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Das Geniebataillon stellt mit Know-how die Mobilität sicher

Das Genie Bataillon 9 absolvierte die ersten zwei Wochen des diesjährigen Wiederholungskurses in der Region Graubünden und wurde für die letzte Woche zu Übungszwecken und das Abrüsten der Truppe in die Region Bern/Solothurn verschoben.

22.10.2021 | PIO G bat 9, Christoph Marti

Das Genie Bataillon 9 übt den Bau der Stahlträgerbrücke in der Region Graubünden.
Das Genie Bataillon 9 übt den Bau der Stahlträgerbrücke in der Region Graubünden. ©VBS/DDPS Marti Christoph

Die Genietruppen stellen mit Ihrem Know-how die Mobilität aller Truppen der Schweizer Armee sicher und sind daher für den Bau und die Reparatur von Verkehrswegen in der Schweiz verantwortlich. Ausserdem leisten sie bei Umweltkatastrophen wertvolle Hilfe zugunsten der Zivilbevölkerung. Ebenfalls zu den Aufgaben der Genietruppen gehört es, Grossveranstaltungen wie das WEF (World Economic Forum), Ski-Events, eidgenössische Turnfeste und vieles mehr zu unterstützen.

Verkehrswege sicherstellen und einschränken

Die Geniebataillons unterstützten die Kampftruppen primär in der Kampfvorbereitung. Zu den Kernaufgaben der Genietruppen gehört es, die Beweglichkeit der eigenen Truppen und der zivilen Bevölkerung sicherzustellen sowie jene der gegnerischen Truppen einzuschränken. Zudem sind sie für den Bau, den Unterhalt und das Offenhalten von Verkehrsträgern, den Bau und Unterhalt von Feldlagern sowie das Härten von Objekten verantwortlich.

Die Maschinen der Genietruppen

Die Genietruppen setzen grosse Maschinen ein. Deshalb besteht ein wichtiger Teil der Truppe aus Baumaschinenfahrern. Deren Ausbildung erfolgt an Raupen- und Mobilbaggern, Raupen- und Pneuladeschaufeln, Verdichtungsgeräten (Walzen) und/oder am Rammgerät auf Raupenfahrgestell. Die Fahrer setzen sich mit den Geräten und Maschinen unter anderem beim Brückeneinbau bei Feldbefestigungen, im Strassenbau und bei Einsätzen in Schadenlagen (Hochwasser, Erdrutsche, Lawinen) ein. Genietruppen werden vor allem für Aufgaben eingesetzt, die besondere technische Kenntnisse und Ausrüstungen erfordern.

Arbeiten auf den Flüssen und Seen der Schweiz

Um die Arbeit auf Flüssen und Seen der Schweiz sicherzustellen, werden zusätzlich Pontonier und Rammpontonier ausgebildet. Die Rammpontoniere setzen eine schwimmende Ramme ein, um Holzpfeiler für Stahlträgerbrücken in den Flussgrund zu treiben. Nebst für den Aufbau und Betrieb der Ramme wird die Truppe zum Wassertransport sowie für allgemeine Geniearbeiten am und auf dem Wasser eingesetzt. Als Bindeglied zwischen den Sappeuren und Baumaschinenfahrern an Land sowie den Pontoniern auf dem Wasser gehört auch Bootsführung zu ihrer Ausbildung.

Die Ausbildung in der Genieschule 73

Die Genietruppen absolvieren ihre Rekrutenschule in Brugg. Auf dem Waffenplatz Brugg AG ist das Kommando der Genieschule 73 stationiert und verantwortlich für die Grund- und Fachdienst Ausbildung aller Geniefunktionen. Genieaufgaben (General Engineering) und Katastrophenhilfe.