print preview Zurück zur Übersicht Höhere Kaderausbildung der Armee

Diensttage als Medien- oder Kommunikationstrainer leisten

Angehörige der Armee (AdA) mit einem zivilen Hintergrund in Journalismus, Kommunikation oder Medienarbeit haben nach der absolvierten Rekrutenschule die Möglichkeit, ihre Diensttage als Medien- oder Kommunikationstrainer/-in zu absolvieren. Einerseits profitiert die Armee dadurch von zivilem Expertenwissen, andererseits geniessen die AdA viele Vorteile für ihre militärische und berufliche Laufbahn.

16.04.2020 | Kommunikation HKA

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Kommunikation als integraler Teil der Führungsaufgabe

Wie wird adressatengerecht, präzis und verständlich kommuniziert? Der Fachstab Management, Informations- und Kommunikationsausbildung der Armee (MIKA) widmet sich gezielt solchen Fragen, nehmen sie doch einen ganz besonderen Stellenwert ein: Vom Offiziersanwärter bis zum Höheren Stabsoffizier, beginnend mit den Grundlagen erfolgreicher Kommunikation bis hin zur Krisenkommunikation, schult der Fachstab MIKA die Teilnehmenden, wie man als Chef auftritt und situationsgerecht kommuniziert.

Dafür rekrutiert die Armee laufend Expertinnen und Experten, die sie als Medien- oder Kommunikationstrainer/‑innen für diese Ausbildungen einsetzen. Nach erfolgter Bewerbung und bestandenem Assessment werden die Anwärter/-innen dann, nach Zustimmung des verantwortlichen Kommandanten, aus ihrer alten Funktion enthoben und in den Fachstab MIKA umgeteilt. Nach einer zweiwöchigen internen Ausbildung werden sie als Trainer/-innen eingesetzt.

Flexible Kurzeinsätze

Während die Einsatzplanung nach Bedarf der jeweiligen Kurse erfolgt, können die rund 200 Trainer die Planung ihrer Diensttage mitgestalten. Diese Form der Mitbestimmung und zielgerichteten Aufgebote kommen bei den AdA gut an. Aber auch die fachliche Übereinstimmung des Militäreinsatzes mit ihrer beruflichen Laufbahn ist ein grosses Plus, sowie das professionelle Netzwerk, das im MIKA aufgebaut werden kann.

FachOf Remo Aeschbacher, Chef Personalpool Medientrainer, erinnert sich gerne an seinen Einstieg im MIKA vor acht Jahren zurück: «Während meines Studiums war ich gezwungen, meine vierwöchigen WKs ständig zu verschieben. Die Umteilung ins MIKA hat mir nicht nur ermöglicht, überhaupt regelmässig Dienst zu leisten, sondern auch wertvolle Parallelen zu meiner zivilen Laufbahn zu schaffen». Das MIKA pflegt eine einzigartige Kultur, geprägt von einer intrinsisch getriebenen Tätigkeit und einer Professionalität, die stets am Puls der Zeit ist, so Aeschbacher. Der Austausch in der MIKA-Community und die Pflege des Netzwerks spiele dabei eine grosse Rolle.

Als Medientrainer militärische Führungskräfte auf den «Ernstfall» vor der Kamera vorbereiten

Während AdA mit beruflicher Erfahrung in Kommunikation als Kommunikationstrainer eingesetzt werden, engagieren sich solche mit journalistischen oder medienwissenschaftlichen Backgrounds als Medientrainer/-innen. Letztere trainieren meist höhere Offiziere für einen möglichen Auftritt vor der Kamera. Im Zentrum der Ausbildung stehen Kurzinterviews oder Statements, wie sie zuletzt etwa während der Corona-Krise mehrfach durch höhere Stabsoffiziere gegeben wurden.

In Anbetracht der Überschaubarkeit der Menge an militärdienstpflichtigen Journalistinnen und Journalisten mit noch mindestens 65 Diensttagen ist der Rekrutierungseffort ein stetiger. «Wir wollen die Besten», so Aeschbacher. Es sei deshalb wichtig, trotz knapper Grundgesamtheit die hohen Selektionskriterien aufrecht zu erhalten. Die Nachfrage an Medientrainerinnen und ‑trainern sei hoch und aufgrund eingeschränkter Werbemassnahmen sei das MIKA auf Mund-zu-Mund-Werbung der Funktion innerhalb der Armee angewiesen.

Kennen Sie Dienstpflichtige mit entsprechenden Profilen? Dann lassen Sie es uns wissen! Weiterführende Informationen und das Bewerbungsformular finden Sie unter www.armee.ch/mika.