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Militärische Führungsausbildung, für die Wirtschaft zertifiziert

Die praxisorientierte Führungsausbildung in der Schweizer Armee ist einzigartig. Militärische Führungskompetenzen werden auch in der zivilen Arbeitswelt anerkannt, nicht zuletzt mit einem Zertifikat der Schweizer Kader Organisation (SKO). Ab 1. Mai 2019 können Absolventen und Absolventinnen der Offiziersschule und höheren Unteroffizierslehrgängen für ihre zivile Karriere ein SKO-Zertifikat der Stufe 1 neu kostenlos beziehen. Dies wurde mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung am 3. April in Bern besiegelt.

04.04.2019 | Kommunikation Verteidigung, Franziska Walt

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Seit 3. April 2019 ist es offiziell, am 1. Mai 2019 tritt die Vereinbarung in Kraft: Armeeangehörige, die ihre Ausbildung zum höheren Unteroffizier (Fourier, Einheitsfeldweibel) oder Offizier (Zugführer) abgeschlossen haben, können ein Zertifikat Stufe 1 der Schweizer Kader Organisation im Wert von 500 Franken kostenlos beantragen. Dieser Kompetenznachweis ist eine Anerkennung der militärischen Führungsausbildung für zivile Arbeitgeber. «Das ist eine Vereinbarung, die in erster Linie die Jungen unterstützen soll», sagte Korpskommandant Daniel Baumgartner, Chef Kommando Ausbildung, bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. Die Vereinbarung umfasst die Unterstützung des Zertifizierungssystems der SKO für Offiziere der Armee, die Förderung guter Führungsarbeit in der Schweiz sowie einen Know-how- und Erfahrungsaustausch.

Die SKO vertritt die wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Interessen der Führungskräfte in der Schweiz. Sie versteht sich als Kompetenzzentrum für Führungskräfte aller Branchen und offeriert ihren rund 11'000 Mitgliedern zahlreiche Dienstleistungen in den Bereichen Weiterbildung, Rechts- und Gesundheitsdienstleistungen, Netzwerk und Karriereberatung. Sie setzt sich in der Bildungspolitik für eine ausgewogene Förderung der verschiedenen Bildungsstufen und für eine Durchlässigkeit im Bildungssystem ein. In diesem Kontext befürwortet sie die Validierung nicht-formaler und informeller Qualifikationen. Jürg Eggenberger, Geschäftsleiter der SKO, unterstrich, dass er die SKO als Bindeglied zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer versteht: «Wir wollen nachhaltige Führungsarbeit fördern und anerkennen. Mit der neuen Kooperationsvereinbarung fördern wir beides: gute Führungsarbeit und die Durchlässigkeit zwischen Wirtschaft und Armee.»

Abverdienende Kader werden zukünftig durch ihre Schule über der Vereinbarung mit der SKO informiert. Bei Interesse erhalten sie neben dem Bildungs- und Kompetenznachweis kostenlos das Zertifikat Stufe 1 der SKO. Zertifikatsinhaber können auch Mitglied bei der SKO werden und von den Dienstleistungen profitieren.