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Neue Simulatoren für die Fahrausbildung

Im Juni 2023 begann die Schweizer Armee die alten Fahrerausbildungs- und Trainingsanlagen für Motorfahrer (FATRAN) gegen das neue Modell Fahrsimulator Motorfahrzeugführer 24 (FSM 24) austauschen. Eine erste Anlage des FSM 24 steht den Fahrschülern und Fahrschülerinnen der Armee und der Verwaltung seit Juli 2023 auf dem Waffenplatz Thun zur Verfügung.

17.01.2024 | Kommunikation Verteidigung, Léonie Gasser

Stabsadjutant Daniel Hilfiker beim Manövriertraining mit dem ersten FSM 24, der in Thun steht.
Stabsadjutant Daniel Hilfiker beim Manövriertraining mit dem ersten FSM 24, der in Thun steht. VBS/DDPS, David Marquis

Bis im Juni 2024 werden fünf FSM 24-Anlagen, bestehend aus je fünf Schülerstationen und einer Betreuerstation, an den Standorten der Verkehrs- und Transportschulen 47 eingesetzt werden. Eine weitere Anlage ist seit Sommer 2023 im Kompetenzzentrum Fahrausbildung der Armee (FAA) in Thun in Betrieb. Die neuen Fahrsimulatoren ermöglichen selbstständige Lernfahrten inklusive automatischer Auswertung, die man am Schluss mithilfe eines Videos unter anderem aus der Vogelperspektive genau überprüfen kann. «Die Simulatoren dienen ergänzend als nützliche Vertiefung der Fahrlektionen mit Schwergewicht Manövrierübungen», so Stabsadjutant Daniel Hilfiker, Chef Einführung Fahrsimulator FSM 24. Das Hauptaugenmerk der Fahrschule liege aber stets auf Fahrstunden mit dem Echtfahrzeug.

Neues Lernmodell

Für die Lernfahrten an den Simulatoren gibt es drei Varianten. Bei der ersten steht der Fahrlehrer oder die Fahrlehrerin direkt an der Schülerstation und gibt aktiv Anweisungen und Hilfestellung. Bei der zweiten überprüft man die simulierten Fahrten in Echtzeit an der sogenannten Betreuerstation. Die Fahrschüler und Fahrschülerinnen können die Lektionen aber auch vollkommen selbstständig und zeitunabhängig absolvieren, um so ihre Kenntnisse zu vertiefen und allfällige Schwachpunkte erneut anzugehen. Jede Fahrt wird aufgezeichnet, automatisch ausgewertet und kann von der Lehrperson oder vom Fahrschüler selbst auch zu einem späteren Zeitpunkt überprüft und bewertet werden.

Digitale Fahrstunden senken Risiken

Mit der Beschaffung der FSM 24 macht die Armee einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung. Im Simulator können selbst aufwendige und gefährliche Manöver in einer ruhigen Umgebung geübt werden. Zudem senkt jede Fahrt, die im Simulator und nicht auf der Strasse stattfindet, die Abnutzung der Fahrzeuge und die CO2-Emissionen. Ebenfalls stehen unzählige realitätsnahe Manövrierplätze und Orte virtuell zur Verfügung und die Lehrperson kann bis zu 5 Fahrschüler und Fahrschülerinnen gleichzeitig unterstützen. Einer der grossen Vorteile des FSM24 besteht darin, dass er autonom funktioniert und mit kleinem Aufwand überall hin versetzt und benutzt werden kann. Stabsadjutant Daniel Hilfiker ist überzeugt vom neuen Fahrsimulator: «Wir kauften hiermit ein fertig entwickeltes, kommerzielles Produkt, das überall einsetzbar ist». Er hilft bei der Erreichung des Zieles, das Fahrschüler, Fahrschülerinnen und die Lehrpersonen gemeinsam haben: Das gekonnte, sichere und verkehrsgerechte Manövrieren der Armeefahrzeuge.

Von der Betreuerstation aus kann der Fahrlehrer die Trainings aller seiner Fahrschülerinnen und Fahrschüler überwachen.
Von der Betreuerstation aus kann der Fahrlehrer die Trainings aller seiner Fahrschülerinnen und Fahrschüler überwachen. VBS/DDPS, David Marquis


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