinnerinnen und -gewinner bilde. Sandra Felix, die stellvertretende Direktorin des Bundesamts für Sport BASPO, zeigte die Bedeutung des Breiten- und Leistungssports sowie deren Förderung durch den Bund auf. Neben den Verbänden spiele für die Elite auch die Spitzensportförderung der Armee eine wichtige Rolle. Und sie wies auch darauf hin, dass der Sport Raum brauche. Dieses Thema nahm Olympiasiegerin Jolanda Neff mit einem flammenden Appell an die Politikerinnen und Politiker auf. „Es wird immer schwieriger in der Schweiz geeignete Mountainbike-Strecken für ein optimales Training zu finden.“ Damit sprach die Sportsoldatin eine Problematik an, die sich an gewissen Orten in der Schweiz gerade auf Wanderwegen – „bei für uns wichtigen steilen Aufstiegen“ (Neff) - akzentuiert hat. Das friedliche und tolerante Nebeneinander wird manchmal strapaziert.

Sportökonom Hippolyt Kempf, Olympiasieger 1988 in der Nordischen Kombination, zeigte am Beispiel der vier Athletinnen, was es alles braucht, um überhaupt Medaillen zu gewinnen. Als Mitautor der Studie „Leistungssport Schweiz – Momentaufnahme Spliss CH 2019“, die von der Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen EHSM erarbeitet wurde, sagte er, wie es um die Leistungssportpolitik 2019 und den sportpolitischen Entwicklungen seit 2011 in der Schweiz steht. In der detaillierten Befragung von Athletinnen und Athleten, Trainern und Leistungssportchefs ist unter anderem herausgekommen, dass die Schweizer Armee eine wichtige Stütze des Leistungssports ist. Die Spitzensportförderung der Armee mit den drei Gefässen Spitzensport-RS, Spitzensport-WK und den 18 Zeitmilitär-Stellen ist in Magglingen integriert. In Tokio wurden 7 von 13 Medaillen von Sportsoldatinnen und -soldaten gewonnen.

Leistungssport Schweiz

Spitzensportförderung in der Armee