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Der Gedenkort der Armee für Verstorbene nimmt Form an

Im Juni 2022 hat armasuisse Immobilien mit Unterstützung des Lehrverbandes Genie/Rettung/ABC eine Aufstellprobe für den Gedenkort für die Verstorbenen der Schweizer Armee durchgeführt. Dieser wird am frühsten ab 2023 auf dem Areal des Armee-Ausbildungszentrums in Luzern (AAL) aufgerichtet. Damit wird die Armee über einen würdigen Ort der Besinnung verfügen.

28.06.2022 | Armeestab, Fabienne Meyer

Die Aufstellprobe für «monumoira» fand mit rund 120 Armeeangehörigen des Lehrverbandes Genie/Rettung/ABC vor dem Armee-Ausbildungszentrums in Luzern statt.
Die Aufstellprobe für «monumoira» fand mit rund 120 Armeeangehörigen des Lehrverbandes Genie/Rettung/ABC vor dem Armee-Ausbildungszentrums in Luzern statt. ©VBS/DDPS, Stefan Meienhofer

Auf Antrag der Schweizer Armee wird beim Armee-Ausbildungszentrum Luzern (AAL) ein Gedenkort erstellt. Er wird sowohl die verstorbenen Armeeangehörigen als auch die bei militärischen Unfällen verstorbenen Zivilpersonen ehren. Das dafür bestimmte Siegerprojekt «monumoira» des Architekten Philipp Schallnau und des Künstlers Andreas Schneider nimmt nun Formen an. Im Juni 2022 wurde das Projekt temporär mit Bändern, einer Stele und einer Abgrabung der Wiesenfläche modelliert, um die Dimensionen vor Ort erfahrbar zu machen.

Inschrift auf Messingband

Der Gedenkort besteht aus einem Ensemble zweier Elemente, die miteinander in Beziehung stehen: Ein in den Boden gelassenes, feines Messingband erstreckt sich im Sinn eines Schicksalsschlags quer über das gesamte Areal des AAL. Als Gegenüber des horizontalen Bandes symbolisiert eine aufrechtstehende, in Messing gekleidete Stele die Verankerung der Schweizer Armee im Land und die Verbindung des Irdischen mit dem Überirdischen. Den eigentlichen Gedenkort bildet eine abgesenkte Wiesenfläche bei der Stele, wo auf dem Messingband eine Inschrift in den vier Landessprachen zum Vorschein kommen wird.

Armeeangehörige stellen Gedenkveranstaltung dar

Mit rund 120 Armeeangehörigen hat am 15. Juni 2022 eine Aufstellprobe mit mehreren Varianten künftiger Gedenkveranstaltungen stattgefunden, um die Dimensionen und die Wirkung zu testen. Die Auswertung der entstandenen Bilder dient dem Projektteam und den Planern des Gedenkortes, um das Bauprojekt zu justieren und weiterzubearbeiten. In der aktuellen Projektphase sind die Stadt und der Kanton Luzern eingebunden. Die Bauphase von «monumoira» wird frühestens 2023 beginnen.


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