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Angehende Küchenchefs trainieren für ihren Einsatz

Die Küchenchefanwärter der Unteroffiziersschule 48-2 vom Ausbildungszentrum Verpflegung stellten sich im Rahmen der Übung INDUCERE dem guten Geschmack der Bevölkerung. Die vier Klassen haben auf den mobilen Verpflegungssystemen für jeweils rund 200 Personen gekocht und bekamen von den zivilen Gästen ein rundum lobendes Feedback ausgestellt.

29.05.2019 | Ausbildungszentrum Verpflegung, Christoph Merki

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Emsiges Treiben herrschte am Montag in Burgdorf (BE) vor dem Hallenbad. Grund dafür war die Klasse Kühni der Unteroffiziersschule 48-2 vom Ausbildungszentrum Verpflegung. Vorgefahren mit einem mobilen Verpflegungssystem, durften sich die zukünftigen Küchenchefs zum ersten Mal beweisen. Von der Planung über die Produktion bis zur Werterhaltung organisierten sie sich selbst und mussten pünktlich an der Fassstrasse bereitstehen, um die hungrigen Gäste zu verpflegen. Zürcher Geschnetzeltes mit Hörnli und Karotten stand auf dem Speiseplan. Obendrein wurde ein Dessert, eine Thurgauer Süssmostcrème, offeriert. Auch wenn es zwischenzeitlich etwas hektisch wurde, stand die Verpflegung bereit, als die ersten Gäste eintrafen. Mitunter dürften hier die Klassenlehrer in der Rolle des Coachs durchaus auch ihren Teil zum erfolgreichen Gelingen beigetragen haben.

Das Angebot stiess in Burgdorf sichtlich auf reges Interesse. Die Warteschlange um 18 Uhr wuchs ständig an. Innerhalb von rund 30 Minuten konnten die Unteroffiziersanwärter die ersten hundert Gäste mit dem kulinarischen Ergebnis aus der Militärküche versorgen. Das Menü schien sichtlich zu gefallen, nicht selten wurde sogar ein Nachschlag verlangt. Auch das Feedback unterstrich den positiven Eindruck, so lobt ein älterer Herr mit einem Augenzwinkern: «So gut haben wir früher im Militär nicht gegessen.»

«Planung ist das Wichtigste»

Den aussergewöhnlichen Anlass liessen sich auch die politischen Würdenträger nicht entgehen, nicht zuletzt, um sich selbst ein Bild der modernen militärischen Verpflegung zu machen. Der gesamte Gemeinderat von Burgdorf und Kirchberg fand sich denn auch nach einer gemeinsamen Sitzung an der Fassstrasse wieder, noch ehe der als Küchenchef eingesetzte Soldat Julian Frey den Lokalpolitikern die Möglichkeiten des mobilen Verpflegungssystems vorstellen konnte. «Es war spannend zu sehen, wie die Modernisierung in der Armee Einzug gehalten hat», meinte der Stadtpräsident und ehemaliger Fourier Stefan Berger. Als eine Win-win-Situation bezeichnete er diesen Anlass, so könne über das Essen das Verständnis für das Militär auch in der Bevölkerung gefördert werden.

Ähnlich begeistert waren die Rückmeldungen tags darauf in Wilderswil, wo die Klasse Mohni im Einsatz stand. Aufgrund der regnerischen Wetterbedingungen wurden die Gäste in der Zivilschutzunterkunft bewirtet, gekocht wurde jedoch auch hier auf dem mobilen Verpflegungssystem. Den lobenden Worten der Besucher schloss sich auch die ebenfalls anwesende Gemeindepräsidentin von Wilderswil, Marianna Lehmann, an.

Für die Unteroffiziersanwärter war diese Übung an den verschiedenen Standorten im Übrigen sehr lehrreich. Sie lernten, welchen Einfluss die Planung sowie die Organisation auf das Resultat haben, damit am Schluss ein schmackhaftes, gesundes und ebenso genügendes Menü serviert werden kann. «Ich habe gemerkt, dass die Planung etwas vom Wichtigsten ist, damit das Ziel erreicht werden kann», erklärte Soldat Marco Steiner, der in Wilderswil als Küchenchef im Einsatz war. «Wir konnten pünktlich schöpfen, und das Essen war lecker: Ein gelungener Anlass», zog er Bilanz.