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Vollerfolg beim 100-km-Marsch

Das gab es schon Jahre nicht mehr. Alle gestarteten Berufsunteroffiziersanwärter haben ohne Verluste den 100-Kilometer-Marsch erfolgreich abgeschlossen. Am Freitagmorgen, 9. Oktober 2020, sind sie nach knapp 24 Stunden in Romanshorn im Ziel angekommen. Auch Divisionär Germaine Seewer, Kommandant Höhere Kaderausbildung der Armee, hat sie auf Teilstrecken begleitet und im Ziel empfangen.

19.10.2020 | Kommunikation HKA, Michelle Steinemann

Hauptfeldweibel Amade Schaller stand vor seiner Gruppe und meldete dem Kommandanten BUSA einen erfolgreichen 100-km-Marsch.
Hauptfeldweibel Amade Schaller meldete dem Kommandanten BUSA einen erfolgreichen 100-km-Marsch.

Erschöpft, glücklich, sprachlos: Die Emotionen bei der Ankunft nach 100 Kilometern waren überwältigend. «Gewaltig, dass Sie es alle geschafft haben», lobte Brigadier Heinz Niederberger die Berufsunteroffiziersanwärter. Der Kommandant der Berufsunteroffiziersschule der Armee weiss aus eigener Erfahrung, dass dieses Erlebnis prägend ist. Der Stolz war ihm denn auch anzumerken: «Jeder von Ihnen hat sowohl seinen persönlichen Tiefpunkt als auch eine scheinbare Grenze überwunden.» Die persönlichen Grenzen zu finden und zu überwinden, sei das Ziel des Marsch gewesen, was mit der Zielankunft erfüllt worden war.

Ungeahnte Unterstützung

Morgens um halb vier hat Divisionär Seewer die Marschierenden besucht und ihnen «Enzli» – ein Mandel-Zucker-Gebäck aus Kriens – mitgebracht. Die frühen Morgenstunden seien aus ihrer Sicht besonders kritisch, weshalb sie die Truppe zu dem Zeitpunkt motivieren wollte. Dafür brachte sie die Verpflegung mit und begleitete die Gruppen einige Kilometer auf ihrem Marsch.

Erleichterung war spürbar

Hauptfeldweibel Matthias Vittori erreichte seinen Tiefpunkt nach 70 Kilometern, wobei schon nach 50 Kilometern die Füsse zu schmerzen begannen, wie er sagt. Er half sich, indem er sich mantraartig vergegenwärtigte: weiterlaufen, weiterlaufen, weiterlaufen.

Bei Adjutant Unteroffizier Pascal Fuchs war mehr nötig. Beinahe apathisch sass er nach dem Marsch im Ziel und konnte seine Gefühlslage nicht richtig beschreiben. Was er aber stets wiederholte: «Ohne meine Kameraden hätte ich es unmöglich geschafft.»

Teil der Abschlussübung

Der 100-km-Marsch ist ein Teil der Abschlussübung, bevor die Berufsunteroffiziersanwärter im Dezember zum Berufsunteroffizier befördert werden. Bis zum Abschluss müssen sie noch die letzten Module der Ausbildung für den eidgenössischen Fachausweis Ausbilder/-in bestehen. Dann steht ihnen nichts mehr im Weg für die Laufbahn als Berufsunteroffizier der Schweizer Armee.