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Wie die Armee digital fit bleibt

Die Digitalisierung der Schweizer Armee erfolgt schrittweise. In diesem Prozess ist der Aufbau der Neuen Digitalisierungsplattform ein grosser Schritt. Sie wird die Armee in der digitalen Welt fit halten und vieles vereinfachen.

16.12.2021 | Kommunikation Verteidigung, Lorena Castelberg

In den Rechenzentren der Armee (hier das RZ Campus) wird die Neue Digitalisierungsplattform aufgebaut. ©VBS/DDPS

Die Schweizer Armee und die Miliz als letzte Sicherheitsreserve müssen sich auch auf den Cyberraum ausrichten. Darin liegt eine der grössten Herausforderungen: Die Armee braucht es auch dann, wenn die Infrastrukturen der zivilen Behörden massiv gestört sind und nicht mehr funktionieren. Deshalb baut die Schweizer Armee eigene, robuste und hochsichere Rechenzentren. Mit der Bereitstellung der Infrastruktur im Sinne eines Gebäudes alleine ist es aber nicht getan. Stellt man sich das Rechenzentrum als Haus vor, dann deckt die Neue Digitalisierungsplattform (NDP) alle technischen Ausstattungen ab, welche das Haus erst nutzbar machen, wie zum Beispiel der Innenausbau, Wasseranschlüsse am richtigen Ort usw. Mit der Migration der Geschäftsprozesse und der IT-Systeme wird dieses Haus möbliert und damit bewohnbar gemacht.

Triebwerk mit automatisierten Rädchen

Um die Schweizer Armee zu digitalisieren, brauchen wir IT-Services, welche auf einer technischen Infrastruktur zur Datenverarbeitung und -Speicherung basieren. Das tut die Armee mit der NDP. Sie ist die Basis, auf der digitalisierte Prozesse laufen werden. Das Team unter der Leitung von Luca Antoniolli zählt rund 50 interne und 40 externe Mitarbeitende, welche den Aufbau des Werks der Swisscom begleiten. Mit der NDP werden die IT-Services und Business IT-Services der Armee standardisiert. Damit schaffen wir die Voraussetzungen, die Anforderungen der Kunden und Leistungsbezüger auf der NDP effizient zu integrieren. So sollen Prozesse vereinfacht und die Lieferzeiten reduziert werden. «Zukünftig müssen wir nicht mehr an den untersten Rädchen physisch schrauben, weil sämtliche Prozesse automatisiert laufen», sagt Luca Antoniolli.

Digital fitte Armee

Die Digitalisierung hat sich zu einem Wettbewerb entwickelt, dem sich keiner entziehen kann. Es bedeutet, das digitale Potenzial mit einer neuen Herangehensweise zu erschliessen und nicht bestehende Prozesse zu digitalisieren. «Ein kleiner Staat wie die Schweiz darf im Cyberraum nicht überholt werden und muss fit bleiben», betont Luca Antoniolli. Die Armee als Gesamtsystem muss digitalisiert werden, um heute und in Zukunft bestehen zu können. Die NDP schafft die Voraussetzungen dazu.

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