print preview

Zurück zur Übersicht Startseite


Führungskurs in alpiner Umgebung

"Eine intensive Woche reich an Ausbildung geht heute für Sie zu Ende. Sie wird für den Rest Ihrer Laufbahn in Ihrem Gedächtnis bleiben ", verkündet Chefadj Andreas Hösli, Chef Grundausbildungslehrgang 21-22 (GAL) der Berufsunteroffiziersschule der Armee (BUSA), als er sich an die Berufsunteroffiziersanwärter (BU Anw) wendet.

11.04.2022 | Kommunikation BUSA, Chefadj Riesen Markus

Bild_1
Bild1 (Bild VBS/DDPS; Komm; BUSA)

Die Kurswoche, organisiert von den Gebirgsspezialisten (Geb Spez) des Kompetenzzentrums Gebirgsdienst der Armee (Komp Zen S Alpin A), fand vom 21. bis 25. März 2022 in Andermatt statt. Die Durchdiener der Gebirgsspezialisten Bereitschaftsdetachement, unter der Leitung von Stabsadjutant Hans Martin Henny, teilten ihr Fachwissen mit den zukünftigen  Berufsmilitärs. Die Geb Spez wurden ihrem Ruf der Professionalität mehr als gerecht und lieferten eine hochqualitative Ausbildung. Mit grossem Erfolg gaben die Milizler ihre Erfahrungen in der Bergsuche und Bergrettung weiter.  Ebenfalls teilten sie ihr Wissen über Lawinen und wie man sich wirksam davor schützen kann. 

 


Bild_5

Überleben in den Bergen

Nach einer kurzen Einführung in das obligatorische Material (Schaufel, Sonde, LVS) gingen die BU Anw zur Praxis über und übten die Suche, Sondierung und Bergung von Lawinenopfern. Das herrliche Wetter und die günstigen Schneeverhältnisse erlaubten den Anwärtern die Planung und Durchführung eines Schneeschuhmarsches in den Bergen, um Gruppenführung zu trainieren.  Die Woche wurde mit einer Aufgabenstellung auf dem Gotthardpass beendet.  "Wir haben einen Annäherungsmarsch und eine Ortserkundung durchgeführt und werden nun eine windgeschützte Stelle auswählen, um ein Basislager zu errichten", erklärt ein Teilnehmer.  Noch mehrere Stunden Arbeit erwartet sie vor der wohlverdienten Nachtruhe. Um nicht den Temperaturen unter null und den Elementen ausgesetzt zu sein, graben die Soldaten Löcher in den Schnee. Zuerst müssen sie einen Graben von mindestens 2m Tiefe ausheben, dann Nischen, damit sich jeder hinlegen kann und schlussendlich werden noch Eisblöcke für ein Dach herausgeschnitten. Eine tolle Erfahrung für alle, die nicht unter Klaustrophobie leiden."Ich habe einigermassen gut geschlafen, obwohl der Schlaf unbehaglich war, es war halt schon ein bisschen kalt", seufzt ein Anwärter beim Aufwachen.

 


Bild_6

Eine konkrete und überzeugende Übung

 

 

 

Eine Aufklärer-Patrouille hat sich während der Nacht verirrt, drei Männer fehlen beim Appell und müssen so schnell als möglich gefunden werden. Das Risiko der Unterkühlung ist hoch und kann schnell auftreten. Nachdem die Opfer lokalisiert sind, leisten die Retter erste Hilfe und bereiten die Evakuation auf Tragen vor. Die Geb Spez installieren improvisierte Abstiegsverankerungen, um die Opfer trotz des steilen Gefälles sicher zurückzubringen. Das Basislager ist schnell erreicht. Es erfordert jedoch noch eine weitere Anstrengung, um die Kaserne Motto Bartola via die Tremola auf den Spuren von General Suworow zu erreichen.

Eine letzte, zügig durchgeführte Übung, die bestimmt den Geist der zukünftigen Berufsmilitärs prägen wird.



Zurück zur Übersicht Startseite