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Militärakademie an der ETH Zürich

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Die Militärakademie (MILAK) an der ETH Zürich ist die Ausbildungsstätte für die Aus- und Weiterbildung der Berufsoffiziere der Schweizer Armee. Sie ist ein national und international anerkanntes Kompetenzzentrum für Militärwissenschaften sowie ein Kompetenzzentrum für Assessment Center der Armee. Als international anerkanntes Hochschulinstitut ist sie die führende Institution für militärwissenschaftliche Forschung in der Schweiz. Das Kompetenzzentrum für Assessment Center der Armee trägt zu einer professionellen Auswahl und Entwicklung wichtiger Kaderfunktionen bei. Die MILAK leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Auftragserfüllung der Armee und zur Sicherheit und Freiheit der Schweiz.


Nachbefragung «Sicherheit 2022»: Kritischere Betrachtung der Neutralität, grösserer Pessimis-mus und stärkere Befürwortung der Armee infol-ge des Krieges in der Ukraine

Mit dem Krieg in der Ukraine blicken Schweizerinnen und Schweizer pessimistischer in die Zukunft. Der Krieg führt zu einer kritischeren Sicht auf die Schweizer Neutralität. Gleichzeitig werden sicherheitspolitische Kooperationen mit der NATO oder der EU beliebter. Zudem wollen Schweizerinnen und Schweizer die Verteidigungsfähigkeit der Schweiz stärken. Deshalb werden eine gute Ausbildung und Ausrüstung der Armee gefordert. Dies zeigen die Ergebnisse der Nachbefragung der Studie «Sicherheit 2022», die von der Militärakademie (MILAK) an der ETH Zürich und dem Center for Security Studies (CSS) der ETH Zürich herausgegeben wird. Die Nachbefragung fand Anfang Juni 2022 statt.

Schweizerinnen und Schweizer blicken pessimistischer in die Zukunft als noch im Januar 2022. Dies betrifft einerseits die nahe Zukunft der Schweiz (22% pessimistisch, +9 Prozentpunkte) als auch die Zukunft der weltpolitischen Lage (76% pessimistisch, +8 Pp). Eine Mehrheit von 58% geht davon aus, dass es in Zukunft zu mehr kriegerischen Konflikten in Europa kommen wird. Jede dritte Person berichtet, aufgrund des Krieges in der Ukraine ängstlicher geworden zu sein.

Kritischere Sicht auf die Neutralität

Zwar steht die Schweizer Bevölkerung mit einer Befürwortung von 89% nach wie vor klar hinter dem Neutralitätsprinzip. Erstmals seit über 20 Jahren zeigt sich jedoch ein Rückgang bei der Zustimmung zur Schweizer Neutralität (–8 Pp im Vergleich zum Januar 2022). Allgemein wird die Neutralität deutlich kritischer betrachtet als in den letzten Jahren. So sind nur noch 58% der Schweizer und Schweizerinnen davon überzeugt, dass die Neutralität die Schweiz vor internationalen Konflikten schützt. Im Januar 2022 waren es noch 69%. Zunehmend als Hindernis für die Neutralität wird auch die internationale Verflechtung der Schweiz gesehen. 39% (+10 Pp) sehen deshalb Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Neutralität.

Sicherheitspolitische Kooperationen werden beliebter

Mit 52% (+7 Pp gegenüber Januar 2021) ist die Zustimmung zu einer Annäherung der Schweiz an die NATO auf einem Höchststand. Zwar ist auch der Wunsch nach einem NATO-Beitritt mit 27% Zustimmung deutlich höher als in früheren Jahren, eine klare Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer spricht sich jedoch wie bis anhin dagegen aus. Deutlich mehr Unterstützung als vor dem Krieg in der Ukraine findet die Haltung, dass eine Mitgliedschaft in einem europäischen Verteidigungsbündnis der Schweiz mehr Sicherheit bringen würde als die Beibehaltung der Neutralität (35% Zustimmung, +12 Pp gegenüber Januar 2021).

Verteidigungsfähigkeit der Schweiz stärken

Die positive Haltung der Schweizerinnen und Schweizer gegenüber der Armee hat sich weiter akzentuiert. Die Zustimmung zur Notwendigkeit ist auf 80% (+5 Pp) gestiegen. Vor allem aber hat die Forderung nach einer «vollständig ausgerüsteten» Armee zugenommen und erreicht einen Höchstwert von 74%. Grosse Veränderungen aufgrund des Krieges in der Ukraine zeigen sich auch bei der Einschätzung zu den Verteidigungsausgaben. Schweizerinnen und Schweizer, welche die Armeeausgaben als «zu wenig» hoch bewerten, machen nun 19% (+12 Pp) aus. Seit Messbeginn in den 1980er Jahren war dieser Anteil noch nie so gross. Die Meinung, dass die Schweiz «zu viel» für die Verteidigung ausgibt, wird hingegen neu von 30% vertreten. Dies entspricht einem Rückgang von 12 Prozentpunkten und ist der bis anhin tiefste je gemessene Wert.

Durchführung der Nachbefragung

Aufgrund des Krieges in der Ukraine (24. Februar 2022) wurden zwischen dem 30. Mai und dem 17. Juni 2022 1003 Stimmberechtigte repräsentativ aus der Deutschschweiz, der Westschweiz und dem Tessin durch das Meinungsforschungsinstitut LINK telefonisch befragt. Der Stichprobenfehler liegt bei einem Sicherheitsgrad von 95% im ungünstigsten Fall bei ±3.2%.

Kontakt/Rückfragen:

Dr. phil. Tibor Szvircsev Tresch
Hauptherausgeber Studienreihe «Sicherheit» / Dozent Militärsoziologie
Tel.: +41 58 484 82 32, Mobil: +41 79 333 22 51

Herausgeber:

Verteidigung

Herbsttagung 2022

 Wir freuen uns, Sie am 10. September 2022 an der ETH wieder zur Herbsttagung der MILAK begrüssen zu dürfen. Diese wird unter der Aegide der Dozentur Führung und Kommunikation durchgeführt zum Thema «Wie führen in der Digitalisierung?».

Bitte kontaktieren Sie uns für eine Einladung.


Aktuelle Themen

Nachbefragung Studie «Sicherheit 2022»

Nachbefragung

Mit dem Krieg in der Ukraine blicken Schweizerinnen und Schweizer pessimistischer in die Zukunft. Der Krieg führt zu einer kritischeren Sicht auf die Schweizer Neutralität. Zudem wollen Schweizerinnen und Schweizer die Verteidigungsfähigkeit der Schweiz stärken. Deshalb werden eine gute Ausbildung und Ausrüstung der Armee gefordert.

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Diplomfeier BLG 18

Diplomfeier BLG 18

Elf Absolventen des Bachelorlehrgang 18 erhielten am Donnerstag, 17. März an der Militärakademie (MILAK) der ETH Zürich ihr Diplom als Berufsoffizier. Brigadier Hugo Roux, Kommandant der MILAK, übergab die Diplome und gratulierte den Absolventen zur Aufnahme ins Korps der Berufsoffiziere.

Auszeichnung für die weltweit beste militärhistorische Dissertation

Auszeichnung für die weltweit beste militärhistorische Dissertation

Der André-Corvisier-Preis für die weltweit beste militärhistorische Dissertation wird jährlich von der internationalen Kommission für Militärgeschichte, einem Gremium der UNESCO, vergeben. Dieses Jahr hat sie den Preis an Marcel Berni, wissenschaftlicher Assistent der Dozentur Strategische Studien, vergeben für seine Dissertation über den Vietnamkrieg.

Kommandoübergabe an der Militärakademie

Kommandoübergabe

Brigadier Peter C. Stocker übergab Ende Juni das Kommando der Militärakademie (MILAK) an seinen Nachfolger, Brigadier Hugo Roux. Der Anlass fand aufgrund der Corona-Pandemie im kleinen Kreis in der Kaserne Reppischtal in Birmensdorf (ZH) statt.

Diplomfeier MS 20

Militärschule_MS_20

 

Am 15. Oktober 2021 wurden fünf Absolventen und einer Absolventin der Militärschule 20 das Diplom als Berufsoffizier der Schweizer Armee verliehen. Im Beisein von geladenen Gästen und Angehörigen überreichte Brigadier Hugo Roux die Diplome. Oberleutnant Dario Urheim wurde separat als Klassenbester ausgezeichnet.


Der Kommandant und alle Mitarbeitenden der MILAK wünschen den Absolventen viel Erfolg in Ihren zukünftigen Funktionen.

Studie «Sicherheit 2022»: Sicherheit vor Freiheit

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Im Januar 2022, also vor Beginn des Krieges in der Ukraine, gewichtete die Schweizer Stimmbevölkerung Sicherheit höher als Freiheit, fühlte sich sicher und hatte grosses Vertrauen in Institutionen. Dies zeigen die Ergebnisse der diesjährigen Studie «Sicherheit», die von der Militärakademie (MILAK) an der ETH Zürich und dem Center for Security Studies (CSS) der ETH Zürich herausgegeben wird. Ob sich die Einstellung der Bevölkerung aufgrund des Ukraine-Krieges geändert hat, darüber wird eine Nachbefragung Aufschluss geben, deren Ergebnisse im Sommer vorliegen werden.

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Sanremo 2022 - «Competition on International Humanitarian Law (IHL) for Military Academies»

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Unter Leitung von Oberst Markus Zimmermann (GS-VBS) durfte ein Team von 3 Berufsoffiziersanwärtern des Bachelorlehrgangs 2020 der MILAK an der jährlich stattfindenden «Competition on International Humanitarian Law (IHL) for Military Academies» teilnehmen. Hptm Florian Schlegel, Oblt Kai Tamer Kavlak und I ten Alessandro Trombini vertraten dabei die Schweizer Armee in Sanremo (ITA). Vom 21. – 25. März 2022 massen sich Kadetten aus der ganzen Welt im Bereich der Anwendung des Kriegsvölkerrechts. Die Teilnehmenden organisierten sich dabei in international gemischten Teams. Neben den von einer Jury bewerteten Leistungen wird jeweils ein weiterer Preis verliehen, derjenige des «Spirit of Sanremo», welcher von den Kadetten selber auserkoren wird. Am Freitagmorgen wurde mittels Urnengang allen Kadetten die Möglichkeit gegeben, eine Einzelperson oder ein Team für den Preis zu nominieren. Dabei hat unsere Schweizer Delegation diesen Preis «Spirit of Sanremo» gewonnen. Unseren 3 jungen Berufsoffiziersanwärtern sei dazu für diese tolle Leistung und die gelebte internationale Integrationsfähigkeit herzlich gratuliert. Das Bild zeigt unser Team bei der Preisübergabe (von links: Oblt Kavlak, I ten Trombini, Hptm Schlegel und Delegationsleiter Oberst Zimmermann).

Broschüren MILAK


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Kommandant

Militärakademie (MILAK) an der ETH Zürich Kaserne Reppischtal
CH-8903 Birmensdorf
Tel.
+41 58 484 82 82

E-Mail


Kurzadresse


www.armee.ch/milak

Militärakademie (MILAK) an der ETH Zürich

Kaserne Reppischtal
CH-8903 Birmensdorf

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