Kommunikation ist von zentraler Bedeutung
Das Kompetenzzentrum SWISSINT ist als nationales Einsatzführungskommando für die operationelle Umsetzung des Armeeauftrages Friedensförderung verantwortlich. Sein Kommunikationsteam trägt entscheidend dazu bei, die militärische Friedensförderung der Schweizer Armee sichtbar zu machen – sei es durch transparente Medienarbeit, gezielte Information oder aktives Personalmarketing. Ziel ist es, Verständnis zu schaffen, Vertrauen zu stärken und motivierte Frauen und Männer für internationale Einsätze zu gewinnen.

Text Sandra Stewart und Julian Werner, Kommunikation SWISSINT
Das Kompetenzzentrum SWISSINT verfügt über ein sechsköpfiges Kommunikationsteam, das direkt dem Kommandanten von SWISSINT unterstellt ist. Zu den Aufgaben zählen die interne wie auch externe Information über die militärische Friedensförderung sowie das Personalmarketing. Dabei geht es nicht nur darum Informationen präzise zu verbreiten, sondern auch die Wahrnehmung und Akzeptanz von Peacekeeping in der Öffentlichkeit zu erhöhen und potentiell interessierte Frauen und Männer über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten aufzuklären.
Information muss rasch, transparent und glaubwürdig erfolgen
Intern ist eine klare und strukturierte Kommunikation innerhalb von SWISSINT sowie zu den vorgesetzten Kommunikationsstellen in der Armee und im Departement wichtig, damit alle involvierten Stellen über die aktuellen Entwicklungen und Veränderungen informiert sind. Die externe Kommunikation umfasst die Beziehungen zu nationalen staatlichen Akteurinnen und Akteuren, internationalen Organisationen und den Medien. Besonders bei Einsätzen in Krisenregionen ist die Medienarbeit von grosser Bedeutung, da sie zur Transparenz und zum Verständnis der weltweiten Missionen beiträgt. «Um diese Transparenz zu fördern, ist es essenziell, dass sich Journalistinnen und Journalisten einen eigenen Einblick in die militärische Friedensförderung verschaffen können. Medienbesuche bei der SWISSCOY in Kosovo finden regelmässig statt. Weniger bekannt ist, dass es ebenfalls Möglichkeiten gibt Peacekeeper bei ihrer Arbeit zu begleiten, die beispielsweise als UNO-Militärbeobachter im Nahen Osten stationiert sind», führt Daniel Seckler, Chef Kommunikation SWISSINT, aus.
Ein weiterer bedeutender Aspekt der Kommunikation ist die Krisenkommunikation. In den Einsatzgebieten können jederzeit Ereignisse eintreten, die eine sofortige Reaktion erfordern. In solchen Fällen muss die Kommunikation rasch, transparent und glaubwürdig erfolgen, um Missverständnisse oder negative Auswirkungen auf die Mission und deren Peacekeeper zu vermeiden. Ebenfalls zur externen Kommunikation zählt die kontinuierliche Information der Öffentlichkeit mit Medienmitteilungen, Webberichten, Publikationen auf verschiedenen Kanälen der sozialen Medien und dem interdepartementalen Magazin Swiss Peace Supporter über die friedensfördernden Einsätze.
Jobmöglichkeiten in der Friedensförderung aufzeigen
Die Teilnahme an friedensfördernden Einsätzen der Schweizer Armee ist freiwillig. Es ist deshalb eine wichtige Aufgabe von SWISSINT genügend Personal zu rekrutieren, welches den hohen Anforderungen entspricht. Zur Kommunikation zählt daher auch das Personalmarketing Team, das in allen Regionen der Schweiz unterwegs ist. Es präsentiert die militärische Friedensförderung an öffentlichen Anlässen, grossen Publikumsmessen, virtuellen Informationsveranstaltungen, Auftritten in Städten, Universitäten und Fachhochschulen sowie den Tagen der Angehörigen von Rekruten- und Kaderschulen und weiteren militärischen Anlässen. Hierbei zeigt es Interessierten die vielfältigen Möglichkeiten in der Friedensförderung auf, um geeignete Personen für einen Einsatz zu gewinnen.
Auf das Zielpublikum angepasst, wird das Personalmarketing Team tageweise von kompetenten und einsatzerfahrenen Frauen und Männern unterstützt – die sogenannten SMARTs (SWISSINT Marketing Team). Die SMARTs bringen ihre persönliche Einsatzerfahrung mit, die in einer jährlichen Weiterbildung mit zusätzlichen Aspekten der Friedensförderung ergänzt wird. Dies stellt sicher, dass sie kompetent und professionell über aktuelle Missionen sowie veränderte oder neue Funktionen und Aufgaben innerhalb der Missionen Auskunft geben können. Weiter werden die Auftrittskompetenz sowie der Umgang mit Ausstellungsmaterial und Fahrzeugen geschult.

