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"Ich habe den Löwen gefunden!"

Der nationale Zukunftstag wurde an der Höheren Kaderausbildung der Armee in Luzern gut genutzt. Eine Gruppe von zehn Jungen und Mädchen erlebte einen abwechslungsreichen Tag mit einem spannenden Programm.

12.11.2021 | Kommunikation HKA, Rosmarie Brunner

Frau Divisionär Germaine Seewer begrüsste die Gruppe der jungen Besuchenden zum Zukunftstag.
Frau Divisionär Germaine Seewer begrüsste die Gruppe der jungen Besuchenden zum Zukunftstag.

Noch lag dicker Nebel über der Luzerner Allmend, als Frau Divisionär Germaine Seewer, Kommandant der Höheren Kaderausbildung der Armee, neun Jungen und ein Mädchen am Morgen des nationalen Zukunftstages begrüsste. "Eigentlich hätte ich mir Sonnenschein gewünscht, aber das ist in Luzern im November anscheinend schwer zu bekommen", meinte sie lachend.
Nachdem Divisionär Seewer allen Teilnehmenden in ihrem Büro kurz ihre Arbeit vorgestellt hatte, ging es für die jungen Besuchenden in zwei Gruppen aufgeteilt weiter. Als erstes durften sie einen Tarnanzug fassen und anprobieren – "genau wie richtige Rekruten, wenn ihr einrückt", sagte Oberstleutnant Peter Schubert, der die Gruppe begleitete. Und obwohl da eine Hose etwas lang, hier eine Jacke etwas gross war: Der Spass war den Teilnehmenden anzusehen. Erst recht, als sie mit HKA-Badge, Truppengattungs-Kragenspiegel und Funktionsabzeichen ausgerüstet wurden.

Funken im Panzer

Ein Plan, darauf fünf Tiersymbole versteckt: Oberstleutnant i Gst Philipp Galliker erklärte in der Generalstabsschule den Teilnehmenden ihren Auftrag. Einzeln auf fünf Panzer verteilt, die als Arbeitsplatz dienten, mussten sie möglichst schnell das ihnen zugeteilte Tier auf der Karte finden. Manche wurden rasch fündig: "Ich habe den Löwen gefunden!", tönte es aus einem Panzer. Andere hatten nicht auf Anhieb Erfolg, doch dank der Verbindung über Funk konnte man einander helfen und Hinweise geben. Dieser Posten rief viel Begeisterung hervor – "das war megacool", meinte ein Junge dazu.
Aufmerksam mit dabei waren die Teilnehmenden bei der Feldpost. Adjutant Unteroffizier Manuel Kurmann erklärte mit viel Verve und Engagement die Aufgaben der Feldpost, vom Wäschesäckli für Rekruten über die Geldausgabe bis zum Frässpäckli. Ein solches durften die Teilnehmenden selber packen, adressieren und an ihre Klasse schicken – "wenn alles einwandfrei klappt, habt ihr schon morgen ein Znüni bei euch in der Schule", sagte Manuel Kurmann.
Einen echten Lebensweltbezug schuf auch Oberstleutnant i Gst Pirmin Knüsel von der Zentralschule. Anstelle trockener Theorie gab es hier knackige Praxis. In Zweier- und Dreierteams planten die Teilnehmenden ihre nächste Schulreise, notabene mit militärischen Möglichkeiten – "für einmal spielt das Budget keine Rolle", sagte Knüsel schmunzelnd. Statt zu Fuss ging es daher virtuell mit dem Flugzeug auf den Säntis. Zum Schluss des Tages besuchten die Gruppen das Service-Center sowie das Lager, wobei das Letztere mit seiner grossen Anzahl an Schreib- und Büromaterial die Kinder ins Staunen versetzte.

Imagepflege steht im Zentrum

"Der Zukunftstag ist eine gute Möglichkeit, um unseren Arbeitsort und die militärische Welt mit all ihren Facetten den Jungen und Mädchen vorstellen zu können", sagte Oberstleutnant Peter Schubert. Man wolle Öffentlichkeitsarbeit betreiben und aufzeigen, wo die Mutter, der Vater täglich arbeite, was sie eigentlich machten.
"Die Kinder heute zu begleiten hat sehr viel Spass gemacht", so Schubert weiter, "sie waren unvoreingenommen, neugierig und hochmotiviert bei der Sache." Offensichtlich hatte es auch für jeden etwas dabei: Den einen gefiel das Anprobieren des Tarnanzuges sehr gut, andere genossen das Mittagessen zwischen den Panzern, und natürlich fand das Frässpäckli grossen Anklang. Zum Schluss des Tages verabschiedete Divisionär Germaine Seewer die junge Besucherin und die jungen Besucher, bedankte sich für ihr Interesse und stellte bei strahlender Herbstsonne erfreut fest: "Das Luzerner Wetter hat sich doch noch eines Besseren besonnen."