print preview Zurück zur Übersicht Kommando Ausbildung

Polyvalenz der MILAK Teilnehmer in der Militärküche

Als Teil ihrer Ausbildung haben heute mehrere Lehrgänge zukünftiger Berufsoffiziere einen Blick hinter die Kulissen der Ausbildung der Militärköche geworfen. Als Highlight durften sie ihr Mittagessen gleich selbst auf der Detachementsküche zubereiten.

13.08.2019 | Kommunikation Ausbildungszentrum Verpflegung

Konentriertes Arbeiten an der Detachementsküche

 

Im Militär sorgen die Küchenfunktionäre täglich für die Verpflegung. Drei mal täglich müssen sie bereit sein, ihre hungrigen Kameraden leckere Mahlzeiten serviern zu können.  Welche Kenntnisse und Abläufe jedoch dafür vonnöten sind, damit mittags tatsächlich ein schmackhaftes Gericht bereitsteht, wurde den zukünftigen Berufsoffizieren der Militärakademie (MILAK) der ETH Zürich bei ihrem Besuch beim Ausbildungszentrum Verpflegung (AZV) aufgezeigt. Der Kommandant, Oberst Michael Graf, zeigte nebst der strukturellen Einbettung der Küchenfunktionäre in der Armee auch deren Wichtigkeit für das Gesamtsystem deutlich auf. «Wenn das Essen gut, gesund und genügend vorhanden ist, kann auch auf eine gute Moral gezählt werden, welche wiederum zum Erfolg führt», betonte er vor den zukünftigen Instruktionsoffizieren. Als Tipp gab er seinen Zuhörern mit: «Besuchen sie die Verpflegungspsezialisten in der Küche und lassen Sie sich von der Kompetenz der Küchenlogistiker, Truppenköche und Küchenchefs überzeugen.»

 

Spass beim Ausprobieren

Statt einer ausgedehnten Theorielektion über die einzelnen Bereiche der Militärküche sollten die zukünftigen Berufsoffiziere gleich selbst erleben, wie die militärkulinarischen Menüs zubereitet werden. Unter der Anleitung der Klassenlehrer und der Fachlehrer des AZV trennten sie unter anderem das Eiweiss vom Eigelb, brieten das Fleisch zart durch und kochten Reis bis zur perfekten Bissfestigkeit. Gekocht wurde nicht etwa auf einem Elektroherd, für die nötige Hitze sorgte die Flamme der Detachementsküche.
Als zusätzliche Herausforderung stand das Anfertigen eines Zopfes an. Zwar wurde der Teig von den Spezialisten des AZV vorbereitet, das Flechten des Zopfes jedoch war jedem einzelnen Teilnehmer des Blitz-Koch-Kurses überlassen.
Die kurze Stippvisite beim Ausbildungszentrum Verpflegung ist bei den zukünftigen Berufsoffizieren sehr gut angekommen. «Dieser Einblick hat uns gezeigt, wie stressig die Arbeit in der Küche sein kann – und wie wichtig die Küchenfunktionäre sind», meinte Hauptmann Ioré, «ausserdem machte es Spass, sich unter Anleitung selbst einmal im Kochen auszuprobieren.»