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Skiwettkämpfe: die Armee als unentbehrliche Helferin

Auch dieses Jahr unterstützt die Armee die Organisatoren des Skiweltcup am Lauberhorn, der vom 13. bis 16. Januar 2022 stattfindet. Ohne die Unterstützung der Armee hätte dieses internationale Skirennen nicht durchgeführt werden können. Rund 170 Angehörige der Armee stehen im Einsatz, während dem ein verstärktes Schutzkonzept gilt.

14.01.2022 | Kommunikation Verteidigung, Nathalie Hesse

Ohne die Unterstützung der Armee könnten zahlreiche Sportveranstaltungen wie der Skiweltcup am Lauberhorn nicht stattfinden.
Ohne die Unterstützung der Armee könnten zahlreiche Sportveranstaltungen wie der Skiweltcup am Lauberhorn nicht stattfinden. @VBS/DDPS, Thomas Aemmer

Vom 13. bis 16. Januar 2022 finden in Wengen (BE) die 92. Lauberhornrennen statt. Nach der pandemiebedingten Absage im Vorjahr war die Vorfreude besonders gross. Auch dieses Jahr ersuchten die Organisatoren die Armee um Hilfe und konnten auf deren Unterstützung zählen. Bereits seit dem 3. Januar 2022 sind Angehörige der Artillerieabteilung 49 im Einsatz. Unterstützt werden sie von Infanterie-Durchdienenden sowie von Angehörigen der Militärischen Katastrophenhilfe und des Gebirgsinfanteriebataillons 91. Der Einsatz erfolgt im Rahmen der Unterstützung ziviler Veranstaltungen mit militärischen Mitteln (VUM, siehe Infobox). Ohne Unterstützung durch die Armee könnten solche Veranstaltungen nicht stattfinden.

2936 Diensttage

Die Leistungen der Armee sind vielfältig: Pisten präparieren, Tore aufstellen, Sicherheitsnetze verankern. Die Armeeangehörigen sind zudem für die blauen Pistenmarkierungen zuständig und bauen die Tribünen und weitere Infrastruktur auf und nach dem Rennen wieder ab. Insgesamt werden die Armeeangehörigen am Ende des Einsatzes 2936 Diensttage absolviert haben – sehr zur Freude von Andreas Mühlheim, dem Geschäftsführer der Internationalen Lauberhornrennen: «Die Armee gehört zu unseren wichtigsten Partnern. Sie ist der Motor dieser Veranstaltung. Was die Armeeangehörigen Jahr für Jahr bei jedem Wetter Tag und Nacht leisten, damit am Lauberhorn ein unvergessliches Skirennen über die Bühne gehen kann, finde ich als Geschäftsführer der Lauberhornrennen, aber auch als ehemaliger Offizier absolut faszinierend.»

Verstärkte Schutzmassnahmen

In Zusammenarbeit mit den kantonalen und den nationalen Behörden sowie mit dem Schweizerischen Skiverband Swiss-Ski und dem internationalen Skiverband FIS wurde für die Organisation der Internationalen Lauberhornrennen ein Schutzkonzept erarbeitet, das sich auf sämtliche Tätigkeiten vor Ort und das gesamte Veranstaltungsgelände erstreckt.

Für die Armeeangehörigen wurden verstärkte Schutzmassnahmen definiert. «Sie müssen gemäss den Anordnungen des Oberfeldarztes eine FFP2-Maske tragen, die Abstandsregeln einhalten und regelmässig die Hände waschen. Zusätzlich werden alle Armeeangehörigen täglich mit einem Antigen-Schnelltest getestet. Bei positivem Testresultat muss ein PCR-Test gemacht werden und die betroffene Person begibt sich in Isolation», erläutert Oberstleutnant Stefan Spahr, Leiter Einsatz der Territorialdivision 1. Dank dieser Massnahmen kann das Rennen unter den bestmöglichen Bedingungen und mit Rücksicht auf die Gesundheit aller Beteiligten stattfinden.

Unterstützung ziviler Veranstaltungen mit militärischen Mitteln

Diese Art von Einsatz erfolgt gestützt auf die Verordnung über die Unterstützung ziviler oder ausserdienstlicher Tätigkeiten mit militärischen Mitteln (VUM; SR 513.74). Die erbrachten Leistungen sind subsidiäre Beiträge der Armee zur Durchführung von zivilen Grossveranstaltungen von nationaler oder internationaler Bedeutung. Gesuche für VUM-Einsätze müssen der zuständigen Territorialdivision eingereicht werden, und zwar bei Grossanlässen zwei Jahre und in allen anderen Fällen sechs Monate im Voraus. Die Armee kommt erst als «letztes Mittel» zum Zug, wenn sämtliche zivilen Möglichkeiten, einschliesslich des Zivilschutzes, ausgeschöpft sind und sofern zivile Verbände und Organisationen in die Leistungserbringung eingebunden werden.

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