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Die Nachschub-Spezialisten in der SWISSCOY – Materialversorgung für das ganze Kontingent

Die Nachschubgruppe ist die Schnittstelle für den Versorgungsbedarf der SWISSCOY zwischen dem Kontingent im Kosovo und dem Kompetenzzentrum SWISSINT in Stans-Oberdorf. Die Nachschubspezialisten des Kontingents 47 werden innerhalb des Nationalen Support Elements (NSE) im Camp Novo Selo (CNS) eingesetzt.

22.03.2023 | Wm Iris Probst, stellvertretende Presse- und Informationsoffizierin SWISSCOY 47

Organisieren und kontrollieren – das gehört zum Alltag der Nachschubspezialisten
Organisieren und kontrollieren – das gehört zum Alltag der Nachschubspezialisten


«Der Nachschub versorgt das ganze Kontingent mit Material; kann also fast ein wenig mit einer Logistikbasis der Armee (LBA) im Ausland verglichen werden», sagt der Gruppenführer Oberleutnant Argjend Mustafa. So verfügt der Nachschub über ein Lager mit über 22‘000 Artikeln, wie z.B. Putzmittel, Klebeband, Toilettenpapier, Büroartikel und Werkzeuge oder auch grössere Geräte, wie ein Schleifapparat oder eine Schweissmaschine. Folglich sind die Nachschubspezialisten auch für den Rückschub und die Beschaffung von Waren sowie das Lieferketten-Management zuständig. «Wenn jemand im Kontingent etwas benötigt, sorgen wir für eine Lösung. Wenn die Mechaniker zum Beispiel Ersatzteile für ein Auto oder Öl brauchen, kommen sie zu uns und wir kümmern uns darum», erklärt Oberleutnant Argjend Mustafa.

Damit das Lager immer über genügend Vorräte verfügt, wird die benötigte Ware beim Kompetenzzentrum SWISSINT laufend bestellt, und entweder per Landfracht mit dem regelmässigen Konvoi oder per Luftfracht in den Einsatzraum transportiert. Die wöchentliche Versorgung der SWISSCOY durch die Transportflüge sorgt unter anderem dafür, dass das Kontingent jederzeit mit genügend Medikamenten versorgt sind. Aber auch die Post wird zweimal pro Woche in den Einsatzraum transportiert. Per Konvoi hingegen werden eher grössere Frachten transportiert, wie z.B. defekte Fahrzeuge, Ersatzteile für die Fahrzeuge oder Container mit Retourmaterial. «Momentan erhalten wir auch relativ viele Güter für das neue Schweizer Field House in Suva Reka in den Einsatzraum geliefert. Dabei ist es wichtig, dass alles sauber im System erfasst wird und somit allfälligem Materialverlust vorgebeugt werden kann. Diesbezüglich sind für uns die Zwischen- und Schlussinventuren ein wichtiger Teil unserer Aufgabe während dem Einsatz. Unser Ziel ist es, bis Ende Kontingent einen geringen oder gar keinen Materialverlust aufzuweisen», so Oberleutnant Argjend Mustafa.

Als Nachschubgruppenführer leitet Oberleutnant Argjend Mustafa nebst den regulären Nachschubspezialisten auch den Chef Einkauf, den Chef Feldpost, den Munitionschef und den Materialchef. Durch seine zivile Tätigkeit als Verteilungsleiter Logistik bringt er viel Erfahrung in den Einsatzraum. Trotzdem sieht er seine Position als Nachschubgruppenführer als eine komplett neue Herausforderung: «Das Arbeitsumfeld hier im Camp ist völlig anders als zu Hause. Ausserdem unterscheiden sich gewisse Prozesse und Aufgaben von meiner Arbeit im Zivilen, sowie auch in der Miliz. Was mir besonders an meiner Funktion als Nachschubgruppenführer gefällt, ist, dass ich die erste Ansprechperson im Bereich Nachschub im Einsatzraum bin. Ich kann also stets „den Stein ins Rollen bringen“. Ausserdem kommen laufend neue Aufträge rein. Das macht die Arbeit spannend und herausfordernd.» Nebst der Wochenplanung und der Koordination seines Teams ist Oberleutnant Argjend Mustafa auch für den Informationsaustausch mit dem Kompetenzzentrum SWISSINT verantwortlich. Was den Rückschub und die Beschaffung von Waren angeht, trifft er unter anderem die Vorbereitungen für den Konvoi in die Schweiz.

Eines der Team-Mitglieder der der Nachschub-Spezialisten ist Wachtmeister Mark Berisha. Auch er hat einen beruflichen Hintergrund in der Logistik. «Als ich über die Einsatzmöglichkeiten recherchierte, war für mich klar, dass ich mich für den Nachschub bewerben wollte», erzählt Wachtmeister Mark Berisha. «Der Job als Nachschubspezialist passt sehr gut zu meiner zivilen Tätigkeit als Disponent. So kann ich mein Fachwissen hier im Einsatzraum anwenden, aber auch Neues dazulernen. Was ich vor allem gelernt habe, ist, geduldig zu sein und sehr präzise zu arbeiten». Seine Erfahrungen als Nachschubspezialist sind sehr positiv. «An meiner Position im Camp Novo Selo gefällt mir vor allem die Zusammenarbeit in der Gruppe und das Arbeitsklima. Ausserdem bin ich gerne Teil des Teams, welches das Kontingent unterstützt, wenn es etwas braucht».

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