FLORAKO

FLORAKO ist ein leistungsfähiges Luftraumüberwachungs- und Einsatzleitsystem. Es umfasst je zwei Primär- und Sekundärradars für die grossräumige Luftraumüberwachung, die Integration bestehender militärischer Sensoren, Schnittstellen zu zivilen Sensoren und dem zivilen Flugsicherungssystem, ein Radarluftlagesystems und die Einsatzzentralen der Luftwaffe.

Luftraumüberwachungs- und Einsatzleitsystem FLORAKO
Gruppe
Unterstützungsmittel
Klasse
Fachsysteme
Einsatzort
Boden-Luft

Mit FLORAKO besitzt die Luftwaffe ein modernes, leistungsfähiges Luftraumüberwachungs- und Einsatzleitsystem. Das mit dem Rüstungsprogramm 1998 beschaffte FLORAKO-Kernsystem umfasst je zwei neue Primär- und Sekundärradars für die grossräumige Luftraumüberwachung, die Integration der bestehenden militärischen Sensoren (z.B. das taktische Fliegerradar Taflir), die Schnittstellen zu den zivilen Sensoren und dem zivilen Flugsicherungssystem, den Aufbau eines neuen Radarluftlagesystems und die Ausrüstung der Einsatzzentralen der Luftwaffe. Dieses Kernsystem steht seit Anfang Februar 2004 im operationellen Betrieb. Im zweiten Beschaffungsschritt, eingeleitet mit dem Rüstungsprogramm 1999, wurde das Kernsystem mit je zwei weiteren Primär- und Sekundärradars ergänzt. Diese Primärradars sind multifunktionale Radars für die Rundumüberwachung und zur selektiven Verfolgung zugewiesener Ziele. Mit dem Rüstungsprogramm 2004 wird die Integration des Data-Links (Link 16) in FLORAKO vollzogen. Damit werden künftig technische und taktische Daten direkt mittels digitaler Kommunikation zwischen den FLORAKO-Einsatzzentralen und den von FLORAKO geführten F/A-18 Kampfflugzeugen ausgetauscht. Neben der damit erzielten hervorragenden Stör- und Abhörfestigkeit erlaubt dieses System im Gegensatz zum aktuellen Flugfunk die selektiv adressierte Kommunikation zwischen den Kampfflugzeugen und der Kommandoplattform, was eine neue Generation in der Führungskommunikation darstellt.