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Himmelswächter im Einsatz am Genfersee

Die Bereitschaftsbatterie für die Boden-Luft-Verteidigung leistete vom 13. bis 15. Dezember 2023 ihren Dienst im Rahmen eines vom Bundesrat beschlossenen Assistenzdienstes. Dabei ging es darum, den eingeschränkten Luftraum im Kanton Genf zu überwachen und zu schützen. Dies zum Schutz des von der Schweiz und vom UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge organisierten Globalen Flüchtlingsforums 2023, das in Genf stattgefunden hat.

18.12.2023 | Kommunikation Luftwaffe (Miliz), Fachof Cédric Sapey

Die 35mm Fliegerabwehr Kanone schützt den Genfer Himmel. Im Hintergrund steht ein Patrouillenboot P16. © Fachof C. Sapey
Die 35mm Fliegerabwehr Kanone schützt den Genfer Himmel. Im Hintergrund steht ein Patrouillenboot P16. © Fachof C. Sapey

Die Bereitschaftskompanie 204 für die Boden-Luft-Verteidigung (BODLUV) stand am Genfersee im Einsatz, um den Luftraum über dem Konferenzstandort in Genf zu schützen. Dieser Einsatz fand im Rahmen des vom Bundesrat beschlossenen subsidiären Einsatzes zu Gunsten der Genfer Zivilbehörden statt. Nebst dem Assistenzdienst hatte der Bundesrat am 29. November 2023 eine temporäre Einschränkung des Luftraumes beschlossen, welche es durchzusetzen galt.

Die im Einsatz stehenden Angehörigen der Fliegerabwehr-Durchdiener-Bereitschaftskompanie 204 standen in ihrer 6. Durchdienerwoche. Die Mannschaft bemannte mit hoher Professionalität im 12-Stunden-Takt die am Genfer Seeufer stehende Feuereinheit, bestehend aus 35mm-Fliegerabwehr-Kanonen 63/12 und Feuerleitgeräten 75/10.

Schutz des Luftraumes originärer Auftrag der Armee

Dank der vom Kommando Cyber erstellten Richtstrahlverbindung wurden sämtliche Daten, die vom Radar der Feuereinheiten gesammelt werden, direkt ins Air Operation Center (AOC) der Luftwaffe in Dübendorf ins Luftlagebild eingespiesen. Dort überwachte der BODLUV-Einsatzoffizier konstant die Luftlage und konnte dementsprechend den Chief Air Defense rund um die Uhr über die Lage informieren. Im Ernstfall würden die Feuereinheiten direkt vom AOC betrieben, dies mit Unterstützung der vor Ort befindlichen Truppen.

Die Wahrung der Lufthoheit ist originäre Aufgabe der Armee. Diese Massnahme war notwendig, da es sich um ein hochrangiges, internationales Treffen handelte und die Schweiz verpflichtet ist, die Sicherheit von völkerrechtlich geschützten Gästen zu gewährleisten. Die Einschränkung betraf lediglich Kleinflugzeuge wie Sportflugzeuge und Helikopter sowie nichtkommerzielle private Businessflüge. Der kommerzielle Flugbetrieb des internationalen Flughafens Genf wurde dadurch nicht beeinträchtigt. Der Schutz des Luftraumes macht die Durchführung einer internationalen Konferenz überhaupt erst möglich.

Die BODLUV Feuereinheit mit dem Genfer Jet d’Eau als Kulisse. © Fachof C. Sapey
Die BODLUV Feuereinheit mit dem Genfer Jet d’Eau als Kulisse. © Fachof C. Sapey


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