print preview Zurück zur Übersicht Kommando Ausbildung

Kompaniekommandanten im angeregten Austausch

Korpskommandant Hans-Peter Walser, Chef Kommando Ausbildung, hat sich in Wangen an der Aare (BE) mit Kompaniekommandanten getroffen. Diese leisten aktuell ihren praktischen Dienst. Der Tag bestand aus interaktiven Präsentationen und Workshops in kleinen Gruppen. In diesem Rahmen konnten sich die angehenden Kommandanten kennenlernen und Erfahrungen austauschen.

09.09.2021 | Kommunikation Verteidigung, Victor Polla

Lehren aus der Praxis, im Workshop diskutiert. ©VBS/DDPS, Victor Polla

Zwei Werte verbinden die Themen, die Korpskommandant Hans-Peter Walser seinen Kompaniekommandanten in Wangen an der Aare (BE) vorstellte: Verantwortung und Vertrauen. Die Verantwortung der Kommandanten ist immer und überall zentral. Sie wird durch das Vertrauen in die Vorgesetzten und Direktunterstellten ergänzt. Eigene Ziele kommunizieren und eine klare Linie verfolgen zu können, ist laut Walser zudem die Grundlage für zielorientiertes Führen.

Korpskommandant Walser stellte die Prävention in den Vordergrund: «Ich möchte sicherstellen, dass es in unserer Armee keinen Platz für Diskriminierung gibt. Ich rufe Sie dazu auf, dies zu beachten», so Walser. Er fügte hinzu: «Es liegt an Ihnen, eine Kultur zu schaffen, die eine Diskussion auf Kompanie- und Zugsebene ermöglicht.» Der Chef Ausbildung der Schweizer Armee zeigte sich überzeugt: «Wenn wir uns kennenlernen, können wir Diskriminierung vermeiden. Gleichzeitig fördern wir den Einbezug aller.»

Militärische Führung ist ein wertvolles Gut

Oberst Peter Wyser, Mitglied des Milizstabes und in der Privatwirtschaft tätig, zeigte den jungen Kommandanten den Mehrwert der militärischen Führungsausbildung für ihre berufliche Laufbahn auf. Er betonte, dass sie wie Manager fähig sein müssten, Standards zu setzen: «Der Kompanierapport ermöglicht es Ihnen, einen Stab zu leiten. Dieser kann Ihre Vorstellung von der Dienstleistung umsetzen und dabei ein hohes Qualitätsniveau halten.»

Innovations-Workshop

Wie können das heutige Dienstmodell und die militärische Ausbildung als Teil der Vision 2030 in den kommenden Jahren verbessert werden? Oberst im Generalstab Bernhard Horn arbeitet als Leiter des Bereichs Projekte & Entwicklung an den Berichten «Dienstleistungsmodell» und «Ausbildungskonzept». Horn und sein Team haben Workshops zum Thema mit total 150 Milizangehörigen und mit Mitarbeitenden der Gruppe Verteidigung durchgeführt. Das Ziel ist, eine breite Konsultation zu ermöglichen.

Auch die Einheitskommandanten befassten sich in kleinen Gruppen mit den Themen «Dienstleistungsmodell» und «Ausbildungskonzept». Am Ende des Workshops erinnerte Oberst Horn die Teilnehmenden: «Wir können nicht bis 2030 warten, um uns zu verbessern.» Er nannte mehrere Beispiele für Massnahmen aus früheren Workshops, die derzeit evaluiert werden. Korpskommandant Walser war zufrieden: «Es wäre eine verpasste Chance gewesen, uns nicht mit unseren zukünftigen Kommandanten zu beraten.»

Erfolgreiches Konzept

Die Gespräche waren zahlreich, manchmal kritisch, aber immer aufrichtig. Die Kommandanten nahmen viel mit aus ihren Diskussionen. Sollte es eine Neuauflage geben, würden Sie ihre Gespräche sogar beim gemeinsamen Abendessen weiterführen.

Präsentation der Workshop-Resultate: Korpskommandant Hans-Peter Walser (rechts) hört aufmerksam zu. ©VBS/DDPS, Victor Polla