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Diplomfeier BLG 20 – 8. März 2024

Brigadier Hugo Roux, Kommandant der Militärakademie an der ETH Zürich, begrüsste die Diplomandin und die Diplomanden des Bachelorlehrgangs (BLG 20) sowie deren Angehörige und alle anwesenden Gäste in ihren Landessprachen.

14.03.2024 | Beatrice Thomann

Klassenfoto_BLG20

In seiner Rede machte er auf die Rückkehr der Machtpolitik bzw. die damit einhergehende Neuordnung der Einflusssphären aufmerksam. Er nahm Bezug auf eine Analyse von Georg Häsler aus dem Jahr 2021, wo dieser die heutige globale Situation prognostizierte. Genau in diese Zeit der Unsicherheit durch Machtpolitik und der Durchsetzung von Interessen mit militärischen Mitteln fällt nun die berufliche Tätigkeit der zukünftigen Berufsoffiziere. Sie haben dazu eine wissenschaftliche, werteorientierte und praxisnahe Ausbildung absolviert, welche das Fundament für ihre beruflichen Tätigkeiten schafft, betonte Brigadier Roux. Er gab Ihnen noch die folgende Empfehlung auf den Weg: «Wer Ausstrahlungskraft besitzt, wirkt als Vorbild und erzeugt Zuversicht, Vertrauen und Optimismus. Die so von Ihnen Geführten werden Ihnen folgen».

Auch der Präsident der ETH, Prof. Dr. Joël Mesot, wies auf die jetzigen Konflikte hin und was die ETH Zürich für die Sicherheit der Schweiz und der Welt beiträgt. Dazu gehöre unter anderem auch die Zusammenarbeit des CSS und des Cyber-Defense Campus mit dem VBS. Forschungen und Entwicklungen tragen zu zahlreichen mathematischen Verschlüsselungsverfahren bei, welche für die (relative) Sicherheit in der digitalen Kommunikation sorgen werden. Neuartige Computer und die Quantenphysik werden die Lösung des Problems liefern, um absolut abhörsichere Kommunikationssysteme bauen zu können. Mit seinen optimistischen Worten gratulierte er den Diplomanden zur erfolgreichen Ausbildung.

Studiendirektor, Prof. Dr. Frank Schimmelfennig, gratulierte ebenfalls den Absolventen des «Bachelor ETH in Staatswissenschaften». Er war der Ansicht, dass das Militär vor Herausforderungen stehe, bei denen auch zusätzliche kognitive und soziale Fähigkeiten gefragt seien. Technologien wie die Robotik und künstliche Intelligenz würden unter anderem die Kriegsführung verändern, was auch einen Einfluss auf die umfassende Reform des Studiums, zusammen mit der MILAK, haben werde. Er empfahl den Diplomanden: «Bleiben Sie neugierig und kritisch, nutzen Sie die Chancen zur Weiterbildung».

Als Festrednerin konnte die MILAK Frau Regierungsrätin Laura Dittli, Vorsteherin der Sicherheitsdirektion des Kantons Zug, gewinnen. Sie drückte ihre Freude aus, an der Diplomfeier dabei sein zu dürfen, vor allem wenn neue Berufsoffiziere in die «Arbeitswelt» treten. Sie wies darauf hin, dass die Diplomanden über die vergangenen Jahre bereits Ausdauer und Durchhaltevermögen bewiesen haben. Dies wie auch weitere, angeeignete Fähigkeiten könnten nun in den verschiedensten Tätigkeiten des Berufsoffiziers angewendet werden. Fakt sei, dass mit dieser Ausbildung unterschiedliche Wege offen stünden und die Armee diverse Möglichkeiten dazu biete. Auch sie ist der Ansicht, dass die sicherheitspolitischen Grundpfeiler neu ausgerichtet und die Verteidigungsfähigkeit gestärkt werden müsse. Sie betonte, dass die Aufgaben im Einsatz zugunsten der Bevölkerung anspruchsvoll sein werden, gleichzeitig jedoch auch vielfältig und spannend. «Sie haben einen fantastischen Beruf gewählt, freuen Sie sich auf ihre Tätigkeiten, Entwicklungsmöglichkeiten und freuen Sie sich auf alles Neue, das auf Sie zukommt», motivierte sie die zukünftigen Berufsoffiziere.

Oberst i Gst Raymond Bänziger führte durch die Diplomübergabe. Die Diplome wurden durch Brigadier Hugo Roux und Prof. Frank Schimmelfennig überreicht.
Anschliessend machte der Klassensprecher, Hptm Florian Schlegel einen Rückblick über das Erlebte des BLG 20. Unter anderem beschrieb er seine Kameraden wie folgt: «Als Rohdiamanten traten wir an und als geschliffene Diamanten treten wir ab bzw. über». Er betonte, dass Vielfalt wohl das richtige Wort der Umschreibung für diese Klasse sei, setzte sich doch der BLG 20 aus 7 Romands, 3 Tessinern und 6 Deutschschweizer aus diversen Lehrverbänden zusammen. Er beschrieb die Klasse als offen wie auch kritisch, jedoch mit einem guten Zusammenhalt. Mit folgenden Worten schloss er seine Ansprache: «In einer Zeit von Kriegen und globaler Aufrüstung braucht es junge Berufsoffiziere, die unsere Armee mit Leidenschaft weiterbringen und die Kader von morgen prägen – Wenn nicht wir, wer dann?».

Frau Divisionär Germaine J.F. Seewer, Kommandant der Höheren Kaderausbildung der Armee, schloss sich den Worten ihrer Vorredner an, was die jetzige Konstellation der Welt betrifft. Sie beglückwünschte die Diplomandin und die Diplomanden zu ihrer bestandenen Ausbildung. Sie empfahl den jungen Berufsoffizieren und der Berufsoffizierin, das Erlebte und Erlernte bekannt zu machen, damit auch anderen die spannende und sinnvolle Tätigkeit nahegebracht werden könne. Mit einem Satz aus ihrem Herkunftskanton brachte sie zum Abschluss die Anwesenden zum Schmunzeln: «La cuvée est très bonne» und damit waren die neuen Berufsoffiziere gemeint.

Der Kommandant der MILAK, Brigadier Hugo Roux, und seine Mitarbeitenden beglückwünschen die neu diplomierte Berufsoffizierin und die neu diplomierten Berufsoffiziere und wünschen ihnen alles Gute.
 


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