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Absperren, umzäunen, härten – in Davos ist auch die Armee am Werk

Seit vielen Jahren unterstützt die Schweizer Armee die zivilen Sicherheitskräfte am World Economic Forum (WEF). Dabei fallen verschiedenste Arbeiten an. Unter anderem werden Sappeure vor der eigentlichen Veranstaltung mit der Aufgabe betraut, mit geeigneten Mitteln Objekte zu härten. Ein logistischer Meisterakt, wobei viele Tonnen Material verschoben werden.

17.01.2018 | jpe

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Transport der Absperr-Gitter mit dem Radlader. (jpe)

 

Als Auftakt zum World Economic Forum stehen für die eingesetzten Angehörigen der Armee Vorbereitungen in beinahe unvorstellbarem Ausmasse an. Diese Vorbereitungen sind für die Gewährleistung der Sicherheit am WEF unerlässlich. Sichtbar wird diese harte Arbeit im Handwerk des Härtens: Tonnen von mannshohen Absperr-Gittern und Zäune müssen über Kilometer hinweg errichtet werden; unzählige Rollen an Stacheldraht werden verlegt – eine logistische Herausforderung. Dabei macht den Soldaten nicht nur die körperliche Arbeit zu schaffen. In diesen Tagen schwanken die Temperaturen zwischen eisigen -12°C und 4°C und lassen so den einen oder anderen Eiszapfen am Bart wachsen. Um mit diesen schwierigen Bedingungen klar zu kommen, braucht es Profis. Es sind also AdAs gefragt, die ihr Handwerk vollumfänglich beherrschen und ihre Fähigkeiten meisterhaft anwenden. Kurz und in Neudeutsch: Die Sappeure meistern ihren Job gekonnt aus dem FF.

 

Die Zäune stellen dabei mehr als nur eine Abriegelung dar: Sie bilden zusammen mit den Sicherheitsposten und Kameras ein abgestimmtes, sicherheitstechnisches System zum Schutz der WEF-Teilnehmenden und der Einsatzkräfte. Für solch anspruchsvolle und anstrengende Arbeiten kommen die Spezialisten aus einer Sappeur-Kompanie zum Einsatz. Ausgerüstet mit Schaufeln, Absperrband und Radladern sind sie bereit ihren Auftrag zu erfüllen. Die Härtung wächst schnell, die Soldaten im Schnee wissen genau was sie tun. Beschwerungselemente werden gesetzt, Schnee wird aus dem Weg geräumt und die Absperr-Gitter aufgerichtet. Vorsichtig wird der Stacheldraht abgerollt und fachgerecht montiert. Jeder Griff sitzt. Vereinzelt müssen geringfügige Anpassungen an den Absperr-Gittern vorgenommen werden. Die Truppe stellt für das Sicherheitsdispositiv mehrere Kilometer dieser Zäune auf, eine Meisterleistung.

 

Wenn die Sappeure fertig sind und sämtliche Infrastruktur aufgebaut ist, wird Davos bereit sein, die zahlreichen illustren Gäste aus der ganzen Welt willkommen zu heissen. Nachdem die prominenten WEF-Teilnehmenden abgereist sind, beginnt für die Sappeure wieder die Arbeit. Sie bauen das Sicherheitsdispositiv ab und machen es einsatzbereit für das WEF 2019.  

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Manchmal muss mit der Schaufel Hand angelegt werden, um die Absperr-Gitter sicher zu setzen. (jpe)