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Im Kampf mit der Hitze

Die aktuelle Hitzewelle trifft alle. Auch die Armee kämpft mit gezielten Massnahmen und Weisungen gegen die hohen Temperaturen. Es gilt, die Soldaten zu schützen. Betroffen sind aber auch Tiere, Maschinen und die Umwelt.

27.06.2019 | Kommunikation Verteidigung, Nicole Anliker

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Schattenplatz, Wasser und «Tenü Sport» für erste Ausbildungssequenzen in der Rettungsschule 75 in Wangen.

Der Militärärztliche Dienst gibt Weisungen zum Verhalten bei Hitze heraus. Für Vorgesetzte wie Soldaten gibt es Pocketcards mit entsprechenden Informationen. Mit genügender Wasserzufuhr und weiterem angepassten Verhalten werden so Hitzeschäden vermieden. Verschiedene Kontrollmittel wie die Wasserkontrollkarte oder die Trinkschnur helfen dabei, die erforderliche Menge an Trinkeinheiten zu überprüfen und einzuhalten.

Der Schulkommandant der Rettungsschule Oberst i Gst Roland Hämmerli ist sich seiner grossen Verantwortung bewusst, egal welche Bedingungen herrschen. In diesen Tagen ist es ihm ein Anliegen, dass die Kader die Massnahmen zur Hitzeprävention konsequent umsetzen. Zum Beispiel werden Ausbildungssequenzen, die den Tarnanzug nicht zwingend erfordern, im «Tenue Sport» abgehalten. Theorie oder Sanitätsausbildung absolvieren die Rekruten in kurzen Hosen und T-Shirt. Oberst i Gst Reto Albert, Kommandant der Panzerschule 21, sensibilisiert die Rekruten aktuell im Rahmen der Begrüssungen durch den Schulkommandanten zusätzlich in ihrer Selbstverantwortung.

Schäden vermeiden

Oberst i Gst Antonio Spadafora, Kommandant Kompetenzzentrum Veterinärdienst und Armeetiere, meint zur grossen Hitze, der auch die Tiere momentan ausgesetzt sind: «Zurzeit lassen wir die Pferde nur nachts auf die Weide und behalten sie tagsüber in den Ställen. Die Unterkünfte der Pferde und Hunde sind dank der Gebäudestruktur angenehm kühl. Und grundsätzlich werden Ausbildungssequenzen mit Tieren in den Morgen und in den Wald verlegt.» Ebenso wie bei den Menschen achte man auf eine genügende Wasserzufuhr und auf Abkühlungsmöglichkeiten.

Das Büro Panzerverschiebung spricht in Rücksprache mit den Schadenexperten des GS-VBS Einschränkungen bei Panzerfahrten auf öffentlichen Strassen aus. Ab 30 Grad müssen Fahrten auf ein Minimum beschränkt und in die Nachtstunden verlegt werden. Die Luftwaffe wird infolge der Trockenheit in den nächsten Tagen die Einsatzbereitschaft erhöhen, um bei allfälligen Ereignissen rasch eingreifen zu können. Die Armee kämpft so mit zahlreichen Massnahmen an verschiedenen Fronten erfolgreich gegen die Auswirkungen der aktuellen Hitzelage an.

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Auch in Monte Ceneri bei den Verkehrs- und Transport Schulen 47 passt man sich den aktuellen Witterungsbedingungen an.