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Armee ermöglicht Schulterschluss von Frauen im Cyberbereich

Vorbilder schaffen und vernetzen – Am Women in Cyber Day werden Cyberspezialistinnen zusammengebracht, Vorbilder für junge Talente geschaffen, Angebote bekanntgemacht und der Austausch gepflegt. Der erste physische Women in Cyber Day war ein voller Erfolg.

29.09.2022 | Kommunikation Verteidigung, Andreas Müller

Die Armee setzt sich für die Förderung von Frauen im Bereich Cyber ein.
Die Armee setzt sich für die Förderung von Frauen im Bereich Cyber ein. ©VBS/DDPS, Lorena Castelberg und Andreas Müller

Frauen sind in der Cyber-Welt unterrepräsentiert. Laut Netzwoche sind nach wie vor nur 14 Prozent der Informatik- und Cyber-Spezialisten in der Schweiz weiblich. Und Fachkräfte werden in den nächsten Jahren mehrere zehntausend fehlen! Deshalb erleichtert die Schweizer Armee neben vielen anderen Unternehmen mit Vorhaben Frauen und jungen Mädchen den Einstieg in die Informatik und die Cyber-Welt. Eines dieser Projekte ist die Unterstützung des Vereins Women in Cyber und die Mitorganisation des Women in Cyber Days. Der Anlass hat diese Woche in Zürich stattgefunden und war gespickt mit hochkarätigen Rednerinnen, welche ihren Durchbruch in der von Männern dominierten Cyber-Welt bereits geschafft haben.

Expertinnen aus den verschiedensten Branchen 

Sophie Nägeli aus dem National Cyber Security Center berichtete über ein Projekt, das die Cyber-Abwehrfähigkeit der Schweiz grundlegend verändern soll. Im Zentrum steht dabei die Vernetzung in der Finanzwelt und die Förderung vom Austausch über Cyberrisiken und Angriffe. Nina Egli von Hilti stellte im Rahmen ihres Referats dem Publikum die Frage, ob Security Testing die Welt retten kann – also das gewollte hacken lassen seiner eigenen Infrastruktur, um Lücken in der Sicherheit zu entdecken. Auch wenn die Antwort auf diese Frage schliesslich «vermutlich nicht» lautete, gibt Security Testing für Unternehmen relevante Erkenntnisse über die Sicherheit ihrer IT-Systeme. Den Abschluss des Nachmittags machte Sofia Martinez Gomez. Die Cyberexpertin arbeitet bei Roche und berichtete über die Vorteile und Herausforderungen von Informationstechnologien in der Gesundheitsbranche.

Engagement geht weiter

Auch zwei Paneldiskussionen wurden geführt und hat die Besuchenden animiert, ihre Fragen und Gedanken einzubringen. In der ersten diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus der Armee, der Privatwirtschaft und der Verwaltung die Thematik Angebot und Nachfrage von Cyber-Fähigkeiten in der Schweiz. Auf der einen Seite gibt es immer mehr Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in diesem Bereich, auf der anderen Seite fehlen der Schweiz unzählige Fachkräfte. Die Zweite thematisierte das Spannungsfeld zwischen den Möglichkeiten im Cyberraum zur Aufklärung von Straftaten gegenüber dem Bedürfnis und Recht auf Privatsphäre.

Der Verein Women in Cyber blickt auf einen erfolgreichen Event zurück. Das Engagement für die Stärkung von Frauen in der Cyber-Welt wird fortgeführt und auch im nächsten Jahr sind Anlässe geplant, bei denen auch die Schweizer Armee als Sponsor mit (Wo)men-Power tatkräftig mitorganisiert und sich engagiert. News zu weiteren Veranstaltungen und zum Women in Cyber Day 2023 werden auf der Webseite publiziert.


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