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Digitalisierung geschickt nutzen für Bildung und Ausbildung

Der Jahresrapport der Höheren Kaderausbildung der Armee fand am Dienstag, 14. Juni im Fliegermuseum Dübendorf statt. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Bildung nahmen am Anlass teil. Inhaltlicher Schwerpunkt des Jahresrapportes war das Thema Digitalisierung in Bildung und Ausbildung.

18.06.2022 | Komm HKA, Rosmarie Brunner

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Der diesjährige Jahresrapport der HKA wartete mit einem gehaltvollen Programm auf. Verschiedene Referenten beleuchteten das Thema Digitalisierung in der Bildung und Ausbildung aus unterschiedlichen Perspektiven. Für einen feierlichen Glanzpunkt sorgte die musikalische Begleitung durch das Mil Spiel Ter Div 3. Nicht zu kurz kam neben den fachlichen Inputs der gesellige Teil: Mitarbeitende und Gäste genossen anschliessend an den offiziellen Teil bei schönstem Sommerwetter den persönlichen Austausch untereinander.

Nicht erst seit Corona ist die Digitalisierung an der HKA ein grosses Thema. Doch auch hier hat die Pandemie zu einer beschleunigten Umsetzung geführt. Digitale Tools sind heute aus den Ausbildungslehrgängen nicht mehr wegzudenken und ergänzen die Ausbildung an der HKA. Wie genau sich das im Einzelnen gestaltet, zeigten die Kommandanten der vier Organisationseinheiten der HKA in einem ersten Teil auf.

Das Grusswort der Zürcher Bildungsdirektorin Silvia Steiner eröffnete den zweiten Teil des Tages. Sie erinnerte daran, wie wichtig politische Bildung für junge Menschen ist. Dr. Marcel Berni von der Militärakademie (MILAK) an der ETH Zürich stellte zentrale Erkenntnisse aus seiner preisgekrönten Dissertation über kommunistische Gefangene im Vietnamkrieg vor. Ein eigentliches Highlight des Tages bildete die Präsentation eines Kurzvideos, das von Stefan Meienhofer in Zusammenarbeit mit Oberstlt i Gst Fabrice Dubosson vom Stab HKA extra für diesen Anlass produziert worden war und die Kernaufgaben der HKA vorstellte. Begleitet wurde die Präsentation live durch das Mil Spiel Ter Div 3 und mit einem eigens dafür komponierten Stück.

Professor Peter Tremp von der Pädagogischen Hochschule Luzern ging auf die digitale Transformation in der Lehrerausbildung ein und plädierte dafür, Gestaltungsmöglichkeiten zu schaffen und Bottom-up-Entwicklungen zu unterstützen.

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Die anschliessende Podiumsdiskussion unter der Moderation von Divisionär Germaine Seewer, Kdt HKA, hatte die Vor- und Nachteile der Digitalisierung in Wissenschaft, Bildung, Wirtschaft und Armee zum Thema. Das Podium war prominent besetzt: Professor Günther Dissertori, Rektor der ETH Zürich, Thomas Stocker, Geschäftsführer Bildungszentrum Bau des Campus Sursee, Walo Bertschinger, CEO der Bertschinger AG und Div Willy Brülisauer, Kdt der Ter Div 4 zeigten auf, welche Auswirkung Digitalisierung in ihrem Bereich hat und wie sie weiterentwickelt und gezielt eingesetzt wird. Wie rasch diese Weiterentwicklung geht und wohin sie führen könnte, das war das Thema von Thomas Rothacher von armasuisse. Bildung, so seine Grundaussage, wird sich fundamental ändern und nicht mehr gängigen Mustern entsprechen. Als Beispiel nannte er Microcredentials, flexible, kurze Lernangebote, welche zukünftig an Bedeutung gewinnen werden für die individualisierte und passgenaue Aus- und Weiterbildung.

Eine zentrale Erkenntnis des Tages war, dass Digitalisierung längst Einzug gehalten hat in alle Bereiche von Bildung und Ausbildung. Doch sie kann den Präsenzunterricht nicht ersetzen, im Gegenteil: Bildung bedeutet auch Persönlichkeitsentwicklung. Und diese kann nur angestossen werden, wenn Lernende echte, reale Vorbilder im Unterricht erleben können.
 


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