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Freiwillige Covid-19-Impfung in den Rekrutenschulen: Zum Schutze aller

Rekruten und Kader haben in der bevorstehenden Sommer-Rekrutenschule erstmals die Möglichkeit, sich freiwillig gegen Covid-19 impfen zu lassen. Die Impfung schützt nicht nur die Armeeangehörigen selber, sondern auch deren Kameradinnen und Kameraden und nicht zuletzt auch ihr privates Umfeld. Die bewährten Schutzkonzepte bleiben bis auf Weiteres bestehen, um die Gesundheit aller bestmöglich zu schützen.

17.06.2021 | Kommunikation Verteidigung, Michael Senn

Bei der sanitarischen Eintrittsmusterung können die Rekruten angeben, ob sie geimpft werden möchten oder nicht. ©VBS/DDPS, ZEM / André Scheidegger

Am 5. Juli 2021 treten rund 10'000 Rekruten und 2'800 Kader in die Rekrutenschule (RS) 2/21 ein. Sie haben in der Sommer-RS erstmals die Möglichkeit, von einer freiwilligen Covid-19-Impfung Gebrauch zu machen. Alle Einrückenden werden zudem wie bis anhin in den ersten 48 Stunden auf das Coronavirus getestet, und während des ersten Dienstwochenendes gilt eine Urlaubssperre. Damit soll sichergestellt werden, dass allfällig infizierte Personen das Virus nicht nach aussen tragen.

Kein Impfzwang

Die Rekrutenschulen bieten in der zweiten sowie in der sechsten RS-Woche freiwillige Impftermine an. Medizinisches Fachpersonal aus den Sanitätstruppen und dem militärärztlichen Dienst (Militärärztlicher Dienst (admin.ch)) führen die Impfungen durch. Damit wird denjenigen Rekruten und Kadern, die noch nicht die Möglichkeit hatten, sich impfen zu lassen, eine Impfung ermöglicht.

Dies schützt nicht nur die Armeeangehörigen selber, sondern auch deren Kameradinnen und Kameraden und nicht zuletzt auch das private Umfeld. Weiter leistet die Armee dadurch einen Beitrag an die Durchimpfung der Schweizer Bevölkerung und stellt ihre Ausbildung und die Einsatzbereitschaft sicher. Rekruten und Kader, die sich nicht impfen lassen möchten, brauchen dies lediglich auf dem Fragebogen, den sie zu Beginn der RS ausfüllen, zu vermerken.

Schutzkonzepte bleiben bestehen

Die Schutzkonzepte in den Kasernen kommen weiterhin zum Tragen. Sie haben sich über die letzten Monate bewährt und sind mehrmals aktualisiert worden. Dadurch konnten hohe Ansteckungszahlen vermieden und die Rekrutenschulen erfolgreich durchgeführt werden. Ein wichtiges Instrument zur Eindämmung der Pandemie waren die regelmässigen Testungen in den Schulen. Rekruten und Kader, die auf eine Impfung verzichten, werden aktuell weiterhin getestet und müssen sich bei einem engen Kontakt mit Infizierten in Quarantäne begeben.

Lockerungsmassnahmen wie beispielsweise das Aufheben der Maskenpflicht hängen auch nach der zweiten Impfung von der Entwicklung der epidemiologischen Lage und den Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit (BAG) ab. Allfällige Lockerungsschritte werden in enger Absprache mit dem Oberfeldarzt beurteilt und erlassen.

Angepasstes Programm

Für den Fall, dass bei Geimpften Nebenwirkungen eintreten, stehen der Armee genügend Behandlungsmöglichkeiten und Betten zur Verfügung. Die Impfstoffe sind gut verträglich und die Reaktionen sind meist mild bis moderat und von kurzer Dauer. Die Schulkommandanten wurden auf diesen Umstand sensibilisiert und darauf hingewiesen, rund um die Impftermine besonders auf den gesundheitlichen Zustand der Truppe zu achten. Das Ausbildungsprogramm wurde in den betroffenen RS-Wochen so angepasst, dass Aktivitäten, die mit grosser körperlicher Anstrengung einhergehen, möglichst vermieden werden.