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Fahnenübernahme

Am Montagabend, pünktlich um 18:06 Uhr (sechs-ab-sächsi) hat das Gebirgsschützenbataillon 6 seinen Dienst mit der traditionellen Fahnenübernahme begonnen, bei eisigem Wind und kalten Temperaturen auf dem Rossboden in Chur. Beim Einmarsch der Truppe wurde traditionell der «Sechseläutenmarsch» gespielt.

09.01.2024 | CUMINAIVEL | FT

Das Geb S Bat 6 hat eine lange Tradition. Es ist das dienstälteste Bataillon der Schweizer Armee und feiert heuer sein 150-jähriges Bestehen. Erst vor sieben Monaten leistete das «Schützensächsi» einen Ausbildungsdienst im Raum Sarganserland. Und nun ist es soweit, das Geb S Bat 6 steht im Dienst zugunsten der Sicherheit am WEF und unterstützt dabei die Kantonspolizei Graubünden bei der Gewährleistung der Schutzmassnahmen. Dazu wurden etwa die Kompanien des Bataillons entsprechend angepasst und verstärkt, etwa durch die Unterstützung von Militärpolizisten, Hundeführerinnen und anderen militärischen Spezialistinnen und Spezialisten. Sie alle waren gestern bei der Fahnenübernahme dabei. 

Für Oberstleutnant i Gst Marc Lüthi ist es der erste WK als Bataillonskommandant des Geb S Bat 6 und eine doppelte Herausforderung: «Ich werde mein Bestes geben für jeden einzelnen von Ihnen, damit dieser Einsatz ein Erfolg wird», sagte Lüthi, der in seinem zivilen Leben ein Unternehmen in der Energietechnikbranche führt. «Das Gebirgsschützenbataillon 6 trage einen essentiellen Beitrag zur Sicherung der kritischen Infrastrukturen und zur Überwachung des Sektors bei», sagte der Kommandant in seiner Ansprache vor versammelter Truppe und Kader. Lüthi betonte: «Ich kann Ihnen bereits jetzt sagen, dass die Auftragserfüllung für Sie und für uns nicht einfach, oder vielleicht besser gesagt, nicht angenehm werden wird.» Wie der Kommandant das meint, erklärte er anhand eines Beispiels: «Den Zugang zu einem Standort zu sichern und dies während 24/7, also auch bei Dunkelheit um 2 Uhr morgens und bei Minus 15 Grad, dazu noch Schneefall und Wind. Das ist weder interessant noch besonders lustig», sagte Oberstleutnant i Gst Lüthi. Trotz den vielen Herausforderungen vermittelte der Kommandant in seiner Ansprache, dass der militärische Einsatz zugunsten der Sicherheit am WEF enorm wichtig sei und hohe Priorität habe, für die Schweiz und darüber hinaus. «Sie dürfen stolz auf sich sein! Sie erfüllen einen Auftrag, der für die ganze Welt von grosser Bedeutung ist. Ohne euch geht es nicht!» 

An der Fahnenübergabe auf dem Churer Rossboden anwesend war auch der Kommandant der Territorialdivision 3 (Ter Div 3), Divisionär Maurizio Dattrino. Vor dem imposanten Bergmassiv des Calanda wünschte er dem Kommandanten des Geb S Bat 6, dem Kader und der ganzen Truppe einen erfolgreichen und unfallfreien Einsatz: «Ich bin überzeugt, dass die Truppe bereit ist», so Divisionär Maurizio Dattrino.


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