Dienstleistende

rekruten

In dieser Rubrik finden Sie als zukünftiger oder bereits Dienst leistender Angehöriger der Armee (AdA) eine breite Palette von Informationen rund um Ihren Militärdienst.

Häufig gestellte Fragen

Mit der Überführung der Armee 95 in die Armee XXI wurden Sie in ein Übergangsgefäss eingeteilt. Der Artikel 3/1/f/1 der Verordnung über die Organisation der Armee besagt, dass in diese Gefässe Angehörige der Armee eingeteilt werden, die ihre Ausbildungsdienstpflicht noch nicht erfüllt haben, aber aus Bestandesgründen nicht (oder noch nicht) in die aktive Armee eingeteilt werden konnten.

Für Ihre weiteren Dienstleistungen gibt es zwei Varianten. Sie werden:

  • entweder zu Dienstleistungen für besondere Aufgaben aufgeboten (z.B. zugunsten von Rekruten- oder Kaderschule), oder (im Zuge von Bestandesausgleichen);
  • später noch definitiv in eine Formation der aktiven Armee eingeteilt.

 

Tipp:
Lesen Sie hierzu auch die entsprechende Verordnung über die Organisation der Armee (VOA), Art. 3

Entlassung aus der Militärdienstpflicht im Jahr 2018
 

Gestützt auf Art. 13 des Militärgesetzes (MG) werden auf den 31.12.2018 die folgenden Angehörigen der Armee aus der Militärdienstpflicht entlassen: 

Einteilung bis... (Dauer der Militärdienstpflicht)

Ihre Einteilung reicht bis zum Ende des Kalenderjahres, in welchem Sie folgendes Alterjahr vollenden:

Grad

Altersjahr

Höhere Unteroffiziere in Einheiten

36

Subalternoffiziere

40

Höhere Unteroffiziere in Stäben von Trp Kö und Hauptleute

42

Höhere Unteroffiziere in Stäben von Gs Vb, Spezialisten gemäss Artikel 81 und Anh 5 VMDP sowie Stabsoffiziere, bei denen kein Bedarf für eine freiwillige Verlängerung besteht

50

Alle AdA mit freiwilliger Verlängerung und höhere Stabsoffiziere

 max. 65

Verlängerung der Militärdienstpflicht siehe Militärgesetz,  Art. 13 Absatz 2 Buchstabe c und Artikel 21 der Verordnung über die Militärdienstpflicht (VMDP).

 

Für AdA, deren Militärdienstpflicht verlängert wurde, gelten

  • das Erreichen der Verlängerungsfrist;
  • ihr schriftliches Gesuch um Entlassung;
  • der Wegfall des Bedarfs der Armee

als Entlassungsgründe (Artikel 94 VMDP). 

 

Die Kantone sorgen für die administrative Abwicklung der Entlassung aus der Militärdienstpflicht sowie in Zusammenarbeit mit dem Bund für die Organisation der Rückgabe der persönlichen Ausrüstung.

 

Angehörige der Mannschaft und Unteroffiziere, die am 31. Dezember 2017 ihre Ausbildungsdienstpflicht noch nicht erfüllt haben, bleiben bis zum Ende des 12. Kalenderjahres nach der Beförderung zum Soldaten militärdienstpflichtig. Sie können in dem Jahr, in dem sie aus der Militärdienstpflicht entlassen werden, ausnahmsweise zu Wiederholungskursen sowie zu Vorbereitungs- und Entlassungsarbeiten aufgeboten werden, wenn sie die Ausbildungsdienstpflicht noch nicht erfüllt haben und ein Bedarf der Armee gegeben ist. Sie haben dazu der kontrollführenden Stelle (Personelles der Armee, Personalbewirtschaftung, Rodtmattstrasse 110, 3003 Bern) ein schriftliches Gesuch einzureichen.

Rückerstattung der Ersatzabgaben:

Wer seine Gesamtdienstleistungspflicht erfüllt hat, hat Anspruch auf Rückerstattung der Ersatzabgabe. Der Anspruch ist bei der Behörde für die Wehrpflichtersatzabgabe des Kantons geltend zu machen, für welchen die Ersatzabgabe erhoben wurde. Dem Antrag ist der Ausweis über die Erfüllung der Gesamtdienstleistungspflicht beizulegen.

Der Anspruch auf die Rückerstattung der Ersatzabgaben entsteht für die Mannschaftsgrade mit erfolgter Leistung von 245 anrechenbaren Diensttagen (Grenadiere 280, Durchdiener 280 bzw. 300 Diensttage).

 

Rechtsgrundlagen:

  • Das Bundesgesetz über die Armee und die Militärverwaltung (Militärgesetz, MG; SR 510.10, in Kraft seit 01.01.2018);
  • die Verordnung über die Militärdienstpflicht (VMDP; SR 512.21, in Kraft seit 01.01.2018);
  • das Bundesgesetz über die Wehpflichtersatzabgabe (WPEG; SR 661, Stand am 01.01.2011. Das Bundesgesetz befindet sich zur Zeit in Revision und soll auf den 01.01.2019 neu in Kraft treten).

Recht

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Die Zeit zwischen Berufsmatura oder Matura und Studienbeginn genügt in den meisten Fällen nicht, um die Rekrutenschule ohne Überschneidung zu absolvieren.
Was tun? Welche Möglichkeiten gibt es?

  1. Einlegen eines Zwischenjahres: Während dieser Zeit können Sie die RS absolvieren und die verbleibende Zeit für Sprachaufenthalte, Praktika, Geldverdienen oder für Ferien nutzen. So liegt die RS hinter Ihnen und Sie verpassen keine Vorlesung an der Hochschule.
  2. Weitermachen: Sie können die Ausbildung zum Unteroffizier, zum höheren Unteroffizier oder zum Offizier an einem Stück absolvieren. Beispielsweise dauert die Ausbildung vom Rekrut bis zum Leutnant insgesamt ein Jahr. So bildet die Kaderlaufbahn eine attraktive Alternative für ein intensives Zwischenjahr.
  3. Dienst an einem Stück: Eine weitere Alternative ist die Verpflichtung als Durchdiener. Sie leisten Ihren gesamten Militärdienst an einem Stück und müssen danach keinen Wiederholungskurs mehr absolvieren. Somit gibt es während des anschliessenden Studiums keinerlei Überschneidungen.
  4. Fraktionierung: Die Rekrutenschule ist grundsätzlich in der vollen Dauer gemäss dem öffentlichen militärischen Aufgebot zu leisten. Es besteht kein Anspruch auf Fraktionierung der Rekrutenschule. Nur in begründeten Ausnahmefällen kann die Rekrutenschule einmal unterbrochen (fraktioniert) und somit in zwei Teilen absolviert werden.

Für spezielle Funktionen, wie z.B. angehende Ärzte und Ärztinnen, gibt es eigene Ausbildungsmodelle, die von dieser Regelung abweichen.

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Ansprechstellen

Territorialregion 1

Kantone BE, FR, VD, VS, NE, GE, JU

Col Frédéric Beck ou
adj sof Jean-Claude Gaspoz
Rue du Château 1
Case postale 208
CH-1110 Morges 1

Tél. +41 58 469 62 86

Tél. +41 58 469 62 20 (Chancellerie)
Fax +41 58 469 62 29

E-Mail Chancellerie

Territorialregion 2

Badge Territorialdivision 2

Kantone LU, OW, NW, SO, BS, BL, AG

Oberst i Gst Thomas Schneider
SC / C Ausb Kdo Ter Div 2
Postfach 2066, CH-6002 Luzern
Tel. +41 58 481 32 20

Beratungsorgan für alle Zweig- und Beratungsstellen:
Frau Sandra Furrer
Kanzleichefin
Postfach 2066, CH-6002 Luzern
Tel. +41 58 481 32 20

Territorialregion 3

Kantone UR, SZ, ZG, GR, TI

Oberst Michele Paganini

Kdo Ter Reg 3
Neuland 8
6460 Altdorf 

Tel. +41 58 481 43 43
Fax +41 58 481 43 45

E-Mail Kanzlei 

Territorialregion 4

Kantone ZH, GL, SH, AI, AR, SG, TG

Oberst Stefan Risi, Dienstchef
Postadresse: Kaserne, CH-9000 St. Gallen
Tel. +41 58 480 36 24
Fax +41 58 480 36 01

Tel. +41 58 480 36 00 (Kanzlei)
E-Mail Kanzlei 


Zweigstelle Zürich (für alle Beratungsstellen im Raum Zürich)

Oberstlt i Gst Christian Wolf
Kaserne Reppischtal
CH-8903 Birmensdorf
Tel. +41 58 484 82 36

Das Personelle der Armee begleitet Sie als Angehörigen der Armee von der Rekrutierung bis zur Entlassung aus dem Militärdienst.

Die Rekrutierung überprüft Ihre Diensttauglichkeit und weist Ihnen aufgrund Ihrer Eignung und Neigung eine Funktion in der Armee oder dem Zivilschutz zu.

Die Personalbewirtschaftung ist für die Bestandesbewirtschaftung und das Dienstleistungsmanagement sämtlicher Formationen der Armee zuständig. Dies umfasst Aufgaben von Ersteinteilungen und Umteilungen, Bestandesausgleichen, Beförderungen und Mutationen bis zur administrativen Unterstützung der Kommandanten aller Stufen. In diesem Bereich werden auch die Marschbefehle erstellt und in Zusammenarbeit mit den kantonalen Militärverwaltungen Dienstverschiebungsgesuche bearbeitet.

Der Bereich Steuerung und Vorgaben steuert die personelle Grundbereitschaft der Armee. Auf der Grundlage der Armeeorganisation und der Bestandesentwicklung definiert er den Nachwuchsbedarf und erstellt die Vorgaben für die Alimentierung der Armee. Hier werden auch besondere rechtliche Fragen bearbeitet und die Anwender des Personalinformationssystems der Armee und des Zivilschutzes betreut.

Die Armeeseelsorge ist zuständig für alle Bereiche, die sich mit der seelsorgerischen Betreuung aller Armeeangehörigen befassen. Der Psychologisch-Pädagogische Dienst der Armee verantwortet die Beratung, Begleitung sowie das Coaching von Angehörigen der Armee wie auch von Kadern. Gemeinsam stellen diese Dienste den Einsatz des CARE Teams der Armee sicher. Der Sozialdienst der Armee hilft Dienstleistenden bei persönlichen, beruflichen oder familiären Schwierigkeiten.

Für Fragen steht Ihnen die Hotline des Personelle der Armee oder eine unserer Ansprechstellen gerne zur Verfügung. 

Personelles der Armee Rodtmattstrasse 110
CH-3003 Bern
Tel.
+41 800 424 111
Fax
+41 58 464 32 70

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www.armee.ch/pers-a


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Dauer der Ausbildungsdienstpflicht

Artikel 47 der Verordnung über die Militärdienstpflicht (VMDP) regelt die Ausbildungsdienstpflicht für sämtliche Grade.

 

Angehörige der Armee mit Mannschaftsgraden (Soldaten und Gefreite), die ihre Rekrutenschule nach dem 1. Januar 2018 absolviert haben, leisten während der Dauer der Militärdienstpflicht längstens 3 Tage Rekrutierung, 124 Tage Rekrutenschule, 6 Wiederholsungskurse zu 19 Tagen sowie 4 Tage für Vorbereitungs- und Entlassungsarbeiten.

 

Leisten sie andere, längere oder kürzere Dienstleistungen, so beträgt die Gesamtdienstleistungspflicht 245 Diensttage, für Grenadiere 280 Diensttage.

 

Für Unteroffiziere und höhere Unteroffiziere beträgt die Gesamtdienstleistungspflicht:
a) Wachtmeister: 440 Tage, Grenadier-Wachtmeister: 475 Tage;
b) Oberwachtmeister: 450 Tage;
c) Feldweibel: 510 Tage;
d) Hauptfeldweibel und Fourier: 650 Tage;
e) Adjutant Unteroffizier: 680 Tage;

 

Subalternoffiziere (Leutnant und Oberleutnant) leisten 680 Tage Ausbildungsdienst.

 

Stabsadjutanten, Hauptadjutanten, Chefadjutanten, Hauptleute und Stabsoffiziere, für die Folgendes zutrifft, leisten nachstehenden Ausbildungsdienst:

a) Es ist keine Weiterausbildung zu einem höheren Grad vorgesehen: ab ihrer letzten Beförderung höchstens 240 Tage; nach 120 Tagen Ausbildungsdienst kann von einem Aufgebot abgesehen werden.

b) Es ist eine Weiterausbildung für die Übernahme einer neuen Funktion in demselben Grad vorgesehen: ab Übernahme der neuen Funktion höchstens 240 Tage; nach 120 Tagen Ausbildungsdienst kann von einem Aufgebot abgesehen werden.

 

Für Angehörige der Armee, die ihre Rekrutenschule vor dem 01. Januar 2018 absolviert haben, sind in Artikel 109 der Verordnung über die Militärdienstpflicht (VMDP) die Ausnahmen formuliert.

Dauer der Ausbildungsdienstpflicht

Artikel 47 der Verordnung über die Militärdienstpflicht (VMDP) regelt die Ausbildungsdienstpflicht für sämtliche Grade.

 

Angehörige der Armee mit Mannschaftsgraden (Soldaten und Gefreite), die ihre Rekrutenschule nach dem 1. Januar 2018 absolviert haben, leisten während der Dauer der Militärdienstpflicht längstens 3 Tage Rekrutierung, 124 Tage Rekrutenschule, 6 Wiederholsungskurse zu 19 Tagen sowie 4 Tage für Vorbereitungs- und Entlassungsarbeiten.

 

Leisten sie andere, längere oder kürzere Dienstleistungen, so beträgt die Gesamtdienstleistungspflicht 245 Diensttage, für Grenadiere 280 Diensttage.

 

Für Unteroffiziere und höhere Unteroffiziere beträgt die Gesamtdienstleistungspflicht:
a) Wachtmeister: 440 Tage, Grenadier-Wachtmeister: 475 Tage;
b) Oberwachtmeister: 450 Tage;
c) Feldweibel: 510 Tage;
d) Hauptfeldweibel und Fourier: 650 Tage;
e) Adjutant Unteroffizier: 680 Tage;

 

Subalternoffiziere (Leutnant und Oberleutnant) leisten 680 Tage Ausbildungsdienst.

 

Stabsadjutanten, Hauptadjutanten, Chefadjutanten, Hauptleute und Stabsoffiziere, für die Folgendes zutrifft, leisten nachstehenden Ausbildungsdienst:

a) Es ist keine Weiterausbildung zu einem höheren Grad vorgesehen: ab ihrer letzten Beförderung höchstens 240 Tage; nach 120 Tagen Ausbildungsdienst kann von einem Aufgebot abgesehen werden.

b) Es ist eine Weiterausbildung für die Übernahme einer neuen Funktion in demselben Grad vorgesehen: ab Übernahme der neuen Funktion höchstens 240 Tage; nach 120 Tagen Ausbildungsdienst kann von einem Aufgebot abgesehen werden.

 

Für Angehörige der Armee, die ihre Rekrutenschule vor dem 01. Januar 2018 absolviert haben, sind in Artikel 109 der Verordnung über die Militärdienstpflicht (VMDP) die Ausnahmen formuliert.

Gesuche um Dienstverschiebung oder Dienstvorausleistung müssen von den Militärdienstpflichtigen im Normalfall spätestens 14 Wochen vor Dienstbeginn eingereicht werden. Gesuche, die zu spät eintreffen, werden nur in absoluten Notfällen bewilligt.

Grundsätzlich gilt: Je früher, desto besser.

Gesuche, die zu spät eingereicht werden und von den zuständigen Verwaltungseinheiten nicht mehr behandelt werden können, werden dem direkt vorgesetzten Kommandanten zugestellt, unter dem der Gesuchsteller den Dienst zu leisten hat. In einem solchen Fall hat der Militärdienstpflichtige gemäss Marschbefehl einzurücken.

Der Kommandant ist nicht berechtigt, vordienstlich eine Dienstverschiebung zu bewilligen. Er prüft und entscheidet jedoch, ob

a) der volle Dienst zu leisten ist;
b) eine Teildienstleistung möglich ist;
c) ein persönlicher Urlaub genügt;
d) eine vorzeitige Entlassung zwingend ist.

Rekruten, Soldaten, Unteroffiziere, höhere Unteroffiziere und Subalternoffiziere richten Ihr Gesuch an die zuständige Militärbehörde ihres Wohnortskantons. Ausnahmen sind Sub Of und höh Uof, die in Stäben oder Sub Of, die ad interim (a i) auf einer Hauptmannsfunktion eingeteilt sind sowie Stabsoffiziere. Diese richten ihr Gesuch auf dem Dienstweg an das Personelle der Armee, Personalbewirtschaftung AdA, Rodtmattstrasse 110, 3003 Bern.

Gesuche müssen begründet und mit den nötigen Belegen versehen werden, zum Beispiel mit einer Bestätigung des Arbeitgebers, einem Handelsregisterauszug usw. Der Marschbefehl sowie das Dienstbüchlein bleiben beim Gesuchsteller. Die Pflicht zum Einrücken bleibt bestehen, solange die Dienstverschiebung nicht bewilligt ist.

Entfällt der Grund, der zur Bewilligung einer Dienstverschiebung führte, so ist der Angehörige der Armee gemäss ursprünglichem Aufgebot einrückungspflichtig und teilt dies der Bewilligungsbehörde umgehend mit.

Bei Verhinderung aus medizinischen Gründen

Der Militärärztliche Dienst kann Sie von der Dienstleistung dispensieren, wenn ein dokumentiertes medizinisches Problem vorliegt (Arztzeugnis!).

Für die medizinische Beurteilung der Dienstfähigkeit sind zuständig:

  1. während eines Dienstes: die mit der Betreuung der Truppe beauftragten Ärztinnen und Ärzte;
  2. ausserhalb eines Dienstes: die dafür angestellten Ärztinnen und Ärzte der Sanität der Logistikbasis der Armee (LBA);
  3. für die Angehörigen der Luftwaffe in besonderen Funktionen: das Fliegerärztliche Institut (FAI).


Die mit der Betreuung der Truppe beauftragten Ärztinnen und Ärzte sind an die Entscheide der medizinischen Untersuchungskommissionen (UC) gebunden.

Bis spätestens 14 Tage vor dem Einrückungstermin:

  • Armeeangehörige in Mannschaftsgraden senden ihr Arztzeugnis sowie medizinische Unterlagen in einem verschlossenen Umschlag der zuständigen Militärbehörde ihres Wohnortskantons.
  • Unteroffiziere und Offiziere stellen das Dienstverschiebungsgesuch mit dem Arztzeugnis sowie medizinische Unterlagen in einem verschlossenen Umschlag dem entsprechenden Einheitskommandanten zu.

Weniger als 14 Tage vor dem Einrückungstermin:

Reisefähige Kranke haben einzurücken und sich bei der sanitarischen Eintrittsmusterung zu melden. Nicht reisefähige Kranke haben ihrem Kommandanten spätestens auf den Einrückungstag das Dienstbüchlein sowie ein ärztliches Zeugnis, das die Reiseunfähigkeit ausdrücklich bestätigt, in einem verschlossenen Umschlag zuzustellen bzw. die Zustellung elektronisch (per Fax oder E-Mail) anzukündigen. Bei kurzfristigen Gesuchen ist es von Vorteil, zusätzlich eine Kopie des Dienstverschiebungsgesuches und des Arztzeugnisses direkt an den Militärärztlichen Dienst zu senden, um den administrativen Weg abzukürzen.

Verschiebung der Rekrutierung

Falls Sie die Rekrutierung nicht zum vorgesehenen Zeitpunkt absolvieren können, müssen Sie ein Gesuch um Verschiebung an die zuständige Militärbehörde Ihres Wohnortskantons einreichen.

Verschiebung der Rekrutenschule

Falls Sie die RS nicht zum vereinbarten Zeitpunkt leisten können, müssen Sie ein Gesuch um Verschiebung der RS an folgende Adresse richten: Personelles der Armee, Personalbewirtschaftung AdA, Rodtmattstrasse 110, 3003 Bern.

Das begründete Gesuch ist mit allen notwendigen Unterlagen zu versehen (das heisst: z.B. Bestätigung der Schule/Lehre, des Arbeitgebers etc.).

Fraktionierung des Dienstes

Die Rekrutenschule ist grundsätzlich in der vollen Dauer gemäss dem öffentlichen militärischen Aufgebot zu leisten. Es besteht kein Anspruch auf Fraktionierung der Rekrutenschule. Nur in begründeten Ausnahmefällen kann die Rekrutenschule einmal unterbrochen (fraktioniert) und somit in zwei Teilen absolviert werden. Ein angehender Unteroffizier hat diese Möglichkeit in Ausnahmefällen einmal, ein höherer Unteroffizier und ein zukünftiger Zugführer maximal zwei Mal. Es besteht kein Anspruch auf Fraktionierung des Kaderausbildungsdienstes. Voraussetzung ist, dass die Ausbildung einen Unterbruch zulässt. Über ein entsprechendes Gesuch entscheidet das Kommando Ausbildung, Personelles der Armee. 

Für spezielle Funktionen, wie z.B. angehende Ärzte, gibt es eigene Ausbildungsmodelle, die von dieser Regelung abweichen. 

Beachten Sie auch, dass für gewisse militärische Funktionen eine Fraktionierung nicht möglich ist und eine Funktionsänderung zur Folge hätte. Es besteht kein Anspruch auf Beförderung zu einem bestimmten Grad oder auf Einteilung in eine bestimmte Funktion.

Zu leistende Kaderausbildungsdienste für einen höheren Grad oder für eine neue Funktion sind innert fünf Jahren seit der Genehmigung des Vorschlages zu bestehen.

 

 

information

Bevor Sie ein Dienstverschiebungsgesuch stellen, klären Sie bitte ab, ob Ihr Problem nicht mit einem persönlichen Urlaub gelöst werden kann.

Formulare

Dokumente

Recht

Links

Sie notieren im ordentlichen Dienstverschiebungsgesuch die Zeitspanne, während der Sie einen Gast-WK leisten könnten. Diese Option ist jedoch nur bei einem militärischen Bedürfnis möglich oder wenn Sie mehr als zwei WK's im Rückstand sind.

Wann?
Armeeangehörige, die in einer Truppe eingeteilt sind, schauen auf dem Aufgebotstableau (in jeder Gemeinde aufgehängt oder elektronisch unter www.armee.ch/wk).
Armeeangehörige, die in einem Betriebsdetachement (Ausbildung und Support) eingeteilt sind, werden von Ihrem Ansprechpartner kontaktiert. Der Ansprechpartner kann auch via Hotline (Pers A) 031 324 24 24 kontaktiert werden.

Wo?
gemäss Marschbefehl

Der Marschbefehl wird für die ganze KVK/WK-Periode ausgestellt. Sobald die Dienstpflicht erfüllt wurde, entlässt Sie der Kommandant frühzeitig aus dem Wiederholungskurs.

Im neuen Dienstbüchlein ersichtlich auf Seite 6, im alten auf Seite 8. Falls im DB nichts vorhanden oder nicht mehr aktuell ist, kontaktieren Sie die Hotline (Pers A) unter +41 800 424 111.

Ein Verzeichnis der Grundausbildungsdienste GAD / Rekrutenschulen finden Sie hier.

Die Wehrpflichtersatzabgabe wird unter Aufsicht des Bundes von den Kantonen erhoben. Die Aufsicht obliegt der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV). Innerhalb der Eidgenössischen Steuerverwaltung ist die Abteilung Wehrpflichtersatzabgabe für diese Aufgabe zuständig und sorgt für die Umsetzung der Bundesvorschriften.

Die Rückforderung bezahlter Ersatzabgaben für verschobene Militärdienste ist bei den kantonalen Behörden für die Wehrpflichtersatzabgabe des Wohnortskantons zu beantragen. Das Dienstbüchlein ist dem Antrag beizulegen. Die Adressen finden Sie unter diesem Link.

Aufgrund eines Urteils des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte vom 30.04.2009 hat der Bundesrat am 14. November 2012 entschieden, dass das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) dienstwilligen Schweizer Bürgern, welche eigentlich für militär- und zivilschutzuntauglich erklärt werden müssten, ab dem 1. Januar 2013 eine Militärdienstleistung ermöglichen soll. Dies aber nur, wenn sie dabei ihre und die Gesundheit anderer Personen nicht gefährden und eine solche Dienstleistung aus medizinischer Sicht möglich ist. Weitere Gründe, welche in der eigenen Person liegen, bleiben vorbehalten. Darunter fallen insbesondere ein hängiges Strafverfahren oder eine Verurteilung wegen eines Verbrechens oder Vergehens. Näheres zur Umsetzung des Urteils des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte vom 30.04.2009 erfahren Sie auf der Webseite der Eidgenössischen Steuerverwaltung, Abteilung Wehrpflichtersatzabgabe

Recht

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Zur Abgabe der Ausrüstung werden Sie zu gegebener Zeit vom Kreiskommando Ihres Wohnortskanton aufgeboten (unmittelbar vor der gesetzlichen Entlassung).

Für Anpassungen, Ersatz und Austausch an der persönlichen Ausrüstung, welche die Armeeangehörigen während ihrer Dienstpflicht besitzen, sind die aufgeführten Retablierungsstellen zuständig. Bitte unbedingt Dienstbüchlein mitnehmen.

Militäramtliche Bescheinigungen

Benötigen Sie zuhanden ausländischer Behörden eine Bescheinigung über die absolvierten Militärdienste oder die Erfüllung der Wehrpflicht in der Schweiz, so wenden Sie sich schriftlich an das Personelle der Armee, Bereich Militärdienstpflicht/Verfügungen. Bitte beachten Sie, dass die Erstellung einer Bescheinigung mehrere Wochen in Anspruch nimmt. Um Probleme umgehen zu können, ist das Antragsformular samt den erwähnten Beilagen drei Monate vor Konsulatstermin beim Personellen der Armee einzureichen. Auf kurzfristig eingereichte Anfragen kann nicht eingegangen werden.

Dokumente

Antragsformular für militäramtliche Bescheinigung

Recht

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Wenden Sie sich an das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt der Armee: Logistikbasis der Armee LBA, Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt der Armee, Rodtmattstrasse 110, 3003 Bern, Tel.: +41 58 464 29 07, Fax: +41 58 463 14 21, E-Mail lba.lkz@vtg.admin.ch.

Die Angehörigen der Armee müssen die militärische Meldepflicht erfüllen. Änderungen von persönlichen Daten, von Wohnadresse und Beruf sind innerhalb von 14 Tagen dem Sektionschef beziehungsweise dem Kreiskommando des Wohnortkantons zu melden.

Waffenloser Militärdienst

(Auszug aus der Verordnung über die Militärdienstpflicht (VMDP), 6. Abschnitt, vom 22.11.2017) 

Militärdienstpflichtige, die den bewaffneten Militärdienst mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren können, reichen beim Kreiskommando des Wohnortkantons ein schriftliches Gesuch um Zulassung zum waffenlosen Militärdienst ein. 

Das Gesuch ist von Stellungspflichtigen spätestens einen Monat vor den Rekrutierungstagen, von Militärdienstpflichtigen spätestens drei Monate vor der nächsten Militärdienstleistung einzureichen. 

Der Gesuchsteller muss im Gesuch ausdrücklich erklären, waffenlosen Militärdienst leisten zu wollen. Er legt die persönlichen Gründe dar, welche sie zum Gewissensentscheid gegen den bewaffneten Militärdienst geführt haben. 

Gesuche, die nicht termingerecht eingereicht werden, können vor der bevorstehenden Militärdienstleistung nicht mehr behandelt und entschieden werden und haben somit für diese keine Gültigkeit. Wer sein Gesuch fristgerecht einreicht, leistet den Militärdienst ohne Waffe und ist von der ausserdienstlichen Schiesspflicht dispensiert, bis über das Gesuch rechtskräftig entschieden ist. 

Dem Gesuch sind folgende Unterlagen beizulegen:

a)  einen ausführlichen Lebenslauf;

b)  einen aktuellen Auszug aus dem zentralen Strafregister;

c)  das Dienstbüchlein;

d)  Berichte, in denen Vertreter staatlicher oder kirchlicher Instanzen, religiöser Gemeinschaften oder andere Personen, die den Gesuchsteller persönlich kennen, die Haltung des Gesuchstellers darstellen und aus ihrer Sicht würdigen.        

Das Gesuch wird durch eine Bewilligungsinstanz entschieden, die sich wie folgt zusammensetzt:

  • dem Kommandanten des Rekrutierunszentrums oder seinem Stellvertreter (Vorsitz);
  • einem Kreiskommandanten oder Kreiskommandantenstellvertreter des betreffenden Einzugsgebietes;
  • einem Arzt.

Der Gesuchsteller muss persönlich an der Verhandlung erscheinen. Er kann sich von einer Person seines Vertrauens begleiten lassen. Die Bewilligungsinstanz entscheidet nach Anhören des Gesuchstellers. 

Auf Gesuche, die nicht genügend begründet werden, oder nur deshalb gestellt werden, um sich die Unannehmlichkeiten des Waffentragens zu ersparen, wird nicht eingetreten. Bei Unklarheiten kann die Bewilligungsinstanz eine Ergänzung der Unterlagen anordnen und den Gesuchsteller zu einem späteren Zeitpunkt nochmals aufbieten lassen. 

Erscheint der Gesuchsteller aus eigenem Verschulden nicht vor der Bewilligungsinstanz, so gilt dies als Verzicht auf das Gesuch.

Gegen den Entscheid der Bewilligungsinstanz kann der Gesuchsteller innert 30 Tagen ab der schriftlichen Eröffnung beim VBS Beschwerde führen.

Sollte Ihre Frage nicht aufgeführt sein, rufen Sie entweder unsere Telefon-Hotline unter der Nummer +41 800 424 111 an oder senden Sie eine E-Mail an personelles.FSTA@vtg.admin.ch

Publikationen

  • Brevier
    «Die Armee in Kürze» ist Ihr Handbuch für den dienstlichen Alltag, insbesondere im Rahmen Ihrer Einheit und für Ihre ausserdienstlichen Pflichten.
    PDF, 100 Seite[n], 2 MB, Deutsch
  • Dienstleistungsregelement (DR04)
    PDF, 48 Seite[n], 208 KB
  • Die Rekrutierung
    Informationen zur Vorbereitung der Rekrutierung
    PDF, 84 Seite[n], 4 MB

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