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Das Medic-Team der SWISSCOY – Rundum gut versorgt

Im Medical Center im Camp Film City in Pristina dreht sich alles um die Gesundheit der Soldatinnen und Soldaten des SWISSCOY-Kontingents 49. Aber auch deutsche und österreichische Armeeangehörige werden hier professionell medizinisch versorgt. Gemeinsam mit Kameradinnen und Kameraden aus Österreich stellen die Schweizer Fachpersonen sicher, dass es allen gut geht.

17.11.2023 | Text: Fachoffizier Aisha Seitz, Presse- und Informationsoffizier SWISSCOY 49 Fotos: Fachoffizier Andreas Müller, stellvertretender Presse- und Informationsoffizier SWISSCOY 49

Chief Nurse (C Nurse) Feldweibel Carmen Zünd
Chief Nurse (C Nurse) Feldweibel Carmen Zünd

Im Rahmen der ersten Wochen waren Chief Nurse (C Nurse) Feldweibel Carmen Zünd und ihr Team immer wieder bei aufwändigen Übungen und anspruchsvollen Ausbildungen innerhalb und ausserhalb des Camps involviert. Die Aus- und Weiterbildung deckt allerdings nur einen kleinen Teil des Aufgabenspektrums des Medical-Teams der SWISSCOY ab.

Das Medical Center lässt sich mit einer gut eingerichteten Hausarztpraxis vergleichen. Unter der Leitung des Chief Medical Officers (CMO) stellen die Medics allgemeine und notfallmedizinische Erstversorgung sicher, führen Sanitätsausbildungen für die Angehörigen des Kontingents durch und sind die Anlaufstelle für grosse und kleine Anliegen. Egal ob die Frage nach Sonnencreme oder die Verschreibung von Medikamenten, hier wird rasch und kompetent geholfen. Neben dem CMO und der C Nurse arbeiten im Schweizer Team zwei Nurses und zwei Transporthelfer.

Zur Ausrüstung des Medic Centers gehört neben einer voll ausgestatteten Apotheke, Behandlungszimmern und dem Rettungswagen ein gepanzertes Sanitätsfahrzeug (GSANF), für das eine besondere Ausbildung nötig ist. Es ist dafür konzipiert, verletzte Personen aus einer Gefahrenzone zu transportieren. Je nach Situation findet eine MEDEVAC (MEDizinische EVAKuierung) mit dem Helikopter statt. Die Evakuierung und der Umgang mit dem GSANF und dem Helikopter trainieren die Medics immer wieder in verschiedenen Szenarien.

Im Kurzinterview mit Fachoffizier Aisha Seitz, Presse- und Informationsoffizier des Kontingents, erklärt Feldweibel Carmen Zünd, was ihren Alltag im Einsatz ausmacht.

Carmen Zünd, was sind Ihre Aufgaben als Chief Nurse?

Meine Hauptaufgabe sehe ich darin, das ganze Kontingent wieder sicher und gesund nach Hause zu bringen. Als Chief Nurse bin ich für die Koordination des Medical Centers zuständig und ich führe das Medical Team unter der fachlichen Verantwortung des CMO. In Zusammenarbeit mit dem San Uof AUT («San Spiess»), meinem österreichischen Pendant, leite ich die Bereiche Pflege und Personelles. Kommt es beispielsweise zu einer medizinischen Repatriierung, koordiniere ich diese mit dem Personalchef (S1) und dem Air Operator (AirOps). Eine interessante Abwechslung sind die internationalen Meetings und Übungen mit anderen Nationen. Hier erweitern wir unser Know-how und können Synergien nutzen.

Was ist Ihr ziviler Background?

Ich bin gelernte Fachfrau Betreuung im Bereich Gerontologie (Alterskunde). Anschliessend habe ich die höhere Fachschule im Bereich Somatik (Akutspital) abgeschlossen. In der Zwischenzeit habe ich diverse Weiterbildungen gemacht und auf verschiedenen Abteilungen gearbeitet wie z.B. innere Medizin und Onkologie oder im Bereich Chirurgie.

Würden Sie den SWISSCOY Einsatz Ihren Berufskolleginnen und -kollegen weiterempfehlen?

Auf jeden Fall! Wer aus dem medizinischen Bereich kommt, kann im Rahmen eines SWISSCOY-Einsatzes wertvolle Erfahrungen in einem internationalen Umfeld sammeln. Von den zahlreichen, qualitativ hochstehenden Ausbildungen profitiert man auch im zivilen Leben. Als Beispiel kann ich hier den Kurs Tactical Combat Casualty Care (TCCC) nennen - dieser bietet den Teilnehmenden die Chance, die Notfallversorgung von verletzten Personen in Extremsituationen zu trainieren.

 

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