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Korpskommandant André Blattmann gibt Standarte der Schweizer Armee zurück

100 Monate nach Amtsantritt übergab Korpskommandant André Blattmann heute sein Amt als Chef der Armee formell an seinen Nachfolger Divisionär Philippe Rebord. Im Beisein von Bundesrat Guy Parmelin und vor rund 160 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Armee verabschiedete er sich anlässlich einer würdigen Feier in Murten.

08.12.2016 | Kommunikation Verteidigung

murten

Bundesrat Guy Parmelin nahm heute Nachmittag die Standarte der Schweizer Armee aus den Händen von Korpskommandant André Blattmann zurück und dankte dem abtretenden Armeechef für seinen Einsatz für das Land und für die Schweizer Armee.

Trotz mangelnder Ressourcen habe es Blattmann geschafft, die Armee als glaubwürdiges Instrument zu platzieren. Auch sei es ihm gelungen, Skeptiker von der Wichtigkeit der Weiterentwicklung der Armee (WEA) zu überzeugen und die Schweizer Armee als wichtiges Instrument in der Sicherheitspolitik zu positionieren.

In seiner abschliessenden Rede betonte Korpskommandant Blattmann, dass die Armee kein Selbstzweck sei, sondern ein Instrument zum Kämpfen, Schützen und Helfen. Die Schweizer Armee habe einen Verfassungsauftrag und kürzlich seien die Gesetze durch die Politik präzisiert worden. Ausserdem zeigte er sich erfreut darüber, dass die Armee dank vollständiger Ausrüstung, verbesserter Ausbildung und dezentralisierter Ansiedelung in den Regionen ihre Leistung besser erbringen kann.

Am Schluss appellierte der scheidende Armeechef an seinen Nachfolger Divisionär Philippe Rebord und die Anwesenden: «Ich lade meine Kameraden ein, sich weiterhin und unter den aktuellen Umständen erst recht mit Disziplin, Können, Engagement, Führungsstärke, Durchsetzungswillen, Bescheidenheit und dem nötigen Vertrauen für die Leistungserbringung der Armee zugunsten von Land und Leuten einzusetzen. Schaut hin, nehmt Einfluss.»

Divisionär Philippe Rebord wird ab 1. Januar 2017 die Schweizer Armee führen, und gleichzeitig zum Korpskommandanten befördert. Bundesrat Parmelin verlangt vom neuen Chef der Armee, die Fahrtrichtung zu behalten und für Kontinuität zu sorgen. Die Führung der Armee, die Umsetzung der WEA und der richtige Einsatz der Ressourcen seien gewaltige Aufgaben. Zwar könne Philippe Rebord auf die gute Arbeit seines Vorgängers bauen, aber die Aufgaben würden nie ausgehen.

Der designierte Chef der Armee ist sich bewusst, dass die anstehenden Aufgaben nur gemeinsam bewältigt werden können. «Als Einzelner kann man nichts Entscheidendes für das Gesamtsystem Armee bewegen. Es wird also nötig sein, die anstehenden Aufgaben als Team anzupacken.»