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MitteilungVeröffentlicht am 10. Dezember 2025

Kommando-Übergabe im Zeichen der Verteidigungsfähigkeit

Der Chef Kommando Ausbildung, Korpskommandant Hans-Peter Walser, hat am Dienstag, 9. Dezember, zum Kaderrapport nach Bern eingeladen. Dort hat er auf das Jahr 2025 zurückgeblickt und das Kommando an seinen Nachfolger, Brigadier Gregor Metzler, übergeben. Der Chef der Armee, Korpskommandant Thomas Süssli, sowie der Chef VBS, Bundesrat Martin Pfister, rundeten den Anlass mit ihren Ansprachen ab.

Text: Kommando Ausbildung, Michael Senn

«Im Militärdienst findet man Freunde fürs Leben» ist nicht nur ein vielgenanntes Sprichwort, sondern deckt sich auch mit der persönlichen Erfahrung von Korpskommandant Hans-Peter Walser. Nach 30 Jahren als Berufsoffizier und 40 Jahren Milizdienst war es dem Chef Kommando Ausbildung ein besonderes Anliegen, hochkarätige Gäste aus der Armee, Politik, Wirtschaft, Verwaltung und der Bildungslandschaft zu begrüssen und gemeinsame Erlebnisse zu rekapitulieren.

Alles dient der Verteidigungsfähigkeit

In seinem Rückblick zeigte Korpskommandant Walser auf, wie die im Jahr 2025 erreichten Meilensteine aus Bereichen wie der Digitalisierung, Innovation oder Ausbildung von Berufsmilitärs allesamt zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit beitragen. Für das kommende Jahr müsse der Fokus noch stärker auf die integrierte Ausbildung und domänenübergreifende Trainings wie dies bei «Combined Arms 25» der Fall war, gelegt werden.

Ein stolzer Chef der Armee

Nach einer Buchvorstellung und einem Interview, in dem Korpskommandant Walser auf 30 Jahre als Berufsoffizier zurückblickte, betrat der Chef der Armee, Korpskommandant Thomas Süssli die Bühne. Er würdigte die Arbeit seines Stellvertreters, die «von Menschlichkeit, Verantwortung und Engagement für unser Land» geprägt war. Korpskommandant Walser sei ein beispielhafter Botschafter gewesen, der mit seiner «Bescheidenheit und Arbeitsmoral» auch für den Chef der Armee ein Vorbild gewesen und auf den er stolz sei. Er hinterlasse tiefe Spuren, insbesondere indem er sich für eine Armee für alle eingesetzt und die Kultur unserer Armee geprägt habe. Mit einem Kompass, der den abtretenden Chef Kommando Ausbildung auf seinen Reisen begleiten soll und der sein Vermächtnis, den Ausbildungskompass, symbolisiert, verabschiedete sich der CdA von seinem Kameraden.

Es beginnt mit der Ausbildung

Bundesrat Martin Pfister, der Chef des VBS, betonte, es sei ihm eine Ehre, eine derart eindrückliche Karriere wie diejenige Walsers würdigen zu dürfen. Er sei der Überzeugung, dass sich die sicherheitspolitische Lage in Europa und der Schweiz massiv verändert habe. Die Armee müsse sich auf diese Bedrohungslage vorbereiten und ihre Soldatinnen, Soldaten und Kader ab dem Eintritt in die Rekrutenschule so ausbilden, dass sie bereit sind, um die Souveränität der Schweiz verteidigen zu können.

Den Blick nach vorne richten

Nach der Kommando-Übergabe übernahm der designierte Chef Kommando Ausbildung, Brigadier Gregor Metzler, das Wort. Der heutige Kommandant der Generalstabsschule wird per 1. Februar zum Korpskommandanten befördert. Metzler, der zuvor mit den besten Glückwünschen der beiden Korpskommandanten sowie des Chefs VBS bedacht worden war, betonte, dass die Ausrichtung seines neuen Kommandos stimme. Gleichwohl müsse man sich auf schlechtere Zeiten einstellen, durchdachte Eventualplanungen entwickeln und «alles geben, damit wir verteidigen können, um nicht verteidigen zu müssen».