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«Sie haben eine einmalige Chance hier in Magglingen»

19.04.2021 | Komp Zen Sport A, Kurt Henauer

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14 Frauen und 40 Männer aus allen Landesteilen der Schweiz sind am 19. April 2021 in die Spitzensport-RS 79 (Klasse 1/21) in Magglingen, die zum Lehrverband Genie/Rettung/ABC gehört, eingerückt. Den Hauptharst unter den Rekrutinnen und Rekruten aus zehn Sportverbänden stellt Swiss-Ski mit 27 Athletinnen und Athleten, also genau der Hälfte.

«Emotionen transportieren, die Schweiz zum Träumen bringen.» Mit diesen Worten begrüsste Oberst im Generalstab Marco Mudry die hoffnungsvollen Nachwuchs-Leistungssportler, die dereinst die Schweizer Bevölkerung mit ihren Leistungen begeistern sollen. Diese 18 Wochen seien eine intensive Zeit, so Mudry, der erst seit wenigen Monaten das Kompetenzzentrum Sport der Armee in Magglingen führt. Zuerst stehen drei Wochen militärische Grundausbildung (Sanität, Fahren, militärische Formen) auf dem Programm, danach zwei Wochen Militärsport-Leiterausbildung – und natürlich jeden Tag das sportartspezifische Training. Die anderen 13 Wochen stehen im Zeichen des Sports und der Wettkämpfe, mit den besten Voraussetzungen für alle. Neben Trainings und Wettkämpfen in der Schweiz ist das Gleiche auch im Ausland möglich, dort allerdings auf Kosten des jeweiligen Verbandes und nicht der Schweizer Armee.

Erstmals eine Fallschirmspringerin

Die Einrückenden und das Kader mussten sich vor dem Betreten der Aula, wo die ersten militärischen Formen (u.a. «Ruhn» und «Achtung») geübt wurden, einem Corona-Schnelltest unterziehen; alle waren negativ. Erstmals bestreitet mit der bereits 43-jährigen Mirjam Lutz auch eine Fallschirmspringerin die Spitzensport-Rekrutenschule. Wie alle anderen auch hat sie die Selektionsrichtlinien der Armee, von Swiss Olympic und des Fachverbands für die Aufnahme in die Spitzensport-RS erfüllen müssen. «2015 habe ich mit dem Fallschirmspringen begonnen», sagte die Aargauerin aus Staufen als klar «Teamälteste» dieser RS. Sie nimmt pro Jahr an rund acht Weltcup-Wettkämpfen teil, wo sie hofft, ganz an die Spitze zu gelangen.

Noch nicht eingerückt sind die sechs Eishockey-Profis, die mit ihren Klubs alle noch in den Playoffs beschäftigt sind; ebenfalls später werden auch zwei Eishockey-Spielerinnen, die zuvor noch an der WM in Kanada teilnehmen, einsteigen. Die Spitzensport-RS dauert bis zum 20. August.