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Logistikbasis der Armee und Milizvereine in engem Kontakt

Der Chef der Logistikbasis der Armee, Divisionär Thomas Kaiser, sowie Teile seiner Geschäftsleitung haben sich mit den Spitzen zahlreicher Milizvereine der Logistik getroffen und über die zukünftigen Herausforderungen der Schweizer Armee und der Armeelogistik informiert. Dabei standen insbesondere die «Kriegslogistik» sowie innovative Erneuerungen im Rahmen der Digitalisierung im Vordergrund.

14.07.2022 | Kommunikation Verteidigung, Simon Grunder

Divisionär Thomas Kaiser mit Angehörigen aus den Milizvereinen.
Divisionär Thomas Kaiser mit Angehörigen aus den Milizvereinen. ©VBS/DDPS, Simon Grunder

Die Schweizer Armee wird in den kommenden Jahren die heutige Armee, welche die Verteidigungskompetenz aufrechterhält, zu einer Armee umbauen, die eine glaubwürdigere, dissuasivere Verteidigungsfähigkeit aufweist. Mittels Kriegsverhinderung durch Verteidigungsbereitschaft soll der neuen geopolitischen Lage in Europa Rechnung getragen werden. Das Ambitionsniveau der Logistik ist das «Kriegsgenügen». Durchhaltefähigkeit, Robustheit und Resilienz werden erfolgskritische Kriterien sein. Dezentralisierung und Schutz von Gütern, robuste Versorgungsketten und Bevorratung, Schutz der einsatzkritischen IKT sowie Einbezug der zivilen Wirtschaft im Kriegsfall werden entscheidende Themen der künftigen Armeelogistik sein. Bei all diesen Massnahmen zur Erhöhung der erfolgskritischen Kriterien wird aber in der ausserordentlichen Lage für einsatzkritische Anwendungen zu beachten sein, dass die LBA in der normalen Lage den Betrieb effizient und kostenbewusst erbringen muss.

Digitalisierung der militärischen Logistik

Auch in der Logistik sind die Chancen, welche die Digitalisierung bietet, atemberaubend. Mehr als 72 Innovationsprojekte werden gegenwärtig in der LBA verfolgt. Die Entwicklung eines automatisierten, logistischen Sensor-, Nachrichten-, Führungs-, Wirkungsverbund unter Einbezug der zivilen Wirtschaft, schrittweiser Aufbau von «Digital Warehouses», Nutzung von virtueller Realität in Ausbildung und Einsatz, Tele-Maintenance und vieles mehr werden die militärische Logistik in den kommenden Jahren revolutionieren. Mit diesen Massnahmen verfolgt die LBA unter anderem das Ziel, dass die Fassungs- und Rückgabezeiten zu Beginn und am Ende der Dienstleistungen um mehr als 50 % reduziert werden. Den Möglichkeiten der Digitalisierung werden allerdings durch den Schutzbedarf der einsatzkritischen Anwendungen Grenzen gesetzt.

Erfolgsrezept: Vertrauensvolle Zusammenarbeit

Die Milizvereine der Logistik leisten eine enorm wichtige Arbeit in der Kommunikation zwischen der Militärverwaltung und der Milizarmee sowie bei der Nutzung von zivilem Know-how zugunsten unserer Armee. Regelmässige Treffen, bei denen offen, transparent und vertrauensvoll über aktuelle und zukünftige Herausforderungen der Armeelogistik orientiert und diskutiert werden, bleiben zentral für die militärische Logistik, damit sie durch die Milizangehörigen unserer Armee verstanden und mitgetragen wird, so Divisionär Thomas Kaiser.


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