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Entwicklung der Armeebestände

Der Sollbestand der Schweizer Armee beträgt 100 000 Armeeangehörige, der Effektivbestand 140’000. Der Effektivbestand der Armee muss höher sein, da nicht alle einem Aufgebot Folge leisten. Nach heutigen Berechnungen wird der Effektivbestand bis 2030 ohne weitere Massnahmen auf unter 120 000 Armeeangehörige sinken. Der heute publizierte Bericht «Armeeauszählung 2021» zeigt die aktuellen Zahlen und Prognosen auf.

02.12.2021 | Kommunikation Verteidigung


Schon der vom Bundesrat in Auftrag gegebene und am 30. Juni 2021 genehmigte Bericht «Alimentierung von Armee und Zivilschutz» Teil 1 hat es an den Tag gebracht: Nach heutigen Berechnungen wird der Effektivbestand 2030 auf unter 120 000 Armeeangehörige sinken. Damit die Bestände stabil bleiben, sollten etwa die Abgänge von Armeeangehörigen nach Abschluss ihrer Rekrutenschule nicht höher als rund 2100 jährlich sein. Dieser Wert ist aktuell jedoch fast zweimal so hoch. Ein Viertel der Abgänge sind Entlassungen aus medizinischen Gründen, seit 2018 sind dies rund 950 Armeeangehörige pro Jahr, die dienstuntauglich erklärt werden. Die Entlassungen aus diversen Gründen, wie zum Beispiel die Aufgabe des Schweizer Bürgerrechts oder infolge von Straftaten, betragen seit 2018 im Durchschnitt rund 900 Armeeangehörige. Die Zulassungen zum Zivildienst aus Gewissensgründen belaufen sich seit 2018 auf durchschnittlich 2000 Armeeangehörige. Alleine sie machen die Hälfte aller Abgänge nach erfüllter Rekrutenschule aus.

Die Armee hat verschiedene Massnahmen ergriffen, um die Abgänge zu reduzieren und den Armeeangehörigen namentlich die Vereinbarkeit zwischen ihrem zivilen Leben und dem Militäralltag zu erleichtern. Die langsam sinkenden Abgangszahlen deuten auf erste Erfolge dieser Massnahmen hin. 

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