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«Ich mag alles, was fährt»

Eines haben alle Fahrer im Transportzug des SWISSCOY Kontingents 46 gemeinsam: Sie sind fasziniert von der Technik der Fahrzeuge und sie lieben es, unterwegs zu sein. Mit einem Einsatz bei der SWISSCOY können sie genau das ausleben und lernen dabei noch dazu – beispielsweise geschützte Mannschaftsfahrzeuge oder andere Sonderfahrzeuge zu führen. Fünf LKW-Fahrer erzählen von ihren Erlebnissen, die sie während ihrem Einsatz als Fahrer im 46. SWISSCOY Kontingent gemacht haben.

06.09.2022 | Fachoffizier Norbert Jenal, Presse- und Informationsoffizier SWISSCOY 46

Die fünf Kameraden aus der Romandie sind im Transportzug eingeteilt: (v.l.) Wm Maël Babel, Sdt Frédéric Bonnard, Lt Alexandre Favre-Bulle, Sdt Orian Charmillot und Obgfr Cyril Golaz

Leutnant Alexandre Favre-Bulle

«Mein Engagement für die SWISSCOY folgt dem Wunsch, wieder einmal etwas zu tun, um meinen Horizont zu erweitern. In meiner Jugend hatte ich die Gelegenheit, nach Togo und Vietnam zu reisen, um dort abgelegene Dörfer bei ihren Projekten zu unterstützen. Ich habe diese Erfahrungen nie vergessen und deshalb wollte mich in einem sinnvollen Einsatz engagieren. Dank meines Einsatzes als LKW-Fahrer wurde ich auf mehreren Konvois eingesetzt. Ich hatte das grosse Glück, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Nordmazedonien, Griechenland, Albanien, Italien und natürlich den Kosovo zu sehen. Ich habe in vielen Camps übernachtet und mit vielen Soldaten fremder Nationen zusammengearbeitet, sei es in Konvois oder bei Übungen. Für mich ist es eine enorme Bereicherung, dass ich das alles erleben und sehen durfte.»

Obergefreiter Cyrill Golaz

«Meine Funktion gefällt mir, weil sie mir eine sehr abwechslungsreiche Arbeit ermöglicht. Ich habe kein Lieblingsfahrzeug, aber ich fahre besonders gerne mit grossen Einheiten wie LKW-Anhängern oder Sattelschleppern. Die grösseren Dimensionen in Länge und Breite bringen zusätzliche Herausforderungen mit sich. Sie erfordern viel Aufmerksamkeit und vorausschauendes Fahren, um den Verkehr so wenig wie möglich zu stören. Der Einsatz ist für mich sehr bereichernd. So konnte ich beispielsweise durch die Ratschläge von anderen Chauffeuren, die diesen Beruf ausüben, Erfahrungen im Busfahren sammeln. Ausserdem konnte ich bei der Armee den Kranführerschein erwerben, der ein Pluspunkt für den zivilen Bereich ist.»

Soldat Frédéric Bonnard

«Der Einsatz ist eine aussergewöhnliche berufliche und menschliche Erfahrung und hat mir geholfen, die Situation auf dem Balkan besser zu verstehen. Ich geniesse es, dass ich jeden Tag aus dem Camp herauskommen und etwas vom Land sehen kann. Im Zivilleben arbeite ich im öffentlichen Verkehr und fahre keinen Lastwagen mehr. Im Reisebus muss das Fahren so bequem wie möglich sein und das erfordert viel Voraussicht. In der Regel bilden sich die Fahrgäste schon nach den ersten gefahrenen Metern eine Meinung über die Qualität ihres Fahrers.»

Soldat Orian Charmillot

«Meine Ziele für diesen Einsatz waren, meine militärischen Fähigkeiten zu ergänzen und eine unvergessliche menschliche Erfahrung zu machen. Was mir an meiner Funktion am meisten gefällt, ist die Möglichkeit, das Land kennenzulernen und mit all meinen Kameraden, die hier im Einsatz sind, in Kontakt zu sein. Ich schätze auch die Konvois zwischen dem Kosovo und der Schweiz. Die internationalen Transporte sind für einen jungen Fahrer eine interessante und lehrreiche Erfahrung. Der gesicherte 8×8-LKW mit dem Sattelschlepper ist das interessanteste Fahrzeug, das man fahren kann. Sein Gewicht, seine Länge und seine Höhe erfordern viel Konzentration, was auf den lokalen Strassen eine echte Herausforderung ist.»

Wachtmeister Maël Babel

«Ich bin Lastwagenfahrer im 46. Kontingent und auf das Fahren der geschützten Fahrzeuge GMTF, SOFA und LAPV spezialisiert. Ich habe mich nach meiner Dienstpflicht bei der SWISSCOY gemeldet, um neue Erfahrungen mit schweren Fahrzeugen zu sammeln. Wir arbeiten mit Kranwagen, um bestimmte Aufträge auszuführen, und auch viel mit Sattelschleppern für verschiedene Fahrzeug- oder Materialtransporte. Wir haben das Glück, spezielle Fahrzeuge fahren zu können, die man ausserhalb der Armee für diese Transporte nicht findet.»


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