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Den Bogen zwischen dem Sport und der Armee gespannt

Es hat Tradition, dass Kommandanten von Kampftruppen der Schweizer Armee der Spitzensport-RS in Magglingen einen Besuch abstatten. Oberst i Gst Marco Mudry, Kommandant Kompetenzzentrum Sport Armee, empfing in Magglingen Brigadier Christoph Roduner. Der Kommandant der Mechanisierten Brigade 11 erhielt einen Einblick in die verschiedenen Sportarten und erfuhr viel Positives von den Athletinnen und Athleten.

15.03.2024 | Kurt Henauer, Kommunikation, Komp Zen Sport Armee

Die Spitzensport RS 2/23 mit dem Team des Kdt Mech Br 11

Vom Kunstturnen bis zu Curling, Fussball, Golf, Kanu, Reiten, Leichtathletik, dem Para- und normalen Radsport sowie weiteren Sportarten waren
Sportlerinnen und Sportler zugegen. Brigadier Roduner liess sich nicht nur
informieren, sondern forderte die Sportsoldaten mit verschiedenen Fragen heraus. So wollte der 58-jährige sportliche Brigade-Kommandant von allen wissen, wo ihre Sportart den Ursprung habe. Diese geschichtlichen Exkurse führten in der Leichtathletik ins antike Griechenland zu den Spartanern, auf die einige Laufdisziplinen, aber auch der Kampfsport zurückgeht. Sie trainierten, um in den Kriegen erfolgreich zu sein. Damit spannte Brigadier Roduner beim Training in der Halle End der Welt den Bogen zwischen dem Sport und der Armee.

 

Ein Einblick in die brisante Weltlage

In der gemeinsamen Theoriestunde zeigte Roduner den Sportsoldaten das Bild der aktuellen und brisanten Weltlage (z.B. Krieg Ukraine-Russland), die auch für die Schweiz und vor allem die Armee eine erhöhte Aufmerksamkeit erfordert. Daraus ergab sich, dass von Sportsoldaten und von jenen der Kampftruppen die gleichen Tugenden und Eigenschaften von Bedeutung sind. Körperliche Fitness, die Bereitschaft gemeinsam etwas zu Erreichen und für sein Land einzustehen, aber auch das gegenseitige Vertrauen sind ebenso unabdingbar wie die Resilienz, um erfolgreich zu sein. Nur so könne man als Sieger aus dem Wettkampf oder dem Gefecht gehen, so Roduner.

 

Grundsätzlich sehr zufrieden

Brigadier Roduner wollte von den Sportsoldaten auch wissen, wie sie mit den Bedingungen in der Spitzensport-Rekrutenschule zufrieden sind. «Wenn ich die Aussagen bewerten müsste, so sind wir auf einer Skala von 1-10 zwischen 8 und 10», sagte er zu den Verantwortlichen der Spitzensport-RS beim abschliessenden Debriefing. Die gute Infrastruktur, die medizinische Betreuung im Swiss Olympic Medical Center am Bundesamt für Sport BASPO, dass man professionell trainieren könne und auch das Essen wurden unter anderem als positiv bewertet.

Nicht bei allen kam die die dreiwöchige militärische Grundausbildung (AGA) zu Beginn der RS optimal weg. Dafür zeigte Roduner Verständnis und sagte deutlich, dass dies ja auch wenig mit der AGA in einer normalen Rekrutenschule zu tun habe. Er sagte sogar, nachdem vor ein paar Jahren in der Spi Spo RS die Ausbildung an der Waffe entfallen war, ob man zugunsten von noch mehr Sport auch darauf verzichten sollte, weil sie ja wenig mit jener bei den anderen Schulen zu tun habe. Dem Sport wird – der Name sagt es - in der Spitzensport-RS Priorität eingeräumt. Ein Sportsoldat meinte sogar, dass sich die militärischen Vorgesetzten in Magglingen noch vertiefter und näher mit jeder einzelnen Sportart und ihren Vertretern auseinandersetzen sollten, um zu wissen was im Training abgehe.

 


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