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Die Armee reduziert in Sitten den Schiesslärm stark

In Sitten war heute Spatenstich: Auf dem Kasernenareal hat unter anderem der Chef des Armeestabes den Bau einer Indoor-Schiessanlage eröffnet. Diese wird die Schweizer Armee für Ausbildung und Training nutzen. Der Neubau wird die Lärmbelastung beim Schiessen auf kurze Distanz beseitigen. Das wird die lokale Bevölkerung entlasten und die nahe Natur schonen.

11.11.2022 | Kommunikation Verteidigung, Roland Studer

Vertreter der Schweizer Armee, des Kantons Wallis und der Stadt Sitten haben den Bau der Indoor-Schiessanlage eröffnet (v.l.n.r.): Philippe Varone (Stadtpräsident von Sitten), Géraldine Arlettaz (Grossratspräsidentin), Divisionär Jean-Paul Theler (Chef des Armeestabes der Schweizer Armee), Frédéric Favre (Vorsteher des kantonalen Departements für Sicherheit, Institutionen und Sport), Roberto Schmidt (Vorsteher des kantonalen Departements für Finanzen und Energie). ©Staat Wallis, Adrian Schneiter

Der Bau der Indoor-Schiessanlage auf dem Schiessplatz in Pra Bardy bei Sitten hat am 11. November 2022 mit dem Spatenstich begonnen. Die unterirdische Ausbildungs- und Trainingsstätte wird von der Schweizer Armee und der Kantonspolizei Wallis genutzt werden und die Bedingungen des Schiesstrainings auf kurze Distanz für die Miliz und das Berufsmilitär massiv verbessern. Vor allem aber wird die Anlage die Lärmbelastung des Schiessens auf kurze Distanz beseitigen. Dieses macht in Pra Bardy zurzeit drei Viertel der Schiessaktivitäten aus.

Bevölkerung entlasten, Umwelt schonen

Mit dieser Lärmreduktion wird das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) zum einen die lokale Bevölkerung entlasten, weil sich der Schiessplatz Pra Bardy in der Nähe einer Wohngegend und von zwei Campingplätzen befindet. Ausserdem wird die neue Indoor-Schiessanlage dank der Lärmreduktion das Naherholungsgebiet Les Îles unweit des Schiessplatzes schonen.

Eröffnung für 2024 geplant

An der offiziellen Zeremonie zum Baubeginn der Indoor-Schiessanlage auf dem Areal der Militärkaserne in Sitten haben namhafte Vertreter der Schweizer Armee, des Kantons Wallis und der Stadt Sitten teilgenommen. Den ersten Spatenstich haben Roberto Schmidt (Vorsteher des kantonalen Departements für Finanzen und Energie), Frédéric Favre (Vorsteher des kantonalen Departements für Sicherheit, Institutionen und Sport), Divisionär Jean-Paul Theler (Chef des Armeestabes der Schweizer Armee) sowie Philippe Varone (Stadtpräsident von Sitten) gemeinsam ausgeführt. Spätestens im Herbst 2024 soll die Trainingsanlage eröffnet werden.

Sieben Schiessboxen für das VBS

Die neue Indoor-Schiessanlage in Sitten umfasst zehn zeitlich uneingeschränkt nutzbare 30-Meter-Schiessboxen. Sieben davon sind für das VBS bestimmt. Die Militärpolizeischule nutzt den Schiessplatz Pra Bardy seit 2018 für die Ausbildung der Armeeangehörigen. Drei Schiessboxen werden der Kantonspolizei Wallis zur Verfügung stehen. Ausserdem werden voraussichtlich die Gemeindepolizeikorps, das Grenzwachtkorps und die Transportpolizei der SBB die Anlage je nach Auslastung gegen eine Mietgebühr exklusiv nutzen dürfen.

Bund trägt 22,5 Millionen Franken

Von der unterirdischen Schiessanlage werden überirdisch letztlich bloss Lüftungsschächte zu sehen sein. Der Rest des Dachs wird begrünt und naturiert. Ausserdem wird die Anlage besonders wirksam schallgedämpft. Die Kosten des Baus sind auf 33,5 Millionen Franken veranschlagt. Daran beteiligen sich der Staat Wallis mit 11 Millionen Franken und der Bund mit 22,5 Millionen Franken. Hinzu kommt ein Anteil an den Betriebs- und Unterhaltskosten. Dieses Geld wird sowohl der Armee als auch der lokalen Bevölkerung und Natur dienen, indem es den Schiesslärm stark reduziert.


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