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Überall gern gesehen: Der Feldpöstler der SWISSCOY

Post und Pakete sind eine wichtige Verbindung der SWISSCOY-Angehörigen in die Heimat. Besonders während der Weihnachtszeit, die die Soldatinnen und Soldaten des Kontingents 49 im Einsatzraum verbrachten, sorgte der Feldpöstler für leuchtende Augen an allen Standorten. Doch auch die restliche Zeit fährt Wm Jegaswissan Jeganathan jede Woche hunderte von Kilometern durch den Kosovo und verteilt die Post.

16.01.2024 | Text und Fotos: Fachof Andreas Müller, stellvertretender Presse- und Informationsoffizier SWISSCOY 49

Wm Jegaswissan Jeganathan, der Feldpöstler des SWISSCOY Kontingents 49.
Wm Jegaswissan Jeganathan, der Feldpöstler des SWISSCOY Kontingents 49.

Eine Post-Tour beginnt nicht erst mit der Verteilung der Briefe, Pakete und Zeitungen. Eigentlich beginnt sie bereits zwei Tage vorher. Dann erhält Wm Jegaswissan Jeganathan das Postmanifest seines Pendants in der Schweiz. Diesem entnimmt er, welche und wie viele Pakete am Freitag mit dem Versorgungsflug im Kosovo ankommen. So kann er die Sortierung am nächsten Tag vorbereiten. Denn die Post, die er am Flughafen in Pristina abholt, ist nicht vorsortiert. Mit der Rückkehr ins Camp Novo Selo folgt die Fleissarbeit. Nachdem er alle Post in seine Zentrale gebracht hat, öffnet er Sack um Sack und verteilt den Inhalt in Regalen für die verschiedenen Standorte der SWISSCOY. Sind Pakete, Briefe und Zeitungen sortiert, verlädt er diese in seinen charakteristisch grünen Sprinter. Ein Farbton, den man aus der Schweiz kennt, der in der SWISSCOY unter all den weissen Fahrzeugen sonst eher selten ist.

Eine bewegte Geschichte

Im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 wurde das Fehlen einer militärischen Feldpost deutlich, da sowohl die zivile Post als auch eine improvisierte Feldpost dem enormen Postaufkommen nicht gewachsen waren. 1880 schuf der Bundesrat das Amt des Feldpostdirektors und erliess am 13. August 1889 die "Verordnung betreffend die Feldpost", womit die Feldpost offiziell Teil der Armee wurde. Eine bedeutende Rolle spielte die Zusammenarbeit der Feldpost mit dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes (IKRK), die gemeinsam die Postvermittlung für Kriegsgefangene im Ausland und internierte Soldaten im Inland übernahmen.

Über 300 Kilometer pro Tag

Am Samstag geht's auf grosse Fahrt. Fast allen Aussenstandorten und Camps bringt Wm Jeganathan die Post bis vor die Haustür. "Gerade zur Weihnachtszeit war es ein besonders erfüllendes Gefühl, die Freude in den Augen der Soldatinnen und Soldaten zu sehen, wenn sie Post von Zuhause bekommen", meint er. Auch wenn es dieses Mal eher wenig Post zu verteilen gibt, "Jegi" ist sich auch anderes gewohnt. "Gerade in der Zeit des Kontingentswechsels gab es sehr viel zu tun. Da war mein Sprinter teilweise bis unters Dach voll mit Post." Für ihn war das eine sehr anstrengende Zeit.

Das Kontingent 49 hat aber nicht nur viel Post empfangen, sondern auch schon sehr viel in die Schweiz geschickt. "Seit Mitte Oktober wurden fast 2'000 Kilogramm aus dem Kosovo versendet."
 


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