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Spannend bis zum Schluss – Actiongeladener Robotik Hackathon

In der ICT Warrior Academy fand Ende September der Robotik Hackathon statt. Die Teilnehmenden des Lehrgangs ICT-Systemspezialist/in Junior programmierten in Zweierteams innerhalb nur einer Woche einen Lernroboter, der einen anspruchsvollen Parcours autonom absolvieren musste.

06.10.2022 | Kommunikation Verteidigung, Andreas Müller

Die Roboter waren mit Laserkanonen und kleine Munitionskugeln ausgerüstet
Die Roboter waren mit Laserkanonen und kleine Munitionskugeln ausgerüstet. ©VBS/DDPS, Andreas Müller

Der Robotik Hackathon der ICT Warrior Academy der FUB stellt auch dieses Jahr einen Höhepunkt im einjährigen Lehrgang ICT-Systemspezialist/in Junior dar. Zu Beginn der Woche wurde den Teilnehmenden hunderte kleine Bauteile vor die Nase gesetzt. Der erste Schritt: Die Bauteile zu einem Roboter zusammenbauen. Danach ging es an den eigentlichen Auftrag: Die Roboter mussten mit Hilfe Künstlicher Intelligenz so programmiert werden, dass sie einen Parcours abfahren und dabei verschiedene Aufgaben erfüllen können. Die Parcoursstrecke war lediglich mit einer blauen Linie am Boden markiert. Die erste Herausforderung: Den Roboter mit Codes zu füttern, die ihn dazu bringen, der blauen Linie zu folgen. Gelingen tut das mittels einer eingebauten Kamera und Computer Vision. Thomas Staub, Leiter der ICT Warrior Academy, erklärt: «Ziel des Robotik Hackathons ist, dass die Teilnehmenden ihrer Programmierkenntnisse verbessern und erweitern, aber auch ihr lösungsorientiertes Denken zu trainieren.»

Schnelle Erfolge trotz grosser Herausforderung

Bereits nach wenigen Stunden flitzten alle sechs Roboter der drei Duos durch den Raum, piepsten und blinkten. Die Gehäuse haben die Teams mit Aufklebern, Fähnchen oder einem kleinen Kontrollturm aus Lego ergänzt, ganz nach dem Motto «der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt». Dann folgte der komplizierte und zeitweise auch nervenaufreibende Teil des Hackathons. Stundenlang sassen die Teilnehmenden vor ihren Bildschirmen, tippten und klickten eifrig, probierten ihre Codes aus und suchten nach Fehlern. Die ersten Erfolge verzeichneten alle Teams nach nur einem Tag und schon bald folgten die Roboter Mal genauer, Mal weniger genau der blauen Linie. Die wohl schwierigste Aufgabe für die ICT Warriors und ihre Maschinen war es, am Ende des Parcours ein Ziel zu erkennen, dieses anzugreifen und sich selbst vor den Angriffen dieses zu verteidigen. Denn das Ziel am Ende des Parcours war nicht eine unbewegliche Fläche oder ein statisches Objekt, es war ein weiterer Roboter, der angriff. Die Roboter mussten also innert Millisekunden Entscheidungen treffen und diese umsetzen.

Das grosse Finale mit Spezial-Effekten

Als wäre die Lösung all dieser Probleme und die Bewältigung dieser Aufgaben nicht schon zeitintensiv genug, überlegte sich Thomas Staub noch einen Weg, wie sich die Teams Zusatzpunkte gutschreiben lassen konnten. Denn neben dem erfolgreichen Absolvieren des Parcours wurden auch Punkte für zusätzliche Skills der Roboter vergeben. Das liessen sich die ICT Warriors nicht zwei Mal sagen. Neben der Aufführung von kleinen Tanzeinlagen blinkten die Roboter Ende Woche auch in allen Farben und einer spielte sogar die Nationalhymne vor. Für die Teilnehmenden und die Organisatoren war der diesjährige Roboter Hackathon ein voller Erfolg. Alexandre Pilloud, einer der sechs ICT Warriors, sagt: «In dieser Woche konnten wir auf spielerische Art repetieren, was wir während des Lehrgangs bereits gelernt haben: Programmieren, logisches Denken, Künstliche Intelligenz, Teamarbeit, Automatisierung und Projektmanagement. Das sind alles Themen, welche wir auch in unserer künftigen Arbeit bei der FUB und im Kommando Cyber brauchen».


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