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Winter-Zeitmilitär-Spitzensportler wurden über ihre künftige Aufgabe informiert

Die neuen Winter-Zeitmilitär-Spitzensportler, mit Arbeitsbeginn bei der Armee am 1. August 2022, mussten am 14. Juni 2022 nach Magglingen einrücken. Dort wurden sie von Brigadier Stefan Christen, Kommandant Lehrverband Genie/Rettung/ABC, und von Oberst i Gst Marco Mudry begrüsst, der das Kompetenzzentrum Sport Armee führt; das gehört zum Lehrverband. Beide gaben den 6 Athletinnen und 3 Athleten mit auf den Weg, was ihr Arbeitgeber, die Schweizer Armee, von ihnen künftig erwartet. Die Sportsoldaten sind bei der Schweizer Armee für 4 Jahre ganzjährig zu 50% Lohn (Lohnklasse 7) angestellt und militärversichert.

14.06.2022 | Kurt Henauer, COM BASPO/Komm Komp Zen Sport Armee

Anfang Mai wurden die neun Winter-Zeitmilitär-Spitzensportlerstellen im Rahmen eines Selektionsverfahrens vergeben. Damit sind nun alle 18 Sommer- und Winterstellen im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2024 in Paris respektive Milano/Cortina d’Ampezzo 2026 neu besetzt. Die Athletinnen und Athleten stehen in der Pflicht, sich 100% auf den Sport zu konzentrieren und anzustreben in die Weltspitze vorzustossen. Erwartet werden von ihnen Medaillengewinne und Spitzenplätze an internationalen Titelkämpfen. Neben den Olympischen Spielen auch an WM, EM und im Weltcup. «Mit guten Leistungen habt ihr euch diese Anstellung verdient», so Brigadier Stefan Christen zu seinen neuen Angestellten. «Mit euch hoffe, ich, dass eure Ziele und Wünsche in Erfüllung gehen werden.»

Botschafter und Repräsentanten der Schweizer Armee

Oberst i Gst Marco Mudry informierte seine neuen Zeitmilitär-Spitzensportler über ihre Aufgaben und Pflichten in der neuen Rolle. «Für euch stehen das Training und die Wettkämpfe im Zentrum. Aber ich erwarte von euch auch, dass ihr als Botschafter der Schweizer Armee für unser Land einsteht», sagte Mudry. «Ihr seid Vorbilder im In- und Ausland Vorbilder für den Schweizer Sport. So müsst ihr ab und zu auch für repräsentative Aufgaben zur Verfügung stehen.» Weiter erwartet der Kommandant, dass seine Leute auf ihrer Webseite und den sozialen Medien darauf hinweisen, dass sie von der Armee unterstützt werden. Alle neun Athletinnen und Athleten wurden im Rahmen eines Fotoshootings in verschiedenen Tenüs fotografiert und mussten in einem Video ihre Ziele und Erwartungen im Rahmen dieser Unterstützung durch die Armee bekannt geben. Diese Bilder und Kurzfilme in verschiedenen Tenüs werden künftig vom Kompetenzzentrum Sport Armee für Print-, elektronische und auch die sozialen Medien verwendet.

Im Vergleich zu Ausland weniger Stellen

Im Vergleich mit ausländischen Berufsarmeen, bei denen teilweise einige hundert Sportlerinnen und Sportler hauptberuflich angestellt sind, stehen in der Schweizer Miliz-Armee insgesamt 18 Zeitmilitär-Spitzensportler-Stellen zur Verfügung, je neun für Winter- und neun für Sommer-Sportarten. Eingeführt wurde dieses Fördergefäss im Jahr 2010. Einer der ersten Zeitmilitär-Spitzensportler war der vierfache Langlauf-Olympiasieger Dario Cologna, der im Frühjahr/Sommer 2007 die Spitzenport-RS absolviert hatte und am Ende der letzten Saison zurückgetreten ist.

Die weiteren Gefässe der Spitzensportförderung der Armee sind die Spitzensport-RS, aktuell mit 42 Athleten und 18 Athletinnen, und die Spitzensport-WK, in denen rund 800 männliche und weibliche Sportsoldaten sowie militarisierte Verbandsleute (Trainer, Serviceleute, Physiotherapeuten usw.) im Jahr maximal 130 WK-Tage (30 anrechenbar, 100 freiwillig) für Trainings und Wettkämpfe leisten können. Diese werden im In- und Ausland mit Erwerbsersatz EO und Sold entschädigt.

Die neun Winter-Zeitmilitär-Spitzensportler: Amy Baserga (Biathlon), Moritz Boll (Snowboard Freestyle), Talina Gantenbein (Skicross), Melanie Hasler (Monobob), Fadri Janutin (Ski alpin), Nadja Kälin (Langlauf), Natalie Maag (Rodeln), Sina Siegenthaler (Snowboard Cross) und Livio Wenger (Eisschnelllauf):


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