Veröffentlicht am 21. Januar 2026
Fragenkatalog Lehrberufe Automobilmechatroniker/-in Pw & Nfz
Erfahre mehr über den Lehrberuf!

Grunddaten zum Beruf
- Fachrichtung: Personenwagen und Nutzfahrzeuge
- Dauer: 4 Jahre
- Teilprüfung: keine
- Berufsmatura: ist möglich
- Standort: Thun oder Bern
Voraussetzungen für den Beruf
Für diese Lehre benötigts du vorzugsweise einen Sekundarabschluss. Falls du einen Realabschluss hast, sind gute Noten in Mathematik zwingend.
Du solltest gut in Mathematik und Physik sein und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen mitbringen.
Als Automobil-Mechatroniker übernimmst du viel Selbstverantwortung und arbeitest aktiv mit. Dabei wirst du dir auch einmal die Hände schmutzig machen und für gewisse Arbeiten braucht es körperliche Kraft – zum Beispiel beim Demontieren von Rädern oder Bauteilen.
Ausbildung im Betrieb
Die Theorie lernst du in der Berufsschule und in der Lehrwerkstatt, während du die praktische Arbeit direkt in der Werkstatt und in den verschiedenen Nebenwerkstätten vertiefst.
Die Ausbildung absolvierst du in der Werkstatt und in diversen Nebenwerkstätten. (Zum Beispiel in der Spenglerei, in der Panzerwerkstatt, in der Carrosserie, in der Sattlerei oder im Ersatzteillager)
Du machst in dieser Lehre keine Stagen in der Privatwirtschaft, da du intern, die verschiedenen Bereiche kennenlernen wirst.
Zu deinen Aufgaben als Automobil-Mechatroniker gehören unter anderem das Durchführen von Servicearbeiten, das Finden und Beheben von technischen Problemen sowie allgemeine Aufräum- und Reinigungsarbeiten in der Werkstatt. Viele Arbeiten erledigst du ab dem 2. Lehrjahr selbstständig, wobei du verantwortungsvoll und genau vorgehen musst.
Zwischen 07:00 und 07:30 Uhr beginnt dein Arbeitstag. Als erstes bekommst du von einem Mechaniker / einer Mechanikerin ein Auftragsblatt und dir werden die Aufgaben zugeteilt. Um 09:00 Uhr gibt es eine Kaffeepause von 15min und um 12:00 Uhr kannst du in die Mittagspause. Am Nachmittag widmest du dich wieder deinen Aufgaben bis zirka 16:00 Uhr und um 15:00 Uhr hast du eine Pause von 15min zugute.
Berufsfachschule
- 1. Lehrjahr = 1 Tag
- 2. Lehrjahr = 1-2 Tage
- 3. Lehrjahr = 1-2 Tage
- 4. Lehrjahr = 1 Tag
Es werden die Fächer Berufskundeunterricht, Allgemeinbildender Unterricht und Sport unterrichtet.
Während der Ausbildung lernst du, wie man einzelne Fahrzeugteile korrekt austauscht und wie man technische Beschriftungen, zum Beispiel auf einem Reifen, richtig liest und versteht. Zudem erarbeitest du dir ein Verständnis für die Fahrzeugelektrik und lernst, elektrische Systeme zu prüfen, zu reparieren und teilweise auch selbst aufzubauen.
Überbetriebliche Kurse
Die ÜKs sind ein sehr wichtiger Bestandteil der Ausbildung. In den ÜKs lernst und übst du Arbeiten, die im Betrieb oder in der Schule nicht in diesem Umfang möglich sind. Dazu gehört zum Beispiel das Revidieren von Getrieben oder das vollständige Zerlegen und Zusammenbauen von Motoren.
Im ÜK kannst du praktisch arbeiten und sehr viel lernen, weil an den Modellen vieles sichtbarer ist als am kompletten Fahrzeug. Dadurch verstehst du die Technik besser und erkennst Abläufe und Bauteile deutlicher.
Dazu gehören Schweissen, Feilen und allgemeine Metallarbeiten, aber auch das präzise Montieren von Bauteilen mit dem richtigen Drehmoment. Du übst, genau zu messen, Reifen fachgerecht zu montieren und Reparaturen durchzuführen. Schritt für Schritt baust du so deine praktischen Fähigkeiten auf und arbeitest immer genauer und selbstständiger.
Die ÜKs sind in unterschiedliche Posten aufgeteilt, die du Schritt für Schritt bearbeiten musst. Für jeden ÜK erhältst du eine Note, und einzelne Projekte werden zusätzlich bewertet. Die Kurse finden im Betrieb in der Lehrwerkstatt statt, wo du direkt an Modellen und Fahrzeugteilen arbeitest.
Perspektiven nach der Lehre
Man kann nach der Lehre als Automobilmechatroniker/-in in verschiedenen Betrieben arbeiten. Zum Beispiel in einer Auto-, LKW- oder Motorrad Werkstatt, in einem Baumaschinen- oder Landmaschinenbetrieb, in den Werkstätten von grossen Logistikfirmen, in öffentlichen Betrieben wie Feuerwehr, Polizei oder Busunternehmen, bei der Pannenhilfe oder einem Abschleppdienst.
Nach der Ausbildung stehen dir zahlreiche Weiterbildungs- und Studienmöglichkeiten offen:
Höhere Fachprüfung: Du kannst zum Beispiel den Betriebswirtschafter machen.
Berufsprüfungen: Mögliche Abschlüsse sind Diagnostiker, Werkstattkoordinator oder Verkaufsberater.
Höhere Fachschule: Dipl. Techniker HF Fahrzeugtechnik, Dipl. Techniker HF Maschinenbau, Dipl. Techniker HF Elektrotechnik, Dipl. Techniker HF Systemtechnik oder Dipl. Techniker HF Mechatronik
Berufsmaturität (BM2, nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung): Nach Abschluss der BM2 hast du Zugang zu einer Fachhochschule und über eine Passerelle auch zu einer Universität, um einen Bachelorabschluss bzw. Masterabschluss zu erlangen.