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Ruder-EM Luzern: Mehr als die Hälfte des Schweizer Teams sind Sportsoldaten

Elf Boote mit 10 Ruderinnen und 14 Ruderern umfasst das Aufgebot von Swiss Rowing für die Europameisterschaften in Luzern, die vom 31. Mai bis 3. Juni auf dem Rotsee ausgetragen werden. 14 der 24 Athletinnen und Athleten sind Sportsoldaten.

27.05.2019 | BASPO, Kurt Henauer

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Pascale Walker, Valérie Rosset. Bild: Swiss Rowing

Bei den Frauen wird das Schweizer Aufgebot von Zeitmilitär-Spitzensportlerin Jeannine Gmelin angeführt. Die letztjährige Weltcup-Gesamtsiegerin und WM-Zweite geht als Titelverteidigerin an den Start. Im Doppelzweier der Männer sitzen Zeitmilitär-Spitzensportler Barnabé Delarze und Sportsoldat Roman Röösli, der im Vorjahr im Einer EM-Bronze gewonnen hatte.

Mit Ausnahme des Frauen-Leichtgewicht-Einers und des -Doppelzweiers mit Frédérique Rol und Patricia Merz, die im Vorjahr bei den EM im 3. Rang klassiert waren, sitzt in jedem der elf Boote von Swiss Rowing (Schweizerischer Ruderverband SRV) mindestens eine Athletin oder ein Athlet, der als Sportsoldat eingeteilt ist. Bei den vier Ersatzleuten sind drei militarisiert. Im letzten Jahr absolvierten die militarisierten Schweizer Ruderer in Trainings und Wettkämpfen 1402 WK-Tage; in diesem Jahr sind es bereits 815. Nicht eingeschlossen sind da die beiden Zeitmilitär-Spitzensportler Gmelin und Delarze.

Armeeunterstützung von grosser Bedeutung

Sehr zu schätzen weiss der SRV-Direktor Christian Stofer das Engagement der Armee: «Die Unterstützung durch die Armee ist für Swiss Rowing aus finanzieller Hinsicht von grosser Bedeutung. Die beiden Zeitmilitär-Spitzensportler Jeannine Gmelin und Barnabé Delarze haben durch die Anstellung in der Armee mit einem halben Jahreslohn finanzielle Sicherheit. Die als Sportsoldaten eingeteilten Athletinnen und Athleten können je nach Alter bis zu 130 Trainings- und Wettkampftage absolvieren, die durch Erwerbsersatz und Sold abgegolten werden.»