print preview Zurück zur Übersicht Höhere Kaderausbildung der Armee

Wirtschaft und Armee im Dialog

Unternehmungen, die keine dienstpflichtigen Mitarbeitenden einstellen oder gar eine militärische Karriere mit einer Kündigungsandrohung unterbinden, gibt es immer wieder. Dass die Armee für die Wirtschaft jedoch in vielerlei Hinsicht gewinnbringend sein kann, war Thema des Anlasses «Dialog Wirtschaft und Armee» vom 25. März 2019.

29.03.2019 | Kommunikation V / HKA

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Valentin Vogt, Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes, ist von der Wichtigkeit einer Armee überzeugt und hat deshalb bei der Organisation des Anlasses tatkräftig mitgewirkt. «Die Schweizer Unternehmungen werden dank einer stabilen Infrastruktur als verlässliche Partner geschätzt. Für die Sicherstellung dieser Stabilität ist die Armee von grosser Bedeutung», ist Vogt denn auch überzeugt.

Die Armee zeigte sich heute unerwartet offen und nahbar. Mir gefällt, dass sie den Fokus auf die Lösungsorientierung und die Sozialkompetenz legt.


Markus Zurkirchen, Securitas Regionaldirektion Luzern)

 

Korpskommandant Baumgartner zeigte auf, dass es durchaus möglich ist, Militär und Ausbildung unter einen Hut zu bekommen. So sei ein gangbarer Weg, direkt nach der Matura die Rekrutenschule zu absolvieren und die Offiziersschule anzuhängen, um dann ein Jahr später mit dem Studium beginnen zu können. «Durch die Kaderlaufbahn nutzen sie das Jahr, das sie sowieso investieren müssen, sinnvoll», resümiert er.  

 Es ist begeisternd zu sehen, wie sich die Führungsausbildung verbessert hat.


Dipl. Ing. ETH Christoph Schmid, CEO Consulting Gruppe Zürich AG)

 

Divisionär Daniel Keller, Kommandant Höhere Kaderausbildung der Armee, zeigte auf, dass Führung auch ein Handwerk ist, das gelernt werden kann. Die militärische Führungsausbildung ist zivil bei Verbänden sowie diversen anderen Hochschulen anerkannt. Und Keller gab zu bedenken: «Unsere Milizarmee besteht aus Bürgerinnen und Bürgern wie Ihnen. Sie haben jederzeit die Gelegenheit, uns zu besuchen. Denn ein gegenseitiges Kennen und Verstehen ist die Basis für ein gemeinsames Miteinander.»

Meine Erwartungen an einen spannenden Anlass haben sich voll und ganz erfüllt. Ich habe viele interessante Einblicke und Gedankenanstösse erhalten.


Angelika Rinner, Head of Organisation & Human Resources, Holcim Schweiz & Italien

 

«Was unsere Führungsausbildung einzigartig macht, ist die Systematik, die über alle Stufen hinweg angewendet wird – und genauso im Zivilen angewendet werden kann», zeigte Brigadier Peter Baumgartner, Kommandant Zentralschule, anhand einiger Beispiele auf. Zwar sind Offiziere jedes Jahr für den Truppendienst beruflich abwesend, das kann niemand schönreden. Für das Wissen, das sie aber aus einem Lehrgang und aus ihren praktischen Erfahrungen ins Unternehmen zurückbringen, lohnt sich diese Abwesenheit allemal. Korpskommandant Daniel Baumgartner wies auf einen entscheidenden Vorteil der militärischen Führungsausbildung hin: «Die Anfängerfehler machen sie bei uns.»

Der Anlass heute war keine oberflächliche Informationsvermittlung, sondern ein vertiefter und vielfältiger Dialog mit den Personen vor Ort.


Dr. Thomas Bösch, Head People and Organization Switzerland, Novartis Pharma AG