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Unermüdlicher Einsatz im dritten Assistenzdienst

Zum dritten Mal innerhalb von zwei Jahren hat die Armee jene Kantone bei der Bekämpfung von COVID-19 unterstützt, die um Hilfe ersucht hatten. Dank des Milizsystems kann die Armee die zivilen Behörden schnell, professionell und massgeschneidert unterstützen, wenn sie gebraucht wird – und wieder gehen, wenn der Auftrag vollständig erfüllt ist.

11.02.2022 | Kommunikation Verteidigung, Nathalie Hesse

Die Armeeangehörigen haben ihre Uniform gegen Spitalkittel getauscht. Einzig ihr Namensschild unterscheidet sie von den Spitalangestellten. ©VBS/DDPS, Jan Pegoraro
Die Armeeangehörigen haben ihre Uniform gegen Spitalkittel getauscht. Einzig ihr Namensschild unterscheidet sie von den Spitalangestellten. ©VBS/DDPS, Jan Pegoraro

Am 7. Dezember 2021 bot der Bundesrat den Kantonen, die darum ersucht hatten, erneut die Unterstützung der Armee bei der Bekämpfung der fünften Welle von Covid-19 an. Die Armee wandte sich zuerst an WK-leistende Formationen, Sanitätsdurchdiener und Freiwillige mit Sanitätsausbildung. Insgesamt haben rund 300 freiwillige Armeeangehörige eingesetzt werden können. Angesichts der steigenden Anzahl von Unterstützungsgesuchen und der spezifisch benötigten Fähigkeiten hat die Armee die Spitalbataillone 2 und 66 teilweise mobilisiert. So haben Schweizer Bürgerinnen und Bürger seit Dezember 2021 ihr Berufs- und Familienleben beiseitegelegt, um Uniformen anzuziehen und das Gesundheitssystem zu unterstützen, das an seine Grenzen gestossen war.

Gut geschulte Truppen

Die Armee hat Sanitäts- und Spitalsoldaten verschiedener Berufsgruppen einsetzt, von denen 90 Prozent nicht in medizinischen Berufen tätig sind. Stattdessen haben sich diese Armeeangehörigen die medizinischen Grundkenntnisse in der Rekrutenschule angeeignet. Zudem erhielten sie zu Beginn des Einsatzes eine dreitägige einsatzbezogene Ausbildung, die sie auf ihre Aufgabe vorbereitete. Dabei haben sie nebst den Grundsätzen der Körperpflege bei Patientinnen und Patienten unter anderem gelernt, wie man Blut abnimmt und Verbände wechselt. Dank dieser guten Ausbildung sind die Armeeangehörigen in der Lage gewesen, die Pflegekräfte bei grundlegenden Aufgaben zu entlasten.

Unterstützung beim Impfen und in der Grundpflege

Zunächst hat die Armee den Impfprozess unterstützt. Die Armeeangehörigen sind in den Kantonen Jura, Wallis, Neuenburg, Freiburg, Aargau und Nidwalden im Einsatz gewesen. Weil jedoch die Anzahl der Impfungen in der gesamten Schweiz sinkt, benötigen die Kantone weniger Unterstützung in den Impfzentren.

Die Armee ist zudem in Spitälern eingesetzt worden. Im Universitätsspital Genf sind rund 30 Armeeangehörige des Spitalbataillons 2 in der Grundpflege im Einsatz gewesen. Sie haben sich um Aufgaben wie das Messen der Vitalzeichen, die Mobilisierung und die Körperhygiene der Patientinnen und Patienten gekümmert. So haben sie das Pflegepersonal entlastet, wodurch sich dieses auf spezifischere Aufgaben konzentrieren konnte. Diese willkommene Hilfe und die hervorragende zivil-militärische Zusammenarbeit hat das Pflegepersonal wiederholt gelobt.

Inzwischen sind die Unterstützungsgesuche der Kantone allmählich ausgelaufen. Deshalb ist getreu des Grundsatzes der Armee, dass sie sich einsetzt, wo sie gebraucht wird, und wieder geht, wenn ihr Auftrag erfüllt ist, ist das Spitalbataillon 66 am 7. Februar 2022 entlassen worden. Die übrigen Einsätze enden am 19. Februar 2022. Die Armee hält sich jedoch gemäss Bundesratsbeschluss bis Ende März 2022 bereit, um den Kantonen bei Bedarf zu helfen. Denn dank des Milizsystems kann die Armee die zivilen Behörden schnell, professionell und massgeschneidert unterstützen.

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