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MitteilungVeröffentlicht am 10. September 2024

Monumoira: ein unvergängliches Denkmal für die im Dienst Verstorbenen

Auf dem Gelände des Armee-Ausbildungszentrums in Luzern entsteht ein Gedenkort für die mehr als 10 000 in den letzten 150 Jahren im Dienst verstorbenen Schweizer Armeeangehörigen. Der von Andreas Schneider und Philipp Schallnau entworfene Gedenkort, der für Zeremonien und Gedenkveranstaltungen der Armee genutzt werden soll, wird 2026 eingeweiht.

Mit «Monumoira» wird beim Armee-Ausbildungszentrum Luzern (AAL) ein Gedenkort für die in den vergangenen 150 Jahren im Dienst verstorbenen Schweizer Armeeangehörigen geschaffen. Er ist ein Symbol für den Einsatz der über 10 000 Menschen, die beim Grenzdienst während der Weltkriege, bei Flugzeugabstürzen, bei Schiess-, Munitions- oder Verkehrsunfällen oder bei Gebirgsunglücken ihr Leben gelassen haben.

Eine starke und zeitlose Symbolik

Das Projekt von Künstler Andreas Schneider und Architekt Philipp Schallnau wurde 2021 im Rahmen eines Kunst- und Architekturwettbewerbs aus mehreren Beiträgen wegen seiner tiefgehenden und zeitlosen Symbolik einstimmig ausgewählt. «Monumoira» besteht aus einem in den Boden eingelassenen Metallband, welches das Areal des AAL wie eine Narbe durchschneidet und das Gelände damit nachhaltig prägt. Eine Stele, die als vertikale Linie das Irdische mit dem Überirdischen verbindet, markiert den Gedenkort. Daneben kommen durch eine Absenkung der Wiesenfläche die tieferen Schichten des Metallbandes zum Vorschein. Diese weisen Inschriften in Form von bedeutungsvollen Aphorismen auf, die von Autorinnen und Autoren aus den verschiedenen Sprachregionen der Schweiz in Zusammenarbeit mit Armeeseelsorgern und -seelsorgerinnen verfasst wurden.

Breite Unterstützung und nationale Anerkennung

Der Gedenkort wird von den grossen Milizverbänden wie der Schweizerischen Offiziersgesellschaft, dem Schweizerischen Unteroffiziersverband, dem Schweizerischen Fourierverband dem Schweizerischen Feldweibelverband sowie von zahlreichen militärnahen Stiftungen unterstützt. Dies zeugt von der Bedeutung dieses Ortes, der nicht nur ein Denkmal für verstorbene Armeeangehörige, sondern auch ein Ort für die Auseinandersetzung mit grundlegenden Werten wie Verantwortung, Leadership, Kameradschaft und Fürsorgepflicht sein soll.

Ein lebendiger Gedenkort

Das Bauprojekt dürfte bis Ende 2024 finalisiert sein, sodass im nächsten Jahr mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Die Einweihung des Denkmals ist für 2026 geplant. «Monumoira» wird ein Ort der Andacht und der Erinnerung sein, aber auch ein lebendiger Raum, in dem Zeremonien und Gedenkveranstaltungen der Armee abgehalten werden. Das Denkmal stärkt somit die kollektive Erinnerung der Schweiz und erinnert daran, dass Sicherheit und Frieden fragile Errungenschaften sind, die ein beständiges Engagement erfordern.