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"Die Zusammenarbeit mit Menschen aus verschiedenen Nationen auf der Baustelle ist für mich eine Bereicherung"

Hauptfeldweibel Jan-Eric Allenbach ist als Gruppenführer Hochbau im Pionierzug für das SWISSCOY-Kontingent 48 im Einsatz. Der gelernte Dachdecker ist im Einsatzraum oft auf der Baustelle an den Schweizer Standorten oder auf Arbeiten mit internationalen Kameraden anzutreffen. Zusätzlich ist er als Angehöriger des Pionier-Zugs auch zum Freedom of Movement Detachement, welches direkt der KFOR unterstellt ist. Woher er kommt, was seine Aufgaben sind und welche Pläne er für die Zukunft hat, erzählt er im Interview.

31.08.2023 | Wm Patric Caspar, stellvertretender Presse- und Informationsoffizier SWISSCOY 48

Hauptfeldweibel Allenbach gehört als Angehöriger des Pionier-Zugs auch zum Freedom of Movement Detachement.
Hauptfeldweibel Allenbach gehört als Angehöriger des Pionier-Zugs auch zum Freedom of Movement Detachement.

Jan Allenbach, erzählen Sie uns etwas von Ihnen: Woher kommen Sie und haben Sie sich im Einsatz im Kosovo eingelebt? 
Ich wohne in Langenthal im schönen Kanton Bern, dort bin ich aufgewachsen und immer noch wohnhaft. Ich habe mich hier im Einsatzraum gut eingelebt, die Arbeit als Pionier-Gruppenführer macht mir grossen Spass und ich als Verlängerer auch im Kontingent 49 nochmals einen Einsatz leisten. Das Leben hier im Camp Novo Selo, wo ich stationiert bin, hat seine Eigenheiten, man muss eine gewisse Flexibilität an den Tag legen. Die Zusammenarbeit im internationalen Rahmen und insbesondere mit Menschen aus verschiedenen Nationen auf der Baustelle ist für mich eine grosse Bereicherung. 

Was haben Sie vor Ihrem Einsatz gemacht was sind Ihre Pläne für die berufliche Zukunft?
Vor dem Einsatz habe ich meine Lehre als Dachdecker absolviert und sechs Jahre im Beruf gearbeitet. In dieser Zeit habe ich auch eine Weiterbildung zum Gruppenleiter Dachdecker absolviert. Nach dem Einsatz möchte ich eine Weiterbildung als Projektleiter und die Polierschule absolvieren und mich langsam in die Büro-Welt zurückziehen. Man wird ja auch nicht jünger (lacht).  

Was sind Ihre Aufgaben in der Funktion als Gruppenführer Hochbau im Pionierzug?
Wir von der Pioniergruppe erledigen diverse Bauaufträge im Auftrag der SWISSCOY oder im internationalen Rahmen zugunsten der KFOR. So haben wir immer etwas zu tun. Momentan arbeiten wir gerade an einem Projekt für die Verkehrs- und Transportzentrale, diese benötigt ein neues Dach. Danach freue ich mich auf ein grösseres Projekt welches wir für KFOR realisieren. Dieser sollte noch in diesem Kontingent fertig werden. Eine andere Aufgabe als Gruppenführer ist es im Bereich Freedom of Movement die Gruppe bei einem Road-Block zu führen und in Absprache mit dem Zugführer das korrekte Vorgehen zu planen und entsprechend umzusetzen.  

Wie kam es dazu, dass Sie sich für diesen Einsatz entschieden haben? 
Von dem Einsatz habe ich immer wieder gehört, egal ob im Militär oder von meinen Arbeitskollegen. Diese haben mich ermutigt, einen Einsatz in der SWISSCOY zu leisten. Sie haben immer wieder von Erlebnissen und Eindrücke vom Einsatzraum erzählt. Meine Familie unterstützt meine Entscheidung voll und ganz. Sicherlich sorgt sich meine Mutter ab und zu um mein Wohlergehen. Aber im Kontingent schaut man immer aufeinander, so dass das kein Problem ist. Ich habe nun auch die Zusage für das nächste Kontingent 49, dort werde ich die Funktion als stellvertretender Zugführer im Pionierzug übernehmen. Auf diese Funktion freue ich mich sehr, denn sie geht in die Richtung des Projektleiters, genau das was ich in Zukunft machen möchte.  

Was machen Sie, wenn Sie gerade nicht im Einsatz sind? 
In meiner Freizeit in der Schweiz trifft man mich auf dem Wasser beim Pontonierverein Wynau oder in der Turnhalle Härkingen beim Unihockeyverein. Ich bin immer unterwegs, ob beim Wandern oder im Winter auf den Skiern. Hier im Kosovo, betreibe ich auch viel Sport egal ob Joggen oder auf dem Basketballfeld. Ab und zu ziehe ich mich in den Container zurück und lese ein Buch. Ich geniesse aber die Zeit mit den verschiedenen Personen im Camp, es ist immer etwas los und man kann die Kameradschaft pflegen. 

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