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MitteilungVeröffentlicht am 2. April 2025

Luftwaffe trainiert Flugdienst ab Flughafen Bern

Im Rahmen der Übung BERDEZA hat die Schweizer Luftwaffe vom 31. März bis 2. April 2025 ihre Fähigkeit getestet, Kampfflugzeuge des Typs F/A-18 rasch und flexibel an ungewohnten Standorten zu betreiben. Auf dem zivilen Flughafen Bern-Belp wurden unter realistischen Bedingungen Lufteinsätze geflogen, logistische Abläufe am Boden trainiert und die Führungsfähigkeit der Truppe erprobt.

Während BERDEZA führte das Flugplatzkommando 13 aus Meiringen insgesamt 21 Starts und Landungen von Kampfflugzeugen des Typs F/A-18 auf dem Flughafen Bern-Belp durch. Ebenfalls Teil der Übung waren Alarmstarts mit dem Ziel, die Kampfflugzeuge innerhalb kürzester Zeit zum Einsatz zu bringen. Die Bodentruppen stellten den Schutz und den autonomen Betrieb der Flugoperationen sicher und wurden in Notfallszenarien trainiert.

Unmittelbar nach dem Ende der Übung wurde die Infrastruktur des Flugplatzes Bern-Belp durch die Truppen in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Die Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden und dem Flugplatz Bern-Belp verlief einwandfrei. Weitere Übungen dieser Art sind auch in Zukunft geplant.

Stärkung der Verteidigungsfähigkeit mittels Dezentralisierung

Die Übung BERDEZA steht im Kontext der Absicht der Armee, ihre Verteidigungsfähigkeit abseits der bekannten Standorte zu stärken. Ähnlich wie bei der Übung ALPHA UNO auf der Autobahn A1 bei Payerne im Juni 2024, trainierte die Schweizer Luftwaffe den Betrieb von einem alternativen Einsatzort aus. Die Konzentration militärischer Luftverteidigungsmittel auf wenige Standorte wie Payerne, Meiringen und Emmen birgt in einem Konfliktfall Risiken. Die Fähigkeit, militärische Einheiten, Mittel und Ressourcen flexibel im ganzen Land einzusetzen, ist daher eine essenzielle Massnahme der passiven Verteidigung.